Buchtipp

Ratgeber Kampffische
Titel:
Ratgeber Kampffische
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Gonella, Masillamoni
Art.Nr.:
3931792226
Details:
103 Seiten mit vielen Farbfotos, Großformat, gebunden.
Beschreibung:
Ein umfangreiches Buch der Sonderklasse. Alles Wissenswertes über die Haltung und Zucht von Kampffischen.

Kampffische

Schon seit über 100 Jahren erfreut sich der Kampffisch großer Popularität. Eine gewisse Zeit hat er sogar zu den beliebtesten Aquarienfischen gezählt. Sein Name sorgt jedoch oft für Verwirrung, denn beim Wort "Kampf" denkt man sofort an blutige Hunde- und Hahnenkämpfe, was jedoch nicht richtig ist.
Kampffische zählen zu den Labyrinthfischen. Diese Fischart hat ihren Namen durch ihr zusätzliches, fast einzigartiges Atmungsorgan erhalten. Mit diesem zusätzlichen Luftatmungsorgan können sie auch in sehr sauerstoffarmen Wasser überleben, indem sie über der Wasseroberfläche atmosphärische Luft aufnehmen.
Heute sind neben dem berühmten Siamesischen Kampffisch (Betta splendens) über 30 weitere Kampffische bekannt, von denen sich jedoch nur einige in der Aquaristik durchsetzen konnten. Im Handel werden vorwiegend Zuchtformen in vielen verschiedenen Farb- und Flossenvarianten angeboten. Das typische Verhalten der "wilden" Kampffische ist jedoch auch den Zuchtformen angeboren.

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Herkunft

Die Geschichte des Siamesischen Kampffisches beginnt in Thailand. Die heutigen Verbreitungsgebiete liegen im tropischen und zum Teil subtropischen Afrika und in Asien. Die einzelnen Verbreitungsgebiete der Kampffische sind auf Thailand, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Indonesien, sowie die Inseln Java, Borneo und Sumatra beschränkt. Dies umfasst ein riesiges Gebiet mit vielen geographischen Besonderheiten. Da einige Kampffische nur in einzelnen Gewässern auf relativ begrenztem Raum verbreitet sind, sind diese Fische durch die Zerstörung der Tropenwälder bedroht.

Verhalten

Kampffische sind Einzelgänger, deren Schutz vor Feinden nicht die Gruppe, sondern ihr sprichwörtliches Durchsetzungsvermögen ist. In der Natur haben Revierkämpfe weit weniger Bedeutung, als aus Aquariumbeobachtungen angenommen werden könnte. Es ist auszuschließen, dass sich zwei Kampffische unter normalen Bedingungen bei einer Auseinandersetzung ernsthaft verletzen. Stets wird das unterlegene Tier den Rückzug antreten.

Das Revierverhalten aller Kampffische basiert auf der Sicherung von Futter- und Fortpflanzungsplätzen. Die Auswirkungen des ausgeprägten Kampfverhaltens kommen im Aquarium besonders zur Geltung. Bei der richtigen, sprich artgerechten Pflege von Kampffischen, sind keine unangenehmen Zwischenfälle zu erwarten.

Pflege

Der natürliche Lebensraum der Kampffische sind langsam fliesende und stehende Gewässer. Da sich der Kampffisch atmosphärische Luft zum Atmen holt, kann er auch problemlos in kleinen, sauerstoffarmen Behältnissen überleben. Es muß jedoch betont werden, dass er sich in solchem Wasser nicht unbedingt wohl fühlt. Kampffischmännchen sind Einzelgänger und dürfen nicht zu mehreren in einem Aquarium gehalten werden.

Bei einer Haltung im Gesellschaftsaquarium ist darauf zu achten, dass Kampffische nicht mit flossenzupfenden Fischen (z.B. Skalaren, Schmerlen, u.ä.) vergesellschaftet werden, sonst ist die üppige Flossenpracht in kürzester Zeit verschwunden und der Kampffisch geht langsam zugrunde. Am besten geeignet ist ein eigenes, kleines Artenaquarium für die Haltung eines Kampffischpaares.

Über die Auswahl des richtigen Aquariums, der passenden Technik und Beleuchtung sowie die einfache Einrichtung des Aquariums beraten Sie unsere Mitarbeiter gerne.