Fischtransport/Krankheitsvorbeugung

Da für die Zierfische der Transport ein sehr belastender Bereich, der Zierfischhaltung ist, wollen wir Ihnen einige Tipps für den sicheren Transport und das schonende Einsetzen in das Aquarium geben.

Denn gerade der Transport schwächt das Immunsystem der Fische enorm. Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit gegen diverse Krankheiten und Parasiten. Bei den meisten Krankheiten (die Erreger sind immer vorhanden) handelt es sich um Schwächekrankheiten. Das heißt, das Immunsystem wird durch den Transport geschwächt. Dadurch werden die Fische anfälliger für Krankheiten.

Auch eventuelle schlechte Haltungsbedingungen (Wasserqualität, einseitige Fütterung, Unterdrückung  durch andere dominierende Fische bei zu wenig Versteckmöglichkeiten) können Krankheiten begünstigen. Wir sind besonders bei den Fischen auf beste Qualität bedacht. Dies beginnt bei uns schon beim Einkauf. 98% unserer Süßwasserfische stammen von ausgesuchten europäischen Züchtern. Die Vorteile sind kurze Transportwege und ständiger Kontakt zu den Züchtern. Bei der Ankunft werden die Fische langsam an unsere Wasserwerte angepasst und in Quarantäne gehalten bzw. gegebenenfalls behandelt.

Die Tiere werden mit bestem Futter versorgt und durch regelmäßigen (automatischen) Wasserwechsel bei besten Bedingungen gehältert. Die so gehälterten Fische bekommen Sie in einem Plastikbeutel mit 1/3 Wasser und 2/3 Luft verpackt. Grundsätzlich sollte die Transportzeit so kurz als möglich sein. Sollten Sie weiter entfernt wohnen, teilen Sie dies bitte unserem Verkaufspersonal mit. Wir verpacken dann die Fische etwas großzügiger. Wichtig ist, das sich die Temperatur nicht wesentlich verändert. Im Sommer besteht die Gefahr der Überhitzung, im Winter kann das Transportwasser sehr schnell auskühlen. Im Kassenbereich finden Sie Zeitungsmaterial zum verpacken. Für den Transport haben sich auch Kühltaschen (natürlich ohne Kühlakku) sehr gut bewährt.

Zu Hause angekommen stellen Sie den Transportbeutel in einen sauberen Kübel, öffnen ihn und gießen langsam (am besten mit einem dünnen Schlauch mit 4/6 mm Durchmesser) Aquarienwasser in den Beutel bis dieser zu gut 2/3 gefüllt ist. Dadurch werden die Wasserwerte (PH-Wert, Härte, Temperatur, etc.) angepasst und die Umstellung vollzieht sich langsam und schonend. Nach ca. 30 Minuten können Sie die Zierfische trocken, das heißt ohne Transportwasser, in das Aquarium umsetzten. Beobachten Sie noch einige Zeit, ob sich die Neuankömmlinge mit den „Hausherrn“ vertragen. Gerade neu eingesetzte Fische werden gerne gejagt.

Natürlich kann trotz aller Bemühungen ein Fisch erkranken. In so einem Fall bitten wir Sie, sofort nach dem Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen um Kontaktaufnahme, damit wir Sie bezüglich der Behandlung beraten können. Sollte die Erkrankung nicht mit freiem Auge diagnosdiziert werden können, können wir Ihnen mit Hilfe der Mikroskopie sicher weiterhelfen. Weiters würden wir in so einem Fall eine Wasserprobe bzw. einen befallenen Fisch (zur Ursachenfindung) benötigen.

Noch ein Tipp zum Schluss. Bepflanzen Sie Ihr Aquarium sehr stark und achten Sie darauf, das Ihre Pflanzen gut wachsen (CO2-Düngung, Eisendünger, gute Beleuchtung  etc). Die meisten Parasiten vermehren sich durch Schwärmer. Diese suchen sich dann einen Wirt (Fisch). Diese Schwärmer können nur hell und dunkel unterscheiden und haben nur einige wenige Versuche, um einen Fisch zu finden. Durch das hell/dunkel sehen kann der Schwärmer nicht zwischen Fisch und Pflanze unterscheiden. Sollte er sich (hoffentlich) einige male irren, stirbt er ab. Außerdem wurde nachgewiesen, das Pflanzen eine antibiotische Wirkung haben und auf diesem Weg die Gefahr einer Infektion vermindern.

Über den richtigen Weg zu einem schön bepflanzten Aquarium werden wir in einem getrennten Artikel ausführlich berichten.