B.A.R.F.

Biologisch

Artgerechte

Rohe

Fütterung

Das häufige Vorurteil, dass rohes Fleisch den Hund aggressiver macht stimmt genauso wenig wie dass der Hund dann zu Jagen beginnt. Ebenso wenig bekommen Hunde Salmonellen oder Würmer von rohem Fleisch. Das Fleisch zum Verfüttern an Hunde wird so verarbeitet, wie für den menschlichen Verzehr und untersteht Qualitätskontrollen. Es darf jedoch nie rohes Schweinefleisch an den Hund verfüttert werden. Es kann den für den Hund tödlichen Aujeszky-Virus enthalten.

Unsere Hunde sind, wie auch ihr naher Verwandter der Wolf, Allesfresser. In freier Natur wird die Beute erlegt und das ganze Beutetier gefressen. Somit bekommt der Wolf nicht nur das Fleisch, sondern auch vegetarische Kost vom Mageninhalt des Beutetieres, aber auch durch Fressen von Gräsern, Kräutern und Beeren. Dass muss natürlich bei der Rohfütterung für den Hund auch berücksichtigt werden.

Es wird also nicht nur reines Fleisch gefüttert, sonder immer Gemüse, Obst, Kräuter und gekochte Nudeln oder Reis, beigemengt. Der Fleischanteil liegt bei 30 bis 80%. Der Hund kann jedoch rohes und in Stücken geschnittenes Gemüse nicht verwerten, deshalb muss es roh püriert oder gedünstet werden. Rohe Kartoffeln sind giftig für den Hund, deshalb nur gekocht verfüttern. Hülsenfrüchte und Kohlarten dürfen nur gekocht und selten gefüttert werden. Diese Sorten dürfen nie gefüttert werden: Nachtschattengewächse (Auberginen, Paprika, Peperoni, Ausnahme sind gekochte Kartoffeln), Zwiebelgewächse (Lauch, Knoblauch, Zwiebel), Avocado, Weintrauben, Obstkerne und Schokolade.

Die Vorteile von Rohfütterung:

  • Individuelle Abstimmung auf den Hund (ideal bei Allergikern)
  • Glänzenderes Fell
  • Weniger Kotmengen
  • Stärkeres Immunsystem
  • Der Hund hat mehr Freude am Fressen

Die Nachteile:

  • Zeitaufwendig
  • Schwierig auf Reisen
  • Nicht jeder möchte das rohe Fleisch und vor allem die Innereien verarbeiten