Buchtipp

Ihr Hobby - Skalare
Titel:
Ihr Hobby - Skalare
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Siegfried Brall
Art.Nr.:
3931792307
Details:
79 Seiten, gebunden mit vielen Farbfotos.
Beschreibung:
Der Segelflosser oder Skalar gehört zu den bekanntesten Aquarienfischen aus Lateinamerika. Mit seiner Ersteinfuhr vor mehr als 80 Jahren, wurde er einer der begehrtesten Aquarienfische und für Jahrzehnte als König der Aquarienfische bezeichnetSeine Beliebtheit beruht auf der außergewöhnlichen Körperform und dem interessanten Fortpflanzungsverhalten.

Skalare

Eleganz aus dem Regenwald

Vor nicht allzu langer Zeit war der Skalar ein ebenso begehrter und sagenumwobener Buntbarsch, wie es heute Diskusfische sind. Mit den zunehmenden Zuchterfolgen in größeren Mengen , hat er dann allerdings etwas von seinem geheimnisvollen Glanz verloren. Die leider viel zu selten angebotenen Wildformen sind heutzutage wieder sehr begehrt.

Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Skalars erfolgte unter dem Namen Zeus skalaris durch Lichtenstein im Jahre 1823. In dieser Zeit war die Auffassung von den Buntbarschen als Verwandtschaftsgruppe noch sehr konfus, weshalb sie als Chromiden bezeichnet wurden. Im Jahre 1831 beschrieb Cuvier die Fische unter dem Namen Platax scalaris, in dem Glauben er hätte eine noch unbeschriebene Art vor sich. Dreißig Jahre später wurde die Endung des Artnamens von Platax scalaris in Platax scalare verändert. Anfang des 20 Jahrhunderts wurde der heute noch gültige Gattungsname Pterophyllum zum ersten Mal erwähnt.

Die Gattung Pterophyllum lebt ausschließlich in Südamerika, wobei die unterschiedlichen Formen größtenteils auf verschiedene Gebiete begrenzt sind.

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Aussehen

Der Körper des Skalars ist scheibenförmig zusammengedrückt und sehr hoch. Die Rücken- und Afterflosse (Dorsale und Anale) sind stark verlängert, was den Fisch höher als lang erscheinen läßt. Die Bauchflossen (Ventralen) sind säbelförmig gebogen und lang ausgezogen, wobei sie im unteren Teil nur noch schmale Stäbchen bilden.

Die Färbung der Skalare ist silberglänzend mit zum Teil blau angehauchten Punkten im Flossenbereich. Mit Ausnahme einiger Zuchtformen weisen alle Arten eine dunkle Querbänderung auf.

Die Pflege

Generell kann man sagen, dass der Skalar ein pflegeleichter Aquarienbewohner ist.
Die Behausung eines ausgewachsenen Skalars sollte mindestens 40 cm, besser wären aber 50 cm, hoch sein. Die Beckenlänge für ausgewachsene Skalare sollte einen Meter nicht unterschreiten. Wie auch beim Diskus, sollte das Wasser mäßig hart sein, d.h. 8°-10° dGH, 4-6 KH und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0 aufweisen. Damit sich der Skalar richtig wohlfühlt, benötigt er dazu noch eine Temperatur zwischen 26 und 28°C. Für Wildformen sollte der pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8 und die Härte zwischen 0 und 3° dGH liegen.
Die Filterung sollte nur mäßig stark sein, die Strömung eher gering.

Die Haltung von Skalaren ist nicht mit spezifischen Schwierigkeiten verbunden, außer dem Verschwinden von zu kleinen Mitbewohnern und einigen frischen Pflanzentrieben.

Gut eignen sich größere Salmler, wie z.B. Kirschflecksalmler, rote und schwarze Phantomsalmler oder der afrikanische Kongosalmler.

Bei kleineren Salmlern, wie z.B. Neonsalmler, empfiehlt es sich, diese gemeinsam mit Jungtieren von Skalaren einzusetzen.
Weitere gut geeignete Beifische sind Panzerwelse der Gattung Corydoras sowie algenfressende Welse der Gattungen Ancistrus, Sturisoma und Rineloricaria.

Gemäß dem natürlichen Lebensraum als Vorbild sollte ein Skalaraquarium hauptsächlich mit Wurzelstücken und feinem 1 bis 2 mm Kies eingerichtet werden. Desweiteren sollte man für eine dichte Bepflanzung sorgen, wozu bei einem Regionalbecken große Echinodorus als Leitpflanzen und Eleocharis, Cabomba und Myriophyllum als Begleitpflanzen Verwendung finden. Ebenso eignen sich auch Hygrophila- und Cryptocorynenarten. Um zu starke Lichtintensität zu vermeiden, bietet sich der Gebrauch von Schwimmpflanzen an. An den Seiten kann man Vallisneria pflanzen, die ebenso robust wie schnellwüchsig sind.

Vermehrung

Im Aquarium bevorzugen die Tiere die mittleren Wasserschichten zum Ablaichen, wobei hier angefangen von Einrichtungsgegenständen über Blätter, Ansaugrohre des Filters bis hin zu den Scheiben alles den Zweck erfüllt.

Das Weibchen heftet seine Eier in Reihen vertikal von unten nach oben auf das Laichsubstrat. Das Männchen beginnt daraufhin sofort mit der Befruchtung.
Liegt die Wassertemperatur bei ca. 30°C, kann man schon nach 42 – 44 Stunden die Jungtiere schlüpfen sehen. Die Elterntiere bekauen die Eier, um den Larven das Ausschlüpfen zu erleichtern. Danach werden die Larven von den Eltern auf ein anderes Substrat umgesiedelt.

Ernährung

Skalare sind keine Futterspezialisten und haben sich mit ihren Bedürfnissen an ihre natürliche Umgebung angepaßt. Sie sind Fleischfresser und nehmen pflanzliche Nahrung nur indirekt über die Inhaltsstoffe der Nährtiere auf.
Heute gibt es bereits zahlreiche Fertigfutter für Cichliden, wie Futterpellets und Flockenfutter. Auch verschiedene Frostfuttersorten, wie z.B. Weiße und Schwarze Mückenlarven, Artemia und Krill, sollten am Speiseplan der Skalare nicht fehlen.

Wie oft Skalare gefüttert werden sollen, hängt von deren Alter ab. Erwachsene Skalare können täglich zwei- bis dreimal gefüttert werden; bei Jungtieren empfiehlt es sich, täglich mehrere kleine Futterrationen zu verabreichen. Achten Sie jedoch darauf, niemals mehr zu füttern, als in wenigen Minuten von den Tieren aufgenommen wird.
Weiters sollten Skalare nie unmittelbar nach dem Einschalten der Beleuchtung gefüttert werden, da sie eine gewisse Zeit benötigen, um aufzuwachen und aktiv zu werden.

Die Beliebtheit des Skalars beruht auf seiner außergewöhnlichen Körperform, der majestätischen Schwimmweise und dem interessanten Fortpflanzungsverhalten. Jedes Pflanzenaquarium wird durch diesen schönen Fisch noch mehr geschmückt.