Erste Hilfe bei Erbrechen und Durchfall

Katzen und Hunde leiden nicht selten unter Erbrechen und/oder Durchfall. Meist steckt eine harmlose Verstimmung von Magen und Darm dahinter.

In den folgenden schweren Fällen gehört das Tier jedoch sofort in tierärztliche Behandlung:

  • Es erbricht Blut oder schwarz-krümeligen Mageninhalt oder der Kot ist blutig.
  • Es kann nichts – auch kein Wasser – bei sich behalten.
  • Der Bauch ist hart und schmerzhaft.
  • Das Tier bewegt sich steif.
  • Es hat Fieber. 
  • Es ist zunehmend teilnahmslos und schwach.
  • Seine Augen sind glanzlos, die Schleimhäute wirken trocken und klebrig.

In leichten Fällen sollten Sie diese Maßnahmen ergreifen:

  • Ausgewachsene Tiere mit Magen-/Darmproblemen sollten über 24 Stunden außer Wasser nichts zu sich nehmen. Ausnahmen: Jungtiere bis zu einem halben Jahr, Tiere mit chronischen Krankheiten und übergewichtige Katzen. Bei diesen Tieren sollte immer ein Tierarzt um Rat gefragt werden. 
  • Wenn es den Tieren nach dem Fastentag besser geht, sollten sie in den nächsten zwei Tagen mit einer Schonkost für Magen und Darm (z. B. einer Mischung aus gekochter Hühnchenbrust ohne Haut, sehr weich gekochtem Reis und Hüttenkäse zu jeweils gleichen Teilen) gefüttert werden. 
  • Wenn sich die Tiere nach einem Tag Fasten weiterhin erbrechen und/oder Durchfall haben, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Keinesfalls darf man Erbrechen und Durchfall ohne tierärztliche Anweisung mit Medikamenten unterdrücken. Denn sowohl beim Erbrechen als auch beim Durchfall handelt es sich um Schutzmaßnahmen des Organismus, der auf diese Weise versucht, schädliche Substanzen oder Krankheitserreger wieder loszuwerden.
  • Zum Tierarzt sollte man möglichst eine Probe des Erbrochenen und/oder eine Stuhlprobe mitnehmen.

Unter häufigem Erbrechen und Durchfall stecken oftmals Parasiten. Entgegen der landläufigen Meinung sieht man Hund und Katze nicht an, wenn sie von Würmern befallen sind. Entwurmen Sie Ihre Tiere daher regelmäßig.