Bienenstich & Co

Frühjahr und Sommer haben bei all ihren schönen Seiten auch ein paar unangenehme Aspekte im Gepäck – beispielsweise Insekten, die uns und unsere Heimtiere stechen oder beißen können. Hier erfahren Sie, wie man vorbeugen und nachsorgen kann.

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Jeder kennt die Situation: gerade sitzt man so richtig gemütlich bei Kaffee und Kuchen in der Sonne, da kommen ein paar Wespen angeschwirrt. Nun bloß nicht um sich schlagen! Insekten gehören nun mal dazu, und wenn man nicht gerade allergisch ist, hat man auch nicht allzu viel von ihnen zu befürchten. Sie sind lediglich – je nachdem, um welches Insekt es sich handelt- ziemlich unangenehm. Das merken auch unsere Heimtiere.

Immer wieder staunen Hundehalter, wenn Bello fröhlich nach einer Biene oder Wespe schnappt, sie verschluckt und dabei gar nicht zu Schaden zu kommen scheint. Doch auch Hunde können allergisch auf das Gift von Bienen und Wespen reagieren. Im schlimmsten Fall sind die Stiche dann lebensgefährlich – das Tier erleidet, wie der allergische Mensch, einen anaphylaktischen Schock.

Bei manchem Vierbeiner reicht es, ein einziges Mal die schmerzhafte Erfahrung eines Stachels gemacht zu haben. Da Hunde nach den Insekten schnappen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Stiches im Maul- und Rachenraum besonders hoch. So droht die Gefahr, dass die Schleimhäute oder die Speise- oder Luftröhre anschwellen. Im schlimmsten Fall führt diese Reaktion zu Atemnot und Erstickungsgefahr. Wenn Ihr Hund von einer Biene gestochen wurde, sollten Sie deshalb versuchen, den Stachel zu entfernen, soweit es das Tier zulässt. Außerdem sollten Sie bei jedem Stich – egal ob Biene oder Wespe – genau beobachten, wie sich das Tier verhält und gegebenenfalls gleich einen Tierarzt aufsuchen. Handelt es sich bei der Einstichstelle um eine andere Region als den Maul- und Rachenraum, merken Sie das daran, dass der Hund unruhig wird und die betroffene Stelle ableckt. Kühlen Sie in diesem Fall die Stelle mit einem feuchten Tuch oder etwas Eis, das Sie zuvor in ein Küchentuch wickeln.

Katzen sind Wespen- und Bienenstichen seltener ausgesetzt, dafür schleppen sie, genau wie Hunde, Flöhe und Zecken an, sofern sie Freiläufer sind. Vorsorgen können Sie, indem Sie das Tier gründlich untersuchen, wenn es nach Hause kommt. Zecken beispielsweise wandern erst auf dem Fell herum, bevor sie sich an einer passenden Stelle festbeißen. Entfernen Sie Zecken nicht durch Drehen, sondern ziehen Sie den Schmarotzer mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte vorsichtig und gleichmäßig heraus. Lassen Sie sich außerdem vor der Zecken- und Flohsaison von Ihrem Tierarzt beraten. Er hält wirkungsvolle Präparate, etwa Floh- und Zeckenhalsbänder, bereit, mit denen Sie Ihr Tier dauerhaft schützen.