Spielend spazieren

Frühling – jetzt macht die Bewegung an der frischen Luft noch mehr Spaß! Vierbeiner und Menschen freuen sich gleichermaßen auf die herrlichen Stunden in der Natur. Dabei muss es sich längst nicht immer um einen ganz normalen Spaziergang von A nach B handeln. Lassen Sie Ihrer Fantasie bei der Gassigestaltung freien Lauf – Ihr Hund wird es Ihnen danken.

 

Frisbee hurra!

Stöckchen und Tennisbälle sind große Klasse, aber haben Sie es schon einmal mit einer Frisbeescheibe probiert? Ihr Hund wird begeistert sein, denn das fliegende Ufo aus Plastik schwebt viel länger durch die Luft als andere Wurfgeschosse. Damit ist die Frisbeescheibe für den Vierbeiner auch sehr viel spannender: Er kann sie verfolgen und dabei ausgelassene Sätze und Sprünge vollführen. Ein Nachteil dieser Begeisterung liegt darin, dass Frisbeescheiben dem Apportieren nicht ewig standhalten – Hundehalter sollten sich also beim Kauf für gute Qualität entscheiden, nicht zuletzt deshalb, weil billige Frisbees splittern könnten, wenn die Hundeschnauze zuschnappt. Spezielle Frisbees aus Nylon oder auch weichem Gummi sind am besten geeignet.

 

 

Parcours- und Erlebnislauf

Herrlich ist es im Wald – vor allem wenn man die vielen Spielmöglichkeiten nutzt, die sich dort bieten! Lassen Sie Ihren Vierbeiner doch einfach mal über die Baumstämme klettern, die am Wegesrand liegen, oder noch besser: Klettern Sie mit! Vergewissern Sie sich lediglich zuvor, dass die Stämme stabil liegen, damit nichts passieren kann. Alternativ bauen Sie Ihrem Hund einen eigenen Parcours aus Stöcken und Ästen. Er wird begeistert verfolgen, was Frauchen und Herrchen da wohl veranstalten, und mit etwas Geduld auch bald verstehen, was anschließend von ihm erwartet wird. Ob es sich dabei um einen Slalom, einen tollen Tunnel oder einen kleinen Graben handelt – Hauptsache ist die Abwechslung, die solch ein Parcours vom üblichen Waldweg bietet.

Such!

Verstecken Sie Leckerlis, verstecken Sie Tennisbälle, Frisbees, einen alten Turnschuh oder einfach auch sich selbst! Sofort ist die Aufregung beim Vierbeiner groß, er wird gefordert und ist mittendrin statt nur dabei. Allein schon ein gutes Versteck hinter einem dicken Eichenstamm lässt den Wuff nach Herrchen und Frauchen lossuchen – dabei lernt er übrigens automatisch, besser auf „sein Rudel“ aufzupassen und beim Gassigehen nicht einfach loszustürmen. Es kann gut sein, dass Sie bald keine große Chance mehr haben, sich zu verstecken, weil Ihr Vierbeiner Sie im Auge hat oder aber sofort entdeckt. Zur Abwechslung kann man es deshalb auch mit einem Leckerlibeutel versuchen. Solch ein Beutel sollte stabil sein, denn die Belohnung holt der Wuff sich nicht selber, sondern erhält sie nach dem erfolgreichen Apportieren.

Auf dem Drahtesel mit dem Vierbeiner unterwegs

Auf zwei Reifen und vier Pfoten lässt es sich herrlich durch die Natur ziehen. Allerdings nicht mit jedem Hund – das regeln sogar Tierschutzgesetz und Straßenverkehrsordnung! Für kleine und große Fahrradtouren sind nur sportliche, ausdauernde Hunde geeignet – und auch auf sie sollte der Halter zunächst ein Auge haben und sie vor allem an das ungewohnte Gassiradeln gewöhnen. Schließlich darf der Hund nicht in die Quere kommen und sollte auch lernen, nicht an Fahrrad und Halter hochzuspringen! Also beginnen Sie langsam mit dem Training, nicht gleich los. Steigen Sie erst einmal auf und schauen, wie Ihr Hund reagiert. Bellt er, so ignorieren Sie ihn; verhält er sich ruhig, ist großes Lob und bisweilen auch ein Leckerli in Ordnung.

Nun können Sie vorsichtig in die Pedale treten. Der Vierbeiner sollte immer auf der Höhe Ihrer Beine laufen. Zieht er an der Leine, sofort anhalten! Nach einer Weile versteht der Hund, dass er selbst für das langweilige Stop-and-go zuständig ist, und lernt, auf Höhe zu laufen. Für beide, Hund und Halter, ist dieser Part sehr wichtig, denn ein plötzlicher Ruck an der Leine kann den Radler zu Fall bringen. Deshalb sollten Sie sich für den Ausflug auf dem Drahtesel auch einen speziellen Abstandhalter zulegen - er federt eventuelle ruckartige Bewegungen ab und hält den Hund auf Abstand von den Speichen. Nun braucht der Vierbeiner nur noch ein gutes Geschirr, und los geht's! Übrigens müssen auch kleine Hunde nicht zu Hause bleiben - sie können bequem im Fahrradhundekorb Platz nehmen. Bitte auch hier den Vierbeiner langsam an das ungewohnte Transportmittel gewöhnen. Dann bleibt nur noch, regelmäßige Verschnaufpausen für Wassertrinken und wichtige Geschäfte einzuplanen.

 

Walken und joggen

Ein Menschensport, bei dem so gut wie alle Vierbeiner mithalten können, ist das Walken. Hier bleibt für die Hunde genug Zeit, zwischendurch an spannend riechenden Bäumen und Sträuchern zu schnuppern und hernach wieder aufzuholen. Herrchen und Frauchen sind nicht allzu schnell unterwegs und laufen dadurch nicht Gefahr, mit den vier Pfoten ins Gehege zu kommen. Lediglich auf die Stöcke muss der Mensch aufpassen, und auch Wuff muss zuvor lernen, dass es sich dabei um ein Menschen- und nicht etwa ein Hundespielzeug handelt!

Beim Joggen gilt für Mensch wie Hund: Die Fitness muss ausreichen, und die Strecke darf nicht zu anstrengend sein! Gesunde und vitale Hunde können durchaus mithalten, wobei Sie jeweils das Alter, die Kondition und die Größe Ihres Hundes berücksichtigen müssen. Lieber erst kurze Strecken absolvieren und die Fitness von Halter und Hund dann langsam steigern. Wir empfehlen zudem eine Joggingleine.