Buchtipp

Erste Hilfe für den Hund
Titel:
Erste Hilfe für den Hund
Verlag:
Kosmos Verlag
Autor:
Frank Lausberg
Art.Nr.:
3440076911
Details:
123 Seiten, gebunden
Beschreibung:
Symptome erkennen und Maßnahmen ergreifen. Mit Extra-Teil: Gesundheits-Check Frank Lausberg ist Tierarzt und setzt sich seit vielen Jahren für den aktiven Tierschutz ein.

Erste Hilfe am Hund

Zu einer Partnerschaft gehören die Gesundheitsvorsorge und auch die nötigen Kenntnisse über Erste-Hilfe-Maßnahmen. Als Hundebesitzer möchte man im Notfall natürlich das Richtige tun.

Um das Allgemeinbefinden des Hundes richtig deuten zu können, sollten einige Normwerte bereits am gesunden Tier überprüft werden, um im Notfall einen Vergleich zu haben. Wiegen Sie Ihren Hund immer wieder und merken Sie sich das Gewicht. Weiters sollte man die Puls- und Herzfrequenz, die Atemfrequenz und die Körpertemperatur seines gesunden Hundes kennen.

Es kann immer und überall passieren, daß sich ein Hund Verletzungen zufügt, die sofort behandelt werden müssen, bis man die Möglichkeit hat, das Tier zum Tierarzt zu bringen. Im Notfall ist es wichtig, daß man als Hundehalter ruhig bleibt, leise mit seinem Hund spricht und oft seinen Namen nennt. Der Hund braucht jetzt Ihre Nähe. Streß sollte vermieden werden und es muß bedacht werden, daß sich Nervosität, Angst, Panik und Unruhe auf das Tier überträgt.
Ein Hund, der Schmerzen hat oder unter Schock steht, kann auch vertraute Menschen beissen. Aus diesem Grund ist die erste Maßnahme bei der Annährung an einen verletzten Hund das Anlegen eines Beißschutzes. Dies sollte unbedingt vorher mehrmals geübt werden, damit es im Notfall auch klappt.

Der Transport eines kranken oder verletzten Hundes, der nicht mehr in der Lage ist, selbständig zu gehen, soll auf einer Trage geschehen - dies setzt jedoch voraus, daß man zu zweit ist. Sollte man alleine sein, hängt die Hebe- und Tragemethode von der Art und der Lokalisation der Verletzung ab. Auch dies sollte unbedingt schon mit dem gesunden Hund trainiert werden, damit er sich nicht dagegen wehrt, wenn es einmal sein muß.
Auf die einzelnen Erkrankungen und Verletzungen kann in diesem Bericht leider nicht eingegangen werden - hierfür möchten wir auf unsere Fachliteratur verweisen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß man einen verletzten Hund zunächst kurz untersuchen muß, um einen Überblick über seine Verletzungen und seinen Zustand zu bekommen, das heißt man macht einen sogenannten „Bodycheck“. Anhand dieses Befundes kann man die Dringlichkeit der einzelnen Verletzungen erkennen und die Reihenfolge der Erstmaßnahmen bestimmen. So kann man einen verletzten Hund optimal versorgen, bis man beim Tierarzt eintrifft.