Buchtipp

Ihr Hobby - Beagle
Titel:
Ihr Hobby - Beagle
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Jochen H. Eberhart
Art.Nr.:
3898600823
Details:
103 Seiten, gebunden
Beschreibung:
Der Autor Jochen H. Eberhardt ist Mitbegründer des Beagle Club Deutschland und Obmann des VDH für das Zucht- und Zuchtbuchwesen.

Beagle

Die Größe eines ausgewachsenen Beagle liegt zwischen 33 cm und 40 cm. Sein Körperbau muß dazu geeignet sein, lange und ausdauernd zu laufen, weshalb der Beagle ein sehr kompakter Hund sein muß. Das Gewicht kann zwischen zehn und achtzehn Kilogramm betragen und richtet sich immer nach Größe und Typ des Hundes. Das Gewicht ist aber von großer Bedeutung, da der Beagle über einen rassetypischen unendlichen Appetit verfügt.
Wurde der Beagle früher vorwiegend als Meutehund eingesetzt, ist er heute auf dem europäischen Festland an erster Stelle ein Familienhund. Aus diesem Grund sind soziale Kontakte sehr wichtig und darf ein Beagle niemals als Zwingerhund gehalten werden.

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Aussehen

Der Beagle ist ein ausdauernder und kräftiger Hund; er hat starke Knochen, ohne jedoch grob zu wirken. Die dunklen haselnussbraunen Augen verleihen dem Beagle einen sanften, gewinnenden Ausdruck.
 Neben seinem Wesen und der Familienfreundlichkeit sind die Farben des Beagle die Hauptattraktion. Sie sind in großer Vielfalt zu beobachten und so wird jeder Hund zum unverwechselbaren Einzelstück. Da Beagle zur Gruppe der „hounds“ gehören, sind alle anerkannten Houndfarben, mit Ausnahme von Leberbraun, zugelassen.

Die Haare können in sich einfarbig weiß, schwarz oder brauntönig sein. In seiner Gesamtfärbung kann der Beagle dreifarbig oder zweifarbig sein. Das kurze, dichte und wetterbeständige Fell ist äußerst pflegeleicht. Ein untrügliches Kennzeichen des Beagle ist seine Rutenspitze, die immer weiß ist und somit als Signalflagge am besten sichtbar ist. Die Rute sollte dick, dicht behaart sein und fröhlich aufrecht stehend getragen werden.

Der Kopf und Schädel des Beagle sollen von mäßiger Länge, kraftvoll, aber nicht grob und ohne Hautfalten sein; der Kopf der Hündin ist deutlich feminin. Die Augen sollen dunkelbraun oder haselnussbraun, ziemlich groß, aber weder tiefliegend noch hervortretend sein. Die Augenform ist grundsätzlich rundoval und der Ausdruck eines Beagles ist sanft. Das Gebiß zeigt kräftige Kiefer mit senkrecht stehenden Zähnen und regelmäßigem Biß, wobei die obere Schneidezahnreihe nahtlos über die untere greift.

Alles in allem soll der Beagle den Eindruck eines kräftigen, gesunden und ausdauernden Hundes vermitteln. Mit anderen Worten: Ein Athlet von edlem Körperbau.

Charakter

Das Wesen des Beagle wird im Standard als liebenswürdig, aufgeweckt und intelligent, ohne Anzeichen von Angriffslust und Ängstlichkeit beschrieben. Was jedoch nicht im Standard steht, sind die Dickköpfigkeit und auch die starke soziale Struktur, die Beagle in ihrer Familie benötigen.
Die Meutehund-Vergangenheit prägt den Charakter des Beagles. Die soziale Orientierung ist die Grundlage für die hervorragende Eignung dieser Rasse zum Familienhund und einer fast grenzenlosen Kinderfreundlichkeit. Schon für Kinder ist der Beagle ein idealer Spielgefährte, der nie böse wird und selbst auf ungeschickte Kinderhände nie negativ reagiert.Der Beagle ist ein stets gutgelaunter Hund von sanftem, fröhlichen und anpassungsfähigen Wesen. Er ist aber auch schon immer ein Jagdhund und wird dieser Passion nachgehen, wann immer er dazu Gelegenheit bekommt. Dies sollte man besonders bei Waldspaziergängen bedenken.

Die Hunde dieser Rasse überraschen durch flinke Auffassungsgabe und leichte Erziehbarkeit, wenn man sie der Rasse entsprechend ausbilden will. Wozu der Beagle jedoch nicht geeignet ist, ist als Wach- oder Schutzhund. Er ist Fremden gegenüber nicht misstrauisch und wird sie eher freundlich begrüßen. Und eines darf ein Beagle nie sein: scharf und aggressiv.

