Buchtipp

Garnelen und Krebse
Titel:
Garnelen und Krebse
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Hans Gonella
Art.Nr.:
39317922870
Details:
95 Seiten, gebunden.
Beschreibung:
Ein hervorragendes Buch aus der BEDE Ratgeber- Serie. Beginnend mit der Systematik der Krebstiere gehen die behandelten Themen zu Köperbau der Krebstiere, Ausstattung eines Garnelenaquariums, Vorstellung der verschiedenen geeigneten Arten bis hin zur Zucht und der Erkennung von Krankheiten. Ein umfangreiches, informatives Buch, das das notwendige Grundwissen zum Thema Krebstiere einfach vermittelt.

Garnelen im Süßwasseraquarium

Garnelen werden in Europa schon seit vielen Jahren in Aquarien – meist als attraktive Ergänzung zum Fischbesatz - gehalten und gepflegt. Gut und richtig gepflegt, sind Garnelen sehr dankbare Aquarienbewohner, die wenig Probleme bereiten.

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Obwohl man Süßwassergarnelen sehr gut mit bestimmten Fischarten zusammen halten kann, lohnt es sich trotzdem, diese Tiere in einem Artaquarium zu pflegen. Auf diese Weise lassen sich die interessanten Verhaltensweisen gut beobachten.

Der Artenreichtum unter den Süßwassergarnelen ist beinahe unerschöpflich – auch die Größe dieser Tiere variiert von wenigen Zentimetern bis zu 30 cm. Als Süßwassergarnelen gelten auch diese Arten, die ihr Jugendstadium im Meer verbringen und später zur Fortpflanzung die Flüsse aufwärts wandern. Viele Arten sind heute aus Südamerika bekannt, wobei sie zahlenmäßig noch von den asiatischen Garnelen übertroffen werden. Diese Garnelen sind in Formen- und Farbenreichtum faszinierend.

Unter der Vielzahl an Süßwassergarnelen finden sich auch sehr kleine Arten, die bereits in sehr kleinen Aquarien gehalten werden können. Grundsatz ist jedoch, je größer ein Aquarium ist, umso günstiger wirkt sich dies auf die Tiere aus. Garnelen reagieren sehr auf Schwankungen in der Wassergüte und eine gute Wasserqualität ist natürlich in größeren Aquarien einfacher zu halten. Bei einem Wasserwechsel alle paar Wochen sind hohe Wasserbelastungen weitgehend auszuschließen. Dies wirkt sich positiv auf die Gesunderhaltung der Garnelen aus und unterstützt gleichzeitig ihre Bereitschaft zur Fortpflanzung.

Eine, der wohl bekanntesten Garnelenart, ist die Amanogarnele. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten, kann man diese Süßwassergarnele in fast jedem Aquarienwasser halten und ist hervorragend dazu geeignet, das Aquarium algenfrei zu halten. Sie sind zur Zeit wahrscheinlich die besten natürlichen Algenvertilger in der Aquaristik.

Die Amanogarnele gehört zur Familie der Zwerggarnelen und wird ausgewachsen bis zu 5 cm lang, wobei die Weibchen etwas massiger und kleiner als die Männchen werden. Sie können in einem Aquarium ab 60 Liter Inhalt erfolgreich gepflegt werden, wobei das Becken dicht gepflanzt sein sollte. Die Amanogarnele kann sehr gut vergesellschaftet werden, da sie kleineren Fischen und Artgenossen gegenüber sehr friedlich ist.

Bei der Pflege von Süßwassergarnelen sollte das Aquarium über eine Technik verfügen, wie sie in einem normalen Aquarium mit tropischen Zierfischen verwendet wird. Da für eine dauerhafte Pflege saubere und sauerstoffreiche Verhältnisse Voraussetzung sind, muß das Wasser durch einen leistungsstarken Filter gefiltert werden. Ob das Aquarium zu beheizen ist oder nicht, hängt von der Art der Süßwassergarnele ab, die gehalten wird.

Es sollte auch auf eine üppige Bepflanzung des Aquariums nicht verzichtet werden. Viele Arten der Garnelen vertreiben sich den Großteil des Tages damit, die Pflanzenblätter zu putzen – denn sie finden auf den Planzen viel Fressbares, von heranwachsenden Algen bis zu Mikroorganismen. Weiters benötigen diese Tiere für ihr Wohlbefinden ausreichende Versteckmöglichkeiten, was sie zwischen den Pflanzen finden. Bei den meisten Garnelenarten ist die Nahrungspalette sehr groß; neben pflanzlichen Nahrungsbestandteilen bevorzugen viele auch tierisches Futter. Auch Flockenfutter und andere Futtersorten für Fische dürfen angeboten werden, sollten jedoch nicht als alleiniges Futter dienen.

Es können bei der Pflege von Garnelen immer wieder Schwierigkeiten entstehen, wobei es sich dann meistens um Pflegefehler handelt. Wie bereits vorab erwähnt, sind die Hauptursachen für solche Probleme instabile Verhältnisse bezüglich Wasserqualität und Wassergüte. Hierauf sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Grundsätzlich kann man sagen, dass fast alle Arten der Süßwassergarnelen als friedliche Krebstiere einzustufen sind und wenig Aggressionen gegenüber Artgenossen oder artfremden Tieren zeigen.