BARFEN

Beschäftigt man sich etwas genauer mit der Ernährung seines Hundes oder seiner Katze, stolpert man früher oder später fast zwangsläufig über den Begriff Barf. Doch was ist dieses Barfen genau?

Hinter dem Akronym Barf (auch B.A.R.F.) verstecken sich unterschiedliche Interpretationen. Im deutschen Sprachraum hat sich hierfür die Bezeichnung Biologisch Artgerechtes Rohes Futter durchgesetzt. Schon ursprünglich wurde damit selbst zubereitetes, rohes Futter bezeichnet.

Der Vorteil der Rohfütterung liegt in der natürlichen Herkunft und Beschaffenheit der verwendeten Zutaten, über die der Besitzer jederzeit die Kontrolle besitzt. Dadurch ist diese Art der Fütterung besonders gut für Hunde und Katzen mit allergischen Problemen, Übergewicht und anderen Krankheiten geeignet. Auch bei gesunden Tieren sind positive Effekte zu verzeichnen. So sind die Tiere beispielsweise aufgrund der Befriedigung natürlicher Instinkte, wie Kauen etc. ausgeglichener und entwickeln so weniger Verhaltensauffälligkeiten.

Ist Barfen kompliziert?

Wenn man sich für die Rohfütterung seines Hundes oder seiner Katze interessiert, wird man sicherlich nicht einfach so drauflos barfen wollen. Man wird sich vorab informieren über diese spezielle Art der Fütterung und was liegt da näher als das Internet zu Rate zu ziehen oder eines der mittlerweile doch recht zahlreichen Bücher zum Thema zu lesen. Auf vielen Internetseiten, in Foren und Mailinglisten, aber auch in den verschiedenen Büchern werden die Vor- und Nachteile einzelner Rohfütterungsvarianten verglichen, auseinander gepflückt und teilweise ziemlich heftig diskutiert. Bedarfswerte der Tiere und die Inhaltsstoffe der Rationen werden aufs Milligramm, teilweise sogar aufs Mikrogramm genau berechnet. Von Feinwaagen ist die Rede, von den verschiedensten Vitamin- und Mineralstoffmischungen, die dringendst benötigt würden und von weiteren, teilweise relativ teuren, Anschaffungen, die natürlich auch unbedingt getätigt werden müssten.

All diese Dinge können Sie jedoch getrost vergessen, die Rohfütterung ist bei weitem nicht so kompliziert, wie sie von vielen Menschen empfunden und teilweise auch dargestellt wird. Es werden weder teure Anschaffungen fällig, noch müssen Sie jede einzelne Ration bis ins Kleinste planen, berechnen und abwiegen. Im Grunde genommen ist die Rohfütterung nicht komplizierter als die Fütterung eines beliebigen industriellen Fertigfutters oder Ihre eigene gesunde Ernährung. Sie müssen nur die wichtigsten Grundlagen der Ernährung der jeweiligen Tierart kennen, einige Grundsätze der Rohfütterung beachten und vor allem abwechslungsreich füttern.

Barfen - Alternative oder Ergänzung?

Auch wenn das Thema Rohfütterung in vielen Fällen sehr dogmatisch betrachtet wird und somit auf ein Entweder - Oder hinaus zu laufen droht, so kann diese Art der Fütterung durchaus auch erfolgreich in Kombination mit der Fütterung von Trocken- und oder Feuchtfutter durchgeführt werden. Die Entscheidung zur Rohfütterung, Fütterung von Fertigfutter oder einer Kombination aus beiden Fütterungsvarianten ist letztendlich abhängig vom Tierhalter, seinem Tier und den individuellen Lebensumständen beider.