Buchtipp

Handbuch Aquarienwasser
Titel:
Handbuch Aquarienwasser
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Hanns-J. Krause
Art.Nr.:
330
Details:
128 Seiten, gebunden 5. aktualisierte Auflage.
Beschreibung:
In diesem wohl umfassendsten Nachschlagwerk stecken über 50 Jahre Erfahrung als Aquarianer. Hier finden Anfänger und Fortgeschrittene klare Antworten auf praktisch alle Fragen der Wasserchemie. Hanns-J. Krause ist der Fachmann für Aquarientechnik und Aquarienchemie.

Ein wenig Wasserchemie

Bei der Wasserhärte unterscheidet man die Gesamthärte (GH) und die Karbonathärte (KH). Gemessen wird die Härte in Graden. Die Karbonathärte wird auch temporäre oder vorübergehende Härte genannt. Diese Härte wird beim Kochen ausgeschieden. Die KH ist für die Aquaristik sehr wichtig, da sie das Säurebindevermögen angibt. Die Karbonathärte bleibt im Wasser nur beständig, wenn eine gewisse Menge CO2 vorhanden ist. Wird diese Menge unterschritten zerfällt ein Teil der KH. Diesen Vorgang nennt man biogene Entkalkung. Für die Praxis bedeutet das, dass wir in einem Aquarienwasser mit hoher KH nur sehr begrenzt und mühsam den pH-Wert (Säuregrad) senken können.

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Der pH -Wert wird am einfachsten mit einer CO2 Düngeanlage gesenkt. Die Pflanzen wachsen dadurch enorm und der PH-Wert wird gesenkt. Hat man jedoch eine hohe KH, wird das meiste CO2 gebunden (Säurebindevermögen) und der PH-Wert sinkt nicht. Es hat in diesem Fall keinen Sinn, ja es kann sogar gefährlich für die Fische sein, die CO2 Menge weiter zu erhöhen. Viel sinnvoller ist es, die KH durch die Zugabe von weichem (Osmose) Wasser zu senken. Der pHWert sinkt dadurch trotz gleicher Menge CO2. Alle Fische aus Weichwassergebieten (z.B. viele Salmler) fühlen sich wohl und das Pflanzenwachstum macht einfach Freude.

Neben den oben genannten Wasserwerten sollten sie noch Nitrit (NO2), Nitrat (NO3) und Phosphat (PO4) regelmäßig kontrollieren. Vor allem ein hoher Phosphatwert sorgt meist für reiches Algenwachstum. Sollten sie einen hohen PO4 Wert im Aquarienwasser vorfinden, gibt es zwei Lösungen. Teilwasserwechsel mit PO4-freiem Wasser oder ein Phosphatfiltermaterial einsetzen. Sind die Werte wieder in Ordnung, hört meist auch die Alge auf zu wachsen.

Die vorangegangenen Schilderungen wurden bewusst vereinfacht gehalten. Wer es ganz genau wissen will, dem können wir das „Handbuch Aquarienwasser“ empfehlen. In diesem Buch werden alle Fragen rund um das Aquarienwasser beantwortet.