Gassi für Gipfelstürmer

Das Wandern ist des Hundes Lust! Mit der richtigen Vorbereitung für Vierbeiner und Mensch, mit guter Ausrüstung und Planung gibt esf ür beide nichts Schöneres, als gemeinsam ferne Gipfel zu erklimmen. Sogar richtige Touren mitsamt Übernachtung im hundefreundlichen Hotel lassen sich ausgezeichnet organisieren.

Der Berg ruft - oder er bellt, wie man es nimmt. Da locken grüne Wiesen, steile Pfade und scheinbar unbezwingbare Höhen in klarer Luft unter stahlblauem Himmel. Blumen blühen, Insekten summen, Vögel zwitschern und ein leichter, frischer Wind streicht über die Hänge. Herrlich! Deshalb ist es nicht nur ratsam, sondern vielmehr eine Freude, rechtzeitig mit der Vorbereitung für schöne Bergwanderungen zu beginnen.

Fitness testen, Route planen

Das fängt zunächst bei einem Test der physischen Fitness an. Ein bisschen Training schadet weder Mensch noch Tier, im Gegenteil. Denn wer sich in die Berge aufmacht, sollte seine persönlichen Grenzen und die Belastbarkeit seines Hundes genau kennen und schon bei der Planung mit einbeziehen. Schließlich soll die Wanderung Spaß machen und nicht zur Qual werden! Die Route muss also entsprechend der Ausdauer angelegt werden. Beginnen Sie zunächst mit ein- bis zweistündigen "kleinen" Touren, bei denen es nicht nur übers flache Land, sondern durchaus auch bergauf geht. Überprüfen Sie dabei das Verhalten Ihres Vierbeiners, denn wenn er durch lebhaftes Hin- und Herrennen viermal so viel Strecke zurücklegt wie Sie, muss auch dieser Faktor in die Planung einbezogen werden.

Grundsätzlich gilt bei Bergwanderungen mit dem Vierbeiner: Hochalpine Bergrouten sind tabu. Hier stößt man auf Passagen, die auf vier Pfoten einfach nicht zu bewältigen sind - gewagtes Balancieren am Abgrund mit Hilfe eines Seils oder aber auch eine eiserne Leiter, die man hinaufklettern muss, um weiterzukommen. Wenden Sie sich an Bergsteigervereine, besorgen Sie sich Karten mit den entsprechenden Routen und Wanderwegen und bereiten Sie Ihre Tour gewissenhaft vor, um solche Hindernisse von vornherein zu vermeiden.

Sonnencreme & Co.

Neben der physischen Fitness sollte auch die Ausrüstung stimmen. Schutz vor Regen braucht beispielsweise nicht nur der Mensch, sondern auch der Hund - denn in den Bergen kann es so richtig schütten, und patschnass unterwegs zu sein macht niemandem Spaß. Dazu kommen Proviant und ausreichend Wasser, eine (am besten "faltbare") Schüssel, ein Handtuch, die Leine sowie Brustgeschirr und außerdem Sonnencreme. Ja, Sonnencreme! Gegebenenfalls auch für empfindliche Hundenasen, vor allem bei Vierbeinern mit weißen Schnauzen und Ohren! Wer bis zu den Gletschern emporklettern will, sollte für seinen Hund zudem eine Schneebrille besorgen, die die empfindlichen Hundeaugen schützt. Auch hier in jedem Fall vorher anprobieren und mit dem Vierbeiner üben - die Brille wird ihm zunächst nicht gefallen, aber in luftigen Höhen und gleißender Sonne auf dem Gletscher muss sie sein.

Auch ein Erste-Hilfe-Paket gehört selbstverständlich in den Rucksack - das gibt es nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde! Enthalten sind darin zum Beispiel Zeckenzange, Desinfektionsmittel und Verbandszeug. Für den Fall, dass Sie eine mehrtägige Tour planen, kann sich zudem eine Stirntaschenlampe empfehlen; so haben Sie die Hände frei und können den Hund entspannt an der Leine führen, falls Sie von der Dunkelheit überrascht werden. Hundeschuhe empfehlen sich für wirklich lange Touren über Geröll, Eis und Schnee; einen Maulkorb sollte man in Betracht ziehen, wenn die Nacht auf einer Hütte gemeinsam mit anderen Gästen verbracht wird.

Mit Hunderucksackunterwegs

Nun denken Sie vielleicht: Was, das alles soll ich schleppen? Na, dann lassen Sie doch Ihren Vierbeiner auch etwas tragen! Dafür gibt es bequeme, stabile Hunderucksäcke; in ihnen kann der Hund gut ein Fünftel seines Körpergewichts (etwa sein Futter und Wasser) locker transportieren und hat dennoch Spaß bei der Tour. Wichtig ist, dass der Rucksack in Ruhe ausgesucht wird und optimal passt und dass der Inhalt gleichmäßig auf beiden Seiten erteilt wird. Außerdem sollte man seinen Hund zuvor bei Spaziergängen an die ungewohnte Fracht gewöhnen. Doch Vorsicht: Nicht für jeden Hund ist ein Rucksack geeignet und manche Hunde mögen ihn einfach nicht. Ihr Vierbeiner wird Ihnen das aber in seinem Verhalten eindeutig zeigen.

Und wo soll man nun wandern? Nun, wandern Sie doch zunächst einmal digital im Internet! Viele Seiten beschäftigen sich eigens mit dem Thema "Wanderung mit Hund" - dort sind hundefreundliche Hotels und Routen verzeichnet.