Kleine Aquarien - reden wir im weiteren Artikel einfach von einem Miniquarium - erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Garnelen, Krebse oder nur wenige Zentimeter große Mini-Fische wie, z.B. Zwerg-Rasbora-Arten sind voll im Trend und die Industrie bietet für diese Fischchen heute hochwertige kleine Aquariensets an. Steht man aber als frischgebackener Besitzer - oder gebackene Besitzerin – vor der Artenvielfalt einer Wasserpflanzenanlage, so stellen sich gleich mehrere Fragen: Welche Pflanze lässt sich in mein neues Mini-Ökosystem am besten integrieren, welche wächst auch bei niedrigen Temperaturen (viele Mini-Aquarien werden nur durch die Beleuchtung erwärmt) und welche passt von der Größe her? Denn wir wollen gerade bei kleinen Wasservolumina keine häufigen Pflegeeinsätze durch schnell wachsende Arten und schließlich sollen die neuen Pflanzen auch nicht die Abdeckung durch gutes Wachstum nach oben drücken.
In den Boden oder nach oben ?
In einem Miniquarium haben wir nur wenig Bodenfläche zur Verfügung und daher bietet sich das Aufbinden von Aquarienpflanzen auf Steine oder Wurzeln an, um eine dritte Dimension in der Gestaltung zu erschließen. Normaler Zwirnfaden in grün ist gut geeignet und Pflanzen wie z.B. Javamoos, Javafarn (die Variante Windelov ist zierlicher und kleiner) oder Kongofarn wachsen nach einiger Zeit auf dem Substrat fest.
Die positiven Effekte von Wasserpflanzen in „normalen“ Aquarien von mehr als 60 l Inhalt füllen ganze Bücher, aber gerade für Miniquarien sind Pflanzen regelrecht überlebensnotwendig: Sie produzieren durch ihren Stoffwechsel Sauerstoff, entnehmen dem Wasser Schadstoffe und bilden wichtige Rückzugsmöglichkeiten für die tierischen Bewohner. Ein Pflanzensubstrat als unterste Bodenschicht stellt die Nährstoffversorgung für einen langen Zeitraum sicher.