Buchtipp

System für faszinierende Aquarien
Titel:
System für faszinierende Aquarien
Verlag:
Dennerle
Autor:
Christel Kasselmann
Art.Nr.:
20021
Details:
Der große Dennerle Ratgeber. 189 Seiten, gebunden.
Beschreibung:
Alles über Technik, Pflanzen, Wasser, Fische und Futter. Beschrieben werden unter anderem über 240 Aquarienpflanzen und 50 Unterwasserlandschaften mit Pflanzplänen.

Das Miniaquarium

Kleine Aquarien - reden wir im wei­teren Artikel einfach von einem Miniquarium - erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Garnelen, Krebse oder nur wenige Zentimeter große Mi­ni-Fische wie, z.B. Zwerg-Rasbora-Arten sind voll im Trend und die Industrie bie­tet für diese Fischchen heute hochwer­tige kleine Aquariensets an. Steht man aber als frischgebackener Besitzer - oder gebackene Besitzerin – vor der Ar­tenvielfalt einer Wasserpflanzenanlage, so stellen sich gleich mehrere Fragen: Welche Pflanze lässt sich in mein neues Mini-Ökosystem am besten integrieren, welche wächst auch bei niedrigen Tem­peraturen (viele Mini-Aquarien werden nur durch die Beleuchtung erwärmt) und welche passt von der Größe her? Denn wir wollen gerade bei kleinen Wasservolumina keine häufigen Pflege­einsätze durch schnell wachsende Arten und schließlich sollen die neuen Pflan­zen auch nicht die Abdeckung durch gutes Wachstum nach oben drücken.

In den Boden oder nach oben ?

In einem Miniquarium haben wir nur wenig Bodenfläche zur Verfügung und daher bietet sich das Aufbinden von Aquarienpflanzen auf Steine oder Wurzeln an, um eine dritte Dimension in der Gestaltung zu erschließen. Nor­maler Zwirnfaden in grün ist gut ge­eignet und Pflanzen wie z.B. Javamoos, Javafarn (die Variante Windelov ist zierlicher und kleiner) oder Kongofarn wachsen nach einiger Zeit auf dem Sub­strat fest.

Die positiven Effekte von Wasser­pflanzen in „normalen“ Aquarien von mehr als 60 l Inhalt füllen ganze Bücher, aber gerade für Miniquarien sind Pflanzen regelrecht überlebens­notwendig: Sie produzieren durch ihren Stoffwechsel Sauerstoff, ent­nehmen dem Wasser Schadstoffe und bilden wichtige Rückzugsmög­lichkeiten für die tierischen Bewoh­ner. Ein Pflanzensubstrat als unterste Bodenschicht stellt die Nährstoffver­sorgung für einen langen Zeitraum sicher.