Buchtipp

Der Guppi
Titel:
Der Guppi
Verlag:
Ulmer Verlag
Autor:
Michael Kempkes
Art.Nr.:
52342
Details:
Gebunden, 142 Seiten.
Beschreibung:
Obwohl sich Guppys auch unter schlechten Bedingungen vermehren, gehört zur artgerechten Pflege mehr. Michael Kempkes zeigt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich Tiere wohlfühlen und ihre ganze Farbenpracht zeigen. Wer Freude an den Zuchtformen des Guppies hat und sich mit seiner Hochzucht beschäftigen möchte, findet in diesem Buch alle Informaitonen, die er zum Aufbau eines Zuchtstammes und zur Teilnahme an Ausstellungen benötigt.

Guppy

Ein Fisch nicht nur für Anfänger

Poecilia reticulata, besser bekannt unter dem Namen Guppy, ist nicht nur ein idealer Fisch für den Anfänger, auch für Fortgeschrittene hat diese Art viel zu bieten.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Guppy von dem deutschen Ichtyologen Carl Wilhelm Peters entdeckt. Er beschrieb sie als Poecilia reticulata.

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Der Beiname reticulata (genetzt) bezieht sich auf die Weibchen, welche bei näherem Hinsehen zwischen den Schuppen kleine Pigmentreihen aufweisen, die dem Fischkörper ein genetztes Muster verleihen. Bei den Männchen ist dies wegen der bunten Deckfarben nicht zu sehen.

Durch seine heute weite Verbreitung ist seine eigentliche Heimat nicht mehr genau definierbar. Sicher ist, dass er in Venezuela, Barbados und Trinidad vorkam. Durch seine große Anpassungsfähigkeit ist er heute über die ganze Welt verbreitet.

Haltung und Pflege

Guppy haben eine aussergewöhnliche Anpassungsfähigkeit; in der Natur kommen sie in den ungewöhnlichsten Gewässertypen vor. Daher werden nahezu keine Ansprüche an die Wasserqualität gestellt. Ein zu hoher Schadstoffgehalt wird durch einen regelmäßigen Wasserwechsel vermieden. Alle 14 Tage sollten daher 30% des Beckeninhaltes gewechselt werden. Dadurch werden die Stoffwechselprodukte zwar nicht vollständig entfernt, aber stark reduziert.

Folgende Werte sind dabei einzuhalten:
PH-Wert: 6,5 bis 8
Karbonathärte: 4° bis 12° KH
Temperatur: 22° bis 30° C
Die günstigsten Werte liegen natürlich in der Mitte.

Die Weibchen können eine Körperlänge von 6 cm und die Männchen bis 3,5 cm erreichen. Da sich der Fisch in der Gruppe am wohlsten fühlt, sollte das Aquarium ein Fassungsvermögen von 50 l nicht unterschreiten.

Da die Elterntiere ihrer Brut nachstellen, ist eine dichte Bepflanzung für das Überleben der Jungfische empfehlenswert. Hierfür sind folgende Pflanzenarten geeignet:
Carbomba aquatica - Haarnixe , Elodea densa - Wasserpest, Vallisneria spiralis - Schrauben-Vallisnerie, Ceratophyllum demersum - Hornkraut.

Guppys sind gegen einige Krankheiten empfindlich. Dabei gehört die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis) zu den häufigsten, aber auch zu den am leichtesten zu behandelnden Krankheiten.

Eine Ichthyo-Infektion erkennt man an kleinen, weißen Pünktchen auf den Flossen und auf dem Körper. Durch sofortige Behandlung des erkrankten Fisches, daher Erhöhung der Wassertemperatur auf 28° C und Beigabe eines Medikamentes gegen Ichthyo (ACUMO Pharma 1), wird die Ausbreitung der Krankheit unterbunden und das Sterben des Tieres vermieden.
Diese Methode ist auch bei neuerworbenen Tieren empfehlenswert.

Die Behandlung von bakteriellen Infektionen ist wesentlich schwieriger und langwieriger bei geringeren Erfolgschancen. Die beste Methode, um diese Erkrankungen zu vermeiden, ist die Optimierung der Haltungsbedingungen (kein Überbesatz) und die Beigabe von lebenswichtigen Spurenelementen und Vitaminen.

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Ernährung

Trockenfutter, vorwiegend auf pflanzlicher Basis, bildet die Grundlage. Gerne nehmen die Tiere auch Lebendfutter oder Frostfutter, welches mindestens 1 x wöchentlich verabreicht werden sollte. Guppys gelten als nicht sonderlich anspruchsvolle Fresser, sollten jedoch abwechslungsreich ernährt werden.

Zucht

Bevor es dazu kommt, wird in einem komplizierten Balzritual die Paarung vorbereitet. Geht das Weibchen durch ruhiges Schwimmen oder Stehenbleiben auf die Balz ein, versucht das Männchen hinter das Weibchen zu kommen, seine zu einem Gonopodium umgewandelte Afterflosse hochzubiegen, und in ihre Geschlechtsöffnung einzuführen.
Bei der Paarung werden keine einzelnen Spermien übertragen, sondern Spermienpakete. Diese können vom Weibchen im Inneren gelagert und bei Bedarf abgerufen werden, womit die Weibchen nicht vor jedem Wurf erneut begattet werden müssen.
Bei artgerechter Haltung werfen die Weibchen alle 4 Wochen bis zu 100 Jungfische. Diese können sofort schwimmen und sind bereits nach der Geburt fertige kleine Guppys. Sie wachsen sehr schnell und sind bereits nach 4 Monaten ausgewachsen.

So hat der Guppy für jeden etwas zu bieten, für den Anfänger wie auch den Fortgeschrittenen. Dies erklärt wahrscheinlich, warum es sich bei ihm um den vielleicht beliebtesten Aquarienfisch handelt, der er auch in den nächsten Jahrzehnten bleiben wird.

Hätten Sie gedacht, dass es über den wohl bekanntesten Aquarienbewohner so viel zu schreiben gibt? Doch das war noch lange nicht alles. Weitere Informationen finden Sie in auf dieser Seite vorgestellten Fachbüchern.

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