Buchtipp

Ihr Hobby - Prachtschmerlen
Titel:
Ihr Hobby - Prachtschmerlen
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Gernhard & Schmidt
Art.Nr.:
3933646480
Details:
80 Seiten, gebunden mit vielen Farbfotos.
Beschreibung:
-

Ein friedlicher Zeitgenosse: Die Schachbrettschmerle

Die Schachbrettschmerle Botia sidthimunki wurde erstmals Ende der fünfziger Jahre im Zoofachhandel angeboten. Diese attraktiven Prachtschmerlen, damals noch in größeren Mengen eingeführt, stammten aus dem nördlichen Thailand. Trübe, lehmhaltige Kleingewässer, die gelegentlich fast zu zähflüssigen Rinnsalen austrocknen, waren die Fangorte.

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Die silberfarbene, gelegentlich auch goldfarben aussehende, lang gestreckte Schachbrettschmerle besitzt drei paar Barteln. Unter dem Auge befindet sich ein aufricht- und arretierbarer Augendorn oder Stachel. Bei unvorsichtigem Umgang mit den Schmerlen kann sich der Aquarianer kleine Stichverletzungen zuziehen. Im Vergleich mit den Augendornen von großen Prachtschmerlen, Botia macracanthus sind diese Dornen der Schachbrettschmerle kleine Winzlinge. Der an der Schnauze zugespitzte Kopf lässt den Fisch sehr hydrodynamisch aussehen. An der Schnauzenspitze beginnen auf jeder Körperseite zwei dunkle braunschwarze Längsstreifen. Den Namen Schachbrettschmerle verdankt der Fisch verschiedenen senkrechten dunklen Verbindungslinien zwischen den oberen und unteren Streifen.

Die Aquariengröße für die ca. 6 cm groß werdende Schachbrettschmerle sollte eine Kantenlänge von 60 cm keinesfalls unterschreiten. Im Gegensatz zur Wärme liebenden Prachtschmerle Botia macracanthus, reichen für die Schachbrettschmerle Temperaturen von 24 – 26°. Da sich die Fische eher in den unteren Regionen des Aquariums aufhalten, sollte als Bodengrund Sand oder feiner Kies verwendet werden. Für die Einrichtung des Schmerlenaquariums eigenen sich unter anderen Moorkienwurzeln, Kokosnussschalen mit Eingangsloch sowie Kunststoffröhren oder andere Höhlen verschiedenen Durchmessers. Eine Schwimmpflanzendecke zur Abdunklung der Lichtverhältnisse steigert das Wohlbefinden der Fische.

Bei weichem bis mittelhartem Wasser (KH: 4 bis 6, dGH: 6 bis 12, pH: 6 bis 7) fühlen sich die Tiere am wohlsten.

Die Schachbrettschmerle ist zwar kein Schwarmfisch, sollte aber dennoch immer in Gruppen von mindestens 3 bis 5 Tieren gehalten werden. Die innerartlich und zu anderen Fischen absolut friedliche Schachbrettschmerle kann problemlos mit anderen, nicht zu großen und ruppigen Aquarienbewohnern vergesellschaftet werden. Auch kleine Schwarmfische, wie zum Beispiel Neonsalmler, oder die auch aus dem asiatischen Raum stammenden Keilfleckbärblinge werden von den Schachbrettschmerlen nicht behelligt. Auch andere Bodenbewohner, wie zum Beispiel Panzerwelse der Gattung Corydoras eigenen sich als Mitbewohner.

Trotz der zum Wohlbefinden der Fische wichtigen, leichten Strömung sollte auf eine Bepflanzung nicht verzichtet werden. Hierfür eigenen sich verschieden Cryptocorynen Arten, sowie das Fettblatt (Bacopa monnieri) oder Schwarzwurzelfarne (Microsorium pteropus).

Die Schachbrettschmerle ist ein Allesfresser. Gerne wird lebendes Futter, wie kleine Enchyträen, Mückenlarven oder Wasserflöhe genommen, Flockenfutter und Futtertabletten in tierischer als aber auch in pflanzlicher Form bilden den Hauptteil der Ernährung für die im Aquarium gehaltenen Tiere. Zusätzlich können auch weich gekochte und zerdrückte Teigwaren und eingeweichte Haferflocken angeboten werden.

Die Nachzucht ist bisher nur in Teichen in Thailand um Malaysia gelungen. Auch die Geschlechterbestimmung der Tiere ist nur möglich, wenn die Weibchen einen Laichansatz besitzen. Die Hoffnung diese Schmerlen auch im Aquarium zu vermehren hat sich bisher noch nicht erfüllt.
Die Schachbrettschmerle gehört zu den kleinsten Vertretern der Gattung Botia und sollte in keinem gut gepflegten Gesellschaftsaquarium fehlen.