Herkunft

Der Beagle gehört zur vemutlich ältesten Gruppe der Jagdhunde. Im Ursprungsland Großbritannien zählt er zur Gruppe der „Hounds“, die insgesamt sechzig verschiedene Rassen umfasst. Unklar ist jedoch, von welchen Hunden sich die Beagle ableiten und wie ihre Vorfahren nach England kamen. Man vermutet, dass die ersten Hunde, die nach England kamen, Jagdhunde aus Frankreich waren.
Ab dem siebzehnten Jahrhundert ist in der Literatur immer häufiger vom Beagle die Rede. Mit Sicherheit wurzeln unsere modernen Beagle in dieser Jagdhundegruppe, die schon damals speziell für die Meutejagd auf Hasen gezüchtet wurden.
Auf dem europäischen Festland konnte der Beagle erst in den fünfziger Jahren in Frankreich, in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Schweiz und in Österreich Fuß fassen.

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Ernährung

Eine der ausgeprägtesten Eigenschaften des Beagles ist seine Verfressenheit. Er ist deshalb oft nicht sehr wählerisch und wird keine Gelegenheit auslassen, eine extra Mahlzeit zu ergattern. Welpen bis zu einem halben Jahr dürfen etwas pummelig sein, ein erwachsener Beagle darf jedoch weder windhundschlank noch rundlich sein.
Die richtige Ernährung eines Beagle ist die Grundlage für ein gesundes Wachstum, seine Aktiviät und Fitness und eine Versicherung dagegen, im fortgeschrittenen Alter krank und träge zu werden.

Sie müssen Ihrem Hund eine ausgewogene Kost anbieten, die alle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthält, die er braucht. In den letzten Jahren hat sich zunehmend das Fertigfutter als einfache und sichere Art erwiesen, dies zu erreichen.
Welches Futter Ihr Beagle am besten verträgt, ist dennoch eine Frage des Ausprobierens. Für Ratschläge und Tipps stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.
Wichtig ist auch, dass Sie Ihrem Hund – ganz gleich, was immer Sie füttern – stets eine gefüllte Schüssel mit frischem Wasser bereitstellen. Ein Hund kann mehrere Tage ohne Futter aushalten, ohne Wasser jedoch nur kurze Zeit.

Pflege

Der Beagle ist dank seines kurzen Felles leicht zu pflegen. Ein regelmäßiges Bürsten mit einer Gumminoppenbürste reicht für die Fellpflege vollkommen aus. Gebadet werden sollte er möglichst nur dann, wenn er sich in für uns übelriechenden Dingen gewälzt hat.
Das Haarkleid schützt jedoch nicht nur gegen Wind und Wetter, es ist auch Zeichen von Gesundheit. Stumpfes Haar, ständiger Haarausfall und starker Geruch deuten auf innere Erkrankungen hin. Die Haut soll frei von Schuppen und Rötungen sein, kein Juckreiz soll den Hund plagen.

Auch eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Ohren, Augen, Zähne sowie des Zahnfleisches sind unumgänglich. Bei Auffälligkeiten ist es am sinnvollsten, umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Gesundheit

Der einfachste und zugleich effektivste Rat zur Gesundheitsvorsorge ist, beobachten Sie Ihren Hund und fragen Sie sich bei auftretenden Verhaltensänderungen und äußerlich erkennbaren Veränderungen, woran dies liegen könnte. Gehen Sie der Sache lieber einmal zu oft nach, als vielleicht einen Krankheitsbeginn zu überspielen. Sobald Sie den Verdacht haben, mit Ihrem Beagle könnte etwas nicht stimmen, gehen Sie mit Ihrem Hund zum Tierarzt.
Der jährliche Besuch beim Tierarzt zur Auffrischung der Schutzimpfungen ist eine gute Möglichkeit für eine Generaluntersuchung. Impfungen und Wurmkuren schränken Ansteckungsgefahren ein.

Es gibt jedoch einige Krankheiten, die beim Beagle häufiger nachzuweisen sind, und zwar Bandscheibenerkrankungen, Hüftgelenksdysplasie, Osteochondrose, Narkolepsie, Grüner Star, Grauer Star, Dermoid, Schilddrüsenunterfunktion.

Im Allgemeinen kann über den Beagle gesagt werden, dass er ein liebenswürdiger und aufgeweckter Hund ist, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit. Er ist ein perfektes Familienmitglied, guter Spielkamerad für Kinder und auch mit Hunden anderer Rassen bestens verträglich.