Wasser ist sein Element!

Nichts – außer seinen Menschen – liebt der Labrador Retriever so sehr, wie im Wasser zu toben und zu schwimmen. Diese Leidenschaft liegt in seinen Genen, gehört von jeher zu der Natur dieser Rasse.

Die Vorfahren des Labrador Retrievers lebten auf der kanadischen Halbinsel Labrador, die zu über einem Viertel von Gewässern bedeckt ist. Kein Wunder also, dass bei der Entenjagd manch erlegter Vogel ins Wasser fiel. Daher züchteten die Jäger Hunde, die auch bei Kälte gerne schwammen und die Jagdbeute unversehrt zurückbrachten (retrieve: zurückbringen).

Englische Seeleute waren begeistert von diesen Wasserhunden und brachten einige Tiere nach Großbritannien. Dort begannen Adelige mit der gezielten Zucht des Labradors.

Neben der Freude am Schwimmen und Apportieren legten die Züchter Wert auf einen harmonischen, athletischen Körperbau und die kräftige gerade Rute. Und bald schätzten nicht nur Jäger den gut aussehenden Hund, sondern auch Menschen, die sich einen zuverlässigen Begleithund wünschten.

Heutzutage besticht der Labrador nicht nur durch seine Schönheit und Sportlichkeit. Es sind seine inneren Werte, die ihn zu einer der weltweit beliebtesten Rassen gemacht haben. So zeichnet sich der Labrador durch seine Gelehrigkeit und seinen Wunsch seinem Menschen zu gefallen („will to please“) aus. Eigenschaften, die einen vielseitigen Einsatz der Rasse möglich machen. Tatsächlich sind Labrador Retriever als Blindenhunde, Behindertenbegleithunde, Polizeihunde, Spürhunde, Rettungshunde und nach wie vor auch als Jagdhunde heiß begehrt.

Doch die wichtigste Aufgabe des Labradors ist heutzutage die des Familienhundes. