Der ideale Familienhund

Für viele Familien ist ein Hund genau das, was ihnen auf ihrem Weg zum vollendeten Glück noch fehlt. Immer vorausgesetzt natürlich, das neue Familienmitglied fügt sich gut in die Familie ein. Inwieweit das tatsächlich der Fall ist, hängt ein Stück weit vom Charakter des Tieres ab und von den Erfahrungen, die es in seinem Leben gemacht hat. Darüber hinaus gibt es aber auch Rassen, die von ihrem Wesen her einfach familientauglicher sind als andere. Sechs davon finden Sie hier:

Labrador Retriever

Der Labrador, wie er meist nur genannt wird, ist einer der beliebtesten Familienhunde der Welt. Kein Wunder, zeichnet sich dieser schöne und intelligente Hund nicht nur durch sein allgemein freundliches und ausgeglichenes Wesen aus, sondern auch durch seine überaus große Liebe zu Menschen. Ursprünglich kommt der Labrador aus Neuseeland, wo er Fischern bei der Arbeit half. Sein Hang zum nassen Element ist ihm bis heute geblieben - noch immer sind Labradore ausgesprochen wasserbegeistert. Auch ihren Arbeitseifer haben sie behalten. Ein Labrador möchte aktiv sein, am besten mit seinen Menschen. Apportieren beispielsweise ist genau sein Ding. Aber auch die Arbeit als Rettungshund, Blindenhund oder Spurensuchhund macht ihn glücklich. Ein Labrador will gefordert werden, geistig wie körperlich. Das sollte man berücksichtigen, wenn man sich für diesen Hund entscheidet. Er hat eine ausgesprochen hohe Toleranzschwelle und versteht sich prima mit Kindern. Den Labrador gibt es in den Farben Gelb, Braun und Schwarz. Ausgewachsen ist er etwa 56 cm groß.

Boxer

Beim Deutschen Boxer scheiden sich die Geister. Die einen lieben sein leicht zerknautschtes Gesicht, den anderen gefällt es überhaupt nicht. Das ist Geschmackssache. Unstrittig dagegen ist sein guter Charakter. Im Rassestandard steht über ihn: "Seine Anhänglichkeit und Treue gegenüber seinem Herrn und dem ganzen Haus, seine Wachsamkeit und sein unerschrockener Mut als Verteidiger sind von Alters her berühmt. Er ist harmlos in der Familie, aber misstrauisch gegenüber Fremden, heiter und freundlich beim Spiel, aber furchtlos im Ernst." Und genau so ist er auch. Er ist der Kinder bester Spielkamerad, aber zugleich auch ihr Beschützer. So liebevoll und geduldig er innerhalb der Familie ist, so aufmerksam ist er gegenüber Unbekannten. Angst ist ihm dabei fremd. Überhaupt ist der Boxer ausgesprochen selbstbewusst. Er sollte deshalb von klein auf konsequent erzogen werden. Aber natürlich nur auf die sanfte Weise. Alles andere würde dem lebhaften Hund mit seinem sonnigen Gemüt nicht gerecht werden. Boxer werden zwischen 53 und 63 cm groß.

Pudel

Pudel haben ein sehr angenehmes Wesen. Ihre Liebhaber behaupten sogar, dass sie die treuesten und intelligentesten Hunde überhaupt wären. Tatsächlich verfügen Pudel über eine überdurchschnittlich hohe Intelligenz und Gelehrigkeit. Gepaart mit ihrem stets fröhlichen, liebenswürdigen und anpassungsfähigen Charakter eignen sich die anhänglichen Tiere hervorragend für ein Leben in der Familie. Und noch einen Vorteil haben Pudel: Sie haaren praktisch nicht. Dafür muss ihr dichtes, lockiges Fell täglich gebürstet und regelmäßig geschoren werden, damit es ansehnlich bleibt. Ansonsten sind Pudel unkompliziert in der Haltung und leicht erziehbar. Wer sich für einen Pudel entscheidet, hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Größen: Toypudel (unter 28 cm), Zwergpudel (28 - 35 cm), Kleinpudel (35 - 45 cm) und Großpudel (bis 60 cm). Vor allem die beiden größeren Arten sind dafür bekannt, wenig zu bellen. Toypudel eignen sich aufgrund ihres zarten Körperbaus nur bedingt für ein Leben mit Kleinkindern.

Dalmatiner

Auch wenn ihre Zeit als Modehunde vorüber ist - Dalmatiner sind noch immer echte Hingucker. Daran wird sich auch nichts ändern, denn ihr schönes getupftes Fell ist und bleibt etwas Besonderes. Doch bei aller Begeisterung für das Aussehen dieses Hundes darf man nicht übersehen, dass der Dalmatiner ein anspruchsvoller Hund ist. Er ist energiegeladen und temperamentvoll, er will und braucht Bewegung. Wenn er die in ausreichendem Maße bekommt, ist er ein wundervoller Familienhund. Mit seinem anhänglichen, verschmusten, einfühlsamen und verspielten, aber auch wachsamen Wesen bringt er alles mit, was ihn für ein Leben in der Familie auszeichnet. Ein Dalmatiner geht mit seinem Herrn durch Dick und Dünn. Und vor allem will er überall dabei sein und sich austoben. So gibt ein Dalmatiner einen wunderbaren Begleiter beim Joggen, Fahrradfahren oder sogar Reiten ab. Auch Hundesportarten wie Agility sind bestens geeignet, um den Bewegungsdrang dieses Hundes zu stillen. Ausgewachsene Dalmatiner sind zwischen 55 und 61 cm groß.

Papillon

Papillon ist die französische Bezeichnung für Schmetterling - ein Name, den der hübsche Kleine seinen hoch stehenden Ohren zu verdanken hat, die an die Form ausgebreiteter Schmetterlingsflügel erinnern. Doch wer denkt, dieser Hund wäre auch empfindlich wie ein Schmetterling und zum Schoßhündchen geboren, täuscht sich gewaltig. Denn der quirlige Knirps ist zwar ein Winzling mit seinen höchstens 28 Zentimetern, aber durchaus bewegungsfreudig, lebhaft und robust. So lässt er sich prima auf ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen mitnehmen und auch Hundesport ist ganz nach seinem Geschmack. Was ihm hingegen überhaupt nicht gefällt, ist das Alleingelassenwerden. Denn der Papillon baut eine besonders enge Beziehung zu seinen Menschen auf und kann es nicht ertragen, von ihnen getrennt zu sein. Er ist hochintelligent, aber auch hochsensibel und teilt Freud und Leid seiner Familie auf intensive Weise. Mit seinem fröhlichen, verspielten und verschmusten Wesen kommt er überall gut an, und weil er auch ein bisschen eitel ist, ist er stets darum bemüht, allen zu gefallen.

Bearded Collie

Bearded Collies sind Hütehunde, deren ursprüngliche Aufgabe es war, im Hochland abhandengekommene Schafe zu finden, selbstständig zusammenzutreiben und wieder unversehrt ins Tal zurückzubringen. Auch wenn sie heute überwiegend als Familienhunde gehalten werden, zeigen viele Bearded Collies noch immer den Drang, hüten und treiben zu wollen. Das passiert vor allem dann, wenn sie nicht ausgelastet sind. Erhalten sie dagegen ausreichend Auslauf und werden auch geistig gefordert, sind Bearded Collies ganz wunderbare Begleithunde für Familien und bestechen jedermann mit ihrem sehr charmanten und unterhaltsamen Wesen. Auch mit Kindern verstehen sich die gutmütigen und liebenswerten Hunde ausgesprochen gut. Wichtig ist allerdings, dass sie von klein auf konsequent und liebevoll erzogen werden, da die selbstbewussten und selbstständigen Tiere sonst ganz gerne mal ihre eigenen Wege gehen. Bearded Collies sind im Übrigen sehr sensibel und tragen es nach, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Die Fellpflege der zwischen 51 und 56 cm großen Tiere ist ziemlich zeitaufwendig.