Husten, Schnupfen, Heiserkeit beim Hund

Nicht nur Menschen, auch Hunde können sich eine Erkältung einfangen. Meist beginnt die Erkrankung mit einem rauen, schmerzhaften Hals: Die Tiere würgen und spucken. Häufig klingt auch das Husten eher wie ein Würgen. Bei leichtem Druck auf den Kehlkopf, z. B. beim Anlegen des Halsbandes, verschlimmern sich die Symptome. Nasenausfluss und Niesen können dazukommen.

1. Wenn der Hund Erkältungssymptome zeigt, sollte man seine Körpertemperatur messen. Dazu macht man die Spitze eines Digitalthermometers mit etwas Öl oder Gleitgel gleitfähig und führt es vorsichtig in den After des Hundes ein. Temperaturen von 37,5 °C (große ausgewachsene Hunde) bis 39 °C (eher kleine und sehr junge Hunde) sind im Normbereich.

2. Betrachten Sie Nase und Augen des Hundes. Sind eitrige Verkrustungen zu sehen oder ist der Nasen- und Augenfluss eher klar und wässrig?

3. Atmet Ihr Hund ohne Mühe, oder atmet er schwer? Sind Atemgeräusche (Pfeifen, Rasseln, Brummen) vernehmbar?

4. Falls Ihr Hund Normaltemperatur und nur wenig wässrigen Ausfluss hat, er darüber hinaus mühe- und geräuschlos atmet und mit Appetit frisst, hat er vermutlich nur eine leichte Erkältung. Schonen Sie ihn, benutzen Sie beim Gassi-Gehen lieber ein Geschirr als ein Halsband und geben Sie ihm Feucht- statt Trockenfutter zu fressen (das Feuchtfutter reizt den Hals weniger). Sonst müssen Sie vorerst nichts tun, nur wenn sich sein Zustand verschlimmert, muss der Hund zum Tierarzt.

5. Sofort zum Tierarzt muss der Hund jedoch, wenn er eine erhöhte Körpertemperatur, eitrigen Ausfluss oder Probleme beim Atmen hat.

Gezielt vorbeugen kann man einer Erkältung nicht, aber man kann durch gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft dafür sorgen, dass das Immunsystem des Hundes fit ist und besser mit den Erkältungserregern fertig wird.