Hitzeschlag bei Hunden

Hunde sind wesentlich hitzeempfindlicher als Menschen, weil sie nicht schwitzen können, um sich abzukühlen. Bereits Außentemperaturen von nur 24 Grad können problematisch werden, wenn es gleichzeitig schwül ist oder der Hund sich anstrengen muss. Wichtig ist, dass der Hund die Gelegenheit hat, einen kühlen Ort aufzusuchen, sobald ihm zu heiß wird. Die Symptome einer Überhitzung sind: starkes Hecheln, Speicheln und eine schnelle Atmung.

Um einen lebensgefährlichen Hitzschlag handelt es sich, wenn der Hund folgende Symptome zeigt: eine rote, vergrößerte Zunge, zäher, klebriger Speichel, deutliche Atemgeräusche, Erbrechen, Krampf- oder Ohnmachtsanfälle, Teilnahmslosigkeit und/oder Desorientiertheit.

 

1. Kühlen reicht bei einem Hund mit diesen Symptomen nicht. Er muss sofort zu einem Tierarzt gebracht werden.

 

2. Dennoch ist die Kühlung auch auf dem Transport zum Tierarzt die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme. Das Tier muss dabei vorsichtig mit feuchten Tüchern abgekühlt werden. Eine plötzliche Abkühlung, z. B. durch das Abspritzen mit kaltem Wasser, könnte einen Kreislaufschock auslösen.

 

3. Es ist wichtig, ruhig zu bleiben. Denn jede Art von Aufregung kann die Körpertemperatur des Hundes in die Höhe treiben.

 

4. Man kann versuchen, den Hund zum Trinken zu bewegen, sollte dabei aber keinen Druck ausüben, weil sich der Hund zu sehr aufregen könnte.

TIPP:

Auf gar keinen Fall darf man Hunde alleine im Auto lassen. Denn auch bei mildem Frühlingswetter oder bei bewölktem Himmel im Sommer kann es im Autoinnenraum zu Temperaturen von 60 bis 80 °C kommen. Selbst wenn man das Auto im Schatten abstellt, sollte man den Hund nicht darin lassen. Denn die Sonne wandert, und das Schattenplätzchen verwandelt sich dann rasch in eine wahre Hölle.