Black Molly

Schwarze Pracht unter Wasser

Der Black Molly, Poecilia sphenops, ist ein idealer Fisch für den Anfänger. Viele Neueinsteiger der Aquaristik erzielen mit dem Black Molly ihre ersten Erfolge als Züchter.

Der Name „Molly“ leitet sich von der bis 1963 gültigen Gattenbezeichnung „Mollienesia“ ab. Diese Gattung wurde 1828 von Lesueur aufgestellt. Als erste Art wurde der Breitflossenkärpfling Poecilia latipinna beschrieben. Sein Vorkommen beschränkt sich auf die Küstengebiete von Florida bis Nordmexiko. Damit ist er der am weitesten nördlich vorkommende Molly. Andere Arten kommen sowohl in Mittelamerika als auch in Südamerika vor.

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Haltung und Pflege

Black Mollys gehören wissenschaftlich zu den Poeciliidae, den lebendgebärenden Zahnkarpfen. Wie der Name schon sagt, gebären sie lebende Junge.
Mollys haben eine aussergewöhnliche Anpassungsfähigkeit. In der Natur kommen sie in den ungewöhnlichsten Gewässertypen vor. Die Hartwasserbereiche Mexikos zählen zu ihren ursprünglichen Gewässern, aber auch im Brackwasser mit bis zu 80% Meerwasser, können sie gepflegt und vermehrt werden.

An der pazifischen Seite kommen Mollys auch häufig in Gewässern vor, die nur eine Gesamthärte von 4° dGH und eine Karbonathärte von 2°KH aufweisen. Zur Haltung im Aquarium empfiehlt sich eine Gesamthärte von 10-25°dGH und eine Karbonathärte von 5-15°KH.
Black Mollys sind sicher auch deswegen so beliebt, weil sie gute Algenfresser und für viele Aquarianer der ideale Anfängerfisch sind. Mitunter auch wegen ihrer großen Temperaturtoleranz. In einem Bereich von 26 - 28°C fühlen sie sich am wohlsten, doch auch in Grenzwerten zwischen 22°C und 30°C können sie noch immer problemlos überleben.

Selbst einen durch Überfütterung oder Filterausfall verursachten Sauerstoffmangel überstehen Black Mollys besser als andere Arten.
Dies darf jedoch keinesfalls zu Zugeständnissen an die Wasserqualität im Aquarium führen, denn gerade Fische aus schadstoffreichem Wasser sind ausgesprochen empfindlich und krankheitsanfällig.

Da sie eine Endgröße von 9 cm erreichen, sollte die Beckengröße 80 cm nicht unterschreiten. Für die Aufzucht von Jungtieren, sowie Quarantäne können auch kleinere Becken verwendet werden, welche dennoch 54 Liter nicht unterschreiten sollten.

Einige Pflanzen sollten unbedingt vorhanden sein, da sie neben der Verschönerung des Aquariums auch einer wesentlichen Verbesserung der Wasserqualität dienen. Feinfiedrige Pflanzen, wie Hornkräuter „Ceratophyllum sp.“, oder Haarnixen „Cabomba sp.“ bieten den Jungfischen Schutz, sowie Versteckmöglichkeiten für Weibchen, die sich den Nachstellungen der Männchen entziehen wollen.

Futter

Für ältere Black Mollys kommen dabei natürlich vor allem Algen in Frage, während Jungfische mit frischgeschlüpften Artemia-Nauplien zu schnellerem Wachstum gebracht werden können.
Die Ernährungsgrundlage bildet Trockenfutter auf pflanzlicher Basis. Einmal pro Woche sollte auch etwas Grünfutter, zB. gefrorener Spinat gereicht werden.

Zucht

Bevor es dazu kommt, wird in einem komplizierten Balzritual die Paarung vorbereitet. Geht das Weibchen durch ruhiges Schwimmen oder Stehenbleiben auf die Balz ein, versucht das Männchen hinter das Weibchen zu kommen, seine zu einem Gonopodium umgewandelte Afterflosse hochzubiegen und in ihre Geschlechtsöffnung einzuführen. Bei der Paarung werden keine einzelnen Spermien übertragen, sondern Spermienpakete. Diese können vom Weibchen im Inneren gelagert und bei Bedarf abgerufen werden, womit die Weibchen nicht vor jedem Wurf erneut begattet werden müssen.
Bei artgerechter Haltung werfen die Weibchen alle 4 Wochen bis zu 120 Jungfische. Von dieser Menge können aber nur 20 – 40 Jungtiere sofort schwimmen und sind bereits fertige kleine Mollys. Aufgrund der großen Gesamtmenge können sich aber nicht alle gleich schnell entwickeln und somit entsteht dieses Phänomen. Sie wachsen sehr schnell und sind bereits nach 5 Monaten ausgewachsen.

Wer erst einmal miterlebt hat, wie auf einmal aus dem gekauften Pärchen eine kleine Gruppe dieser immer munteren und schwimmfreudigen Fische geworden ist, der wird sich vielleicht später auch anderen Fische zuwenden, aber immer wieder Freude an einem schönen Black Molly – Aquarium haben.