Knochenbrüche an den Beinen

Knochen gehören zu den härtesten Materialien, die die Natur hervorbringt. Damit ein Knochen bricht, müssen gewaltige Kräfte auf ihn einwirken. Bei Knochenbrüchen kommt es daher häufig gleichzeitig zu massiven Blutungen und Weichteilverletzungen. Tiere mit Knochenbrüchen leiden darüberhinaus unter großen Schmerzen.

Erste Hilfe Schritt für Schritt

1. Bei offenen Knochenbrüchen sieht man eine tiefe Wunde. Knochenbruchstücke können, müssen aber nicht sichtbar sein. Bedeckte Knochenbrüche sind meist schwerer zu erkennen, weil das Tier keine offene Wunde hat. Bei bedeckten Knochenbrüchen belastet das Tier sein Bein kaum oder gar nicht mehr. Die betroffene Gliedmaße kann unnatürlich abgeknickt oder beweglich sein. Da der Bruch äußert schmerzhaft ist, vermeidet das Tier jede Berührung dort.

2. Wie bei allen schmerzhaften Verletzungen können Tiere mit einem Knochenbruch aggressiv werden und sogar beißen. Bitte schützen Sie sich bei allen Erste-Hilfe-Maßnahmen so gut wie möglich selbst.

3. Stellen Sie zuerst sicher, dass das Tier nicht fliehen oder sich verstecken kann. Am besten ist es in einer stabilen Transportbox untergebracht, deren Dach man für weitere Maßnahmen abnehmen kann.

4. Schwere Blutungen sollten Sie sofort mit einem Druckverband stillen.

5. Offene Knochenbrüche sollten mit einem Tuch und einem leichten Verband bedeckt werden, damit sich nicht noch weiterer Schmutz in der Wunde sammelt. Hierfür eignet sich am besten eine sterile Wundabdeckung aus dem Verbandskasten.

6. Bringen Sie auch bei einem bedeckten Bruch einen Verband an, der das Bein stabilisiert, damit es beim Transport möglichst wenig erschüttert wird.

7. Bringen Sie Ihr Tier bei einem Verdacht auf einen Knochenbruch sofort zum tierärztlichen Notdienst.

Versuchen Sie unter gar keinen Umständen, den Knochen selbst einzurichten. Sie könnten Ihr Tier dabei lebensgefährlich verletzen. Auf jeden Fall fügen Sie ihm unnötig Schmerzen zu.