Buchtipp

Mein gesunder Schnauzer
Titel:
Mein gesunder Schnauzer
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Daniela Degen
Art.Nr.:
LI3524
Details:
118 Seiten, gebunden
Beschreibung:
Inhalt: Entstehungsgeschichte der Rasse - Charakter und Körperbau - Die Auswahl - Die Erziehung - Vorbeugende Maßnahmen und Gesundheitspflege - Krankheiten - Infektionen und Parasitosen - Erste Hilfe

Zwerg, Mittel- und Riesenschnauzer

Der Schnauzer ist sehr auffallend durch die langen Haare am Fang und an den Brauen. Die drei unerschiedlichen Größen Zwerg-, Mittel- und Riesenschnauzer sind als eigene Rassen anerkannt, aber in ihrem Wesen sind sie sehr einheitlich.
Die Rassegeschichte des Schnauzers beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, doch die Wurzeln dieser Hunde lassen sich bis weit ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die drei Schnauzer sind deutsche Hunderassen, deren Ursprünge im Süden des Landes zu suchen sind, wo sie auf Bauernhöfen gelebt haben. In der Zwischenzeit haben die Hunde ihren Weg in alle Teile der Welt gefunden, wo sie aufgrund ihrer vielfältigen Gebrauchseignungen hoch geschätzt werden.

In ihrem Wesen zeigen sich die drei Schläge sehr einheitlich und lassen immer noch viele Gemeinsamkeiten mit ihren Ahnen erkennen. Schnauzer sind sehr anhängliche Hunde, die ihre Familie lieben. Fremden gegenüber sind sie aber misstrauisch und immer wachsam, ohne dabei aber ihre Gutartigkeit zu verlieren. Mit großer Zuverlässigkeit wird jeder neuer Besucher angemeldet.
Schnauzer sind ausdauernd und gut auszubilden – man muß jedoch mit ihrer teilweisen Dickköpfigkeit umgehen können. Naturgemäß ist der Riesenschnauzer der bedächtigste und insgesamt der ruhigste Vertreter der drei Rassen.

FotoFoto

Zwergschnauzer

Die allgemeine Erscheinung sollte klein, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhaarig und elegant sein. Das verkleinerte Abbild des Schnauzers, ohne die Mängel zwergenhafter Erscheinung.

Die Widerristhöhe der Rüden und Hündinnen liegt zwischen 30 und 35 cm, das Gewicht zwischen 4,5 und 7 kg. Als Farbschläge werden rein Schwarz mit schwarzer Unterwolle, Pfeffersalz, Schwarzsilber und rein Weiß mit weißer Unterwolle anerkannt, wobei das Haar drahtig, hart und dicht sein soll.
Der Zwergschnauzer verfügt über ein hochentwickeltes Temperament. Auf der einen Seite ist er immer zum Spielen aufgelegt und nicht müde zu bekommen, auf der anderen Seite kann er aber auch in der Wohnung ein sehr ruhiger Hund sein. Er ist lebhaft, blitzschnell, beweglich, sehr treu gegenüber seinen Menschen, klug und überaus mutig.

Durch seine ausgezeichneten Eigenschaften und vorteilhaften Wesenszüge läßt sich der Zwergschnauzer leicht zum Begleithund, Wach- oder Fährtenhund ausbilden. Dies bereitet nicht nur Hund und Mensch viel Spaß, ihr Hund wird mit einer sinnvollen Beschäftigung auch viel zufriedener und ausgeglichener sein.

Mittelschnauzer

Der Standard beschreibt das allgemeine Erscheinungsbild des Schnauzers als mittelgroß, kräftig, eher gedrungen als schlank und rauhaarig.
Die Widerristhöhe liegt zwischen 45 und 50 cm, das Gewicht bei 14 bis 20 kg. Als Farben werden rein Schwarz mit schwarzer Unterwolle und Pfeffersalz anerkannt.

Anstonsten entspricht der Standard dem der beiden anderen Schnauzerrassen.
Wie auch die beiden anderen Rassen, ist der Mittelschnauzer kein Stubenhocker und braucht bei jedem Wetter seinen Auslauf. Neben ausreichender Beschäftigung braucht er aber den engen Kontakt zu seiner Familie.
Der Schnauzer eignet sich nicht nur hervorragend als Familien-, Begleit- und Wachhund, sondern werden diese Hunde auch als Drogenspürhunde, Blinden- oder Fährtenhunde ausgebildet.

Riesenschnauzer

Das allgemeine Erscheinungsbild des Riesenschnauzers sollte groß, kräftig, eher gedrungen als schlank und rauhaarig sein – somit das vergrößerte, kraftvolle Abbild des Schnauzers.

Die Widerristhöhe der Rüden und Hündinnen liegt zwischen 60 und 70 cm, das Gewicht zwischen 35 und 45 kg. Wie beim Mittelschnauzer sind die Farbschläge rein Schwarz mit schwarzer Unterwolle und Pfeffersalz anerkannt.
Obwohl der Riesenschnauzer ein Hund von respektablem Aussehen ist, besitzt er dennoch das Gemüt eines Kindes. Er hat einen gutartigen, ausgeglichenen Charakter und eine unbestechliche Treue zu seinem Herrn.
Der typische Riesenschnauzer ist in seinem Verhalten ausgeglichen, selbstsicher nervenstark und absolut gutartig. Er ist ein freudiger, verhältnismäßig anspruchsloser Arbeiter und daher zu vielseitigen Einsatzzwecken gut zu verwenden. Der Riesenschnauzer eignet sich bestens zum Begleit-, Sport-, Gebrauchs- und Diensthund.

Die drei Schnauzer unterscheiden sich letztendlich nur in ihrer Größe und den zugelassenen Farben. In den Proportionen sollen sie jeweils wie exakte Vergrößerungen oder Verkleinerungen voneinander wirken.

FotoFoto

Pflege

Das Fell des Schnauzers besteht aus zwei Schichten – aus der dichten Unterwolle und dem rauhen Deckhaar. Regelmäßige Fellpflege ist ein Muß. Sie verleiht dem Haarkleid nicht nur den gewünschten Glanz, sie läßt es atmen, fördert den Haarwuchs, entfernt Ungeziefer, totes Haar und Schmutz, stimuliert den Blutkreislauf, kräftigt die feinen Nervenfasern und fördert somit die Gesundheit ganz allgemein.

Die Ohren sollten stets sauber gehalten und die Haare in den Ohren zurückgeschnitten werden. Achten Sie dabei aufmerksam auf jegliche Anzeichen für Infektionen oder einen Ohrmilbenbefall. Wenn Ihr Hund häufig seinen Kopf schüttelt, sich an den Ohren kratzt oder die Ohren einen ungewöhnlichen Geruch verströmen, sollte umgehend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Ernährung

Die richtige Ernährung des Schnauzers ist einer der Grundbausteine für ein langes, glückliches und gesundes Leben. Es ist wichtig, daß Sie die Ernährung den Ansprüchen Ihres Hundes anpassen.
Aus diesem Grund gibt es nicht nur Fertigfutter für Welpen oder heranwachsende Tiere, sondern auch für erwachsene Tiere großer und kleiner Rassen. Aber auch spezielle, leicht verdauliche Seniorenkost, deren Zusammensetzung den geänderten Bedürfnissen im Alter angepasst ist, wird angeboten.

Sollten Sie bei der Auswahl des richtigen Futters für Ihren Liebling Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter – man wird Sie gerne fachmännisch beraten.
Hundemahlzeiten sollten immer zimmer- bis lauwarm sein. Sowohl zu kalte als auch zu warme Mahlzeiten sind oft Grund für Nahrungsverweigerung und können auch ernsthafte Verdauungsbeschwerden bewirken. Futterreste müssen nach den Mahlzeiten unbedingt entfernt und der Futterplatz peinlich sauber gehalten werden.
Ihr Hund muß auch den ganzen Tag über Zugang zu frischem Wasser haben.

Gesundheit

Der einfachste und zugleich effektivste Rat zur Gesundheitsvorsorge ist: Beobachten Sie Ihren Hund ! Sollten Sie sich auftretende Veränderungen nicht erklären können, suchen Sie umgehend den Tierarzt auf, denn Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Gegen die meisten schweren ansteckenden Hundekrankheiten gibt es heute zuverlässige Impfstoffe,die beim erwachsenen Hund jährlich durchgeführt werden müssen. Aber auch wenn Ihr Schnauzer keine Auffälligkeiten zeigt, sollten Sie ihn regelmäßige (zumindest einmal jährlich) einem Gesundheits-Check beim Tierarzt unterziehen.