Faszination Malawicichliden

Die Malawicichliden zählen zu den populärsten Fischgruppen. Ihre Farbenpracht und Artenvielfalt macht sie so beliebt.

Leider genießen sie bei manchen Aquarianern den Ruf als aggressive, pflanzenzerstörende und räuberische Rabauken. Dies ist eine Folge von falscher Artenwahl oder zu kleinem Lebensraum.

Wenn man ein bepflanztes und dekoratives Aquarium bevorzugt, sollte man von den aggressiven Mbunas (Pseudotropheus, Melanochromis und Labeotropheus ...) die Finger lassen.

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Haltung

Es gibt sehr attraktive Arten, die man auch gut untereinander vergesellschaften kann.

In den  Gattungen Aulonocara und Labidochromis gibt es einige wunderschöne Arten. Diese Cichliden sind auch für kleinere Becken (ab 80 cm) geeignet, da sie recht friedfertig und pflanzenfreundlich sind.

Die Gattungen Protomelas, Otopharynx, Placidochromis und Copadichromis sind für größere Cichliden-Gesellschaftsbecken (ab 120 cm) geeignet.

Für ein harmonisierendes Malawibecken ist natürlich die richtige Auswahl entscheidend (Ihr Tomy´s Zoo – Team berät Sie gerne). Oft werden zu ähnliche Fische vergesellschaftet, was zu ständigen Rangkämpfen führt, wodurch der unterlegene Fisch unter großem Stress leidet.

Ich empfehle eine Wassertemperatur von 26 - 28? C, 4-6 Gesamthärte, 6-8 Karbonathärte und einen PH-Wert von 7,5 – 8,5 (Originalwerte Malawisee). Diese Werte sind vor allem bei der Haltung von Wildfängen zu beachten, da diese empfindlicher sind als Aquariumnachzuchten.

Nicht empfehlenswert ist das Aufsalzen des Wassers, da es auch den Leitwert (im Malawisee 200 –250 ms) erhöht.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig, da gerade Malawicichliden zu Verfettung neigen. Hierfür eignen sich besonders Produkte von Hikari (Cichlid-Gold, Cichlid-Excel) oder Sera (granu-green, granu-meat).

Zucht

Über die Zucht sei soviel gesagt, sie ist bei den meisten Arten sehr einfach, da es sich um Maulbrüter handelt. Die Paarbindung befristet sich auf den Ablaichvorgang, danach ziehen sich die Weibchen in vorhandene Verstecke zurück. Nach ca. 17–21 Tagen werden, je nach Art und Größe der Tiere, 15-100 Jungfisch aus dem Maul entlassen.

Leider ist es mir in diesem Artikel nicht möglich die Artenvielfalt und Neuentdeckungen in einem der größten Seen Afrikas zu beschreiben, hierfür möchte ich auf gute Fachliteratur verweisen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in die „Faszination Malawicichliden“ ermöglichen und würde mich freuen, Sie bei einem Besuch im Tomy´s Zoo, beraten zu dürfen.