Parklandschaften unter Wasser

Üppig gedeihende Pflanzen machen ein Aquarium zu einer beeindruckenden Traumlandschaft und spielen als „grüner Motor“ eine wichtige Rolle: Bei gutem Wachstum sorgen sie dafür, dass sich Fische wohlfühlen und Algen keine Chance haben. Dazu benötigen sie eine optimale Pflege, ausreichend Licht und eine gute Nährstoffversorgung durch ein hochwertiges Düngesystem. Bei Verwendung einer Kohlendioxiddüngung können auch anspruchsvolle Arten erfolgreich kultiviert werden, den CO2 ist der wichtigste Pflanzennährstoff. Auch ein optimal aufgebauter Bodengrund ist unverzichtbar…

Schicht 1: der Nährboden

Die unterste Schicht eines Bodengrundes sollte immer aus einem Nährboden bestehen, aus dem die Pflanzenwurzeln einen Teil ihrer Nährstoffe entnehmen. Ein guter Nährboden besteht aus verschiedenen Substanzen wie Ton, Humusanteilen und anorganischen Pflanzennährstoffen. Der Ton speichert Nährstoffe und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Die organischen Substanzen aus dem Humusanteil werden von Bakterien im Bodengrund abgebaut und dann zu komplexen Pflanzennährstoffen mineralisiert. Die anorganischen Nährstoffe werden von den Wasserpflanzen über die Wurzeln aufgenommen. Algen können auf dieses Depot nicht zurückgreifen, sie profitieren als „Mitesser“ vielmehr von flüssigen Düngern.

 

Schicht 2: die Kiesschicht

Auf den Nährboden wird eine Kiesschicht aufgebracht, die ca. 6 bis 7 cm dick sein sollte. In ihr verankern sich die Pflanzenwurzeln, daher sollte diese Schicht nicht zu dünn sein. Wichtig ist, dass der Bodengrund keine Härtebildner an das Wasser abgibt und die Körner abgerundet sind, damit die empfindlichen Barteln von Bodenfischen nicht gereizt werden. Dunkle Töne intensivieren übrigens die Farbe der Fische: Um weniger aufzufallen, passen diese nämlich ihre Färbung der Umgebung an. Besonders rote Garnelenformen begeistern auf dunkelbraunem oder schwarzem Kies.

 

Der Bodengrund als Biofilter

Damit der Bodengrund zu einem riesigen Biofilter wird und so die Wasserreinigung unterstützt, ist der Einsatz eines Bodenfluters sinnvoll. Das ist ein schwach dimensioniertes 12-V-Heizkabel, das für eine langsame und stetige Durchströmung des Bodengrundes sorgt. Das erwärmte Wasser steigt auf und durch die Zirkulation wird das Bakterienwachstum im Bodengrund optimiert. Bei der Neueinrichtung eines Aquariums sollte gut überlegt werden, ob man einen Bodenfluter verwenden möchte, denn nachträglich kann er nicht mehr eingebaut werden.

 

TIPP

Schwertpflanzen im Aquarium

Die beliebten Echinodorus-Arten aus Südamerika nehmen einen Großteil der benötigten Nährstoffe mit den Wurzeln auf, sodass sie bei einem Bodengrund mit Nährboden als unterste Schicht besonders gut wachsen. Einzeln stehende Echinodorus-Pflanzen lassen sich prima mit Düngetabs versorgen, die neben die Wurzel in den Grund gedrückt werden. Einige Wasserpflanzen wurzeln nicht im Bodengrund, sondern wachsen auf Oberflächen von Dekorationsmaterial, wo sie sich verankern können. Mit einem dünnen Baumwollfaden werden die Pflanzen aufgebunden und heften nach einiger Zeit fest.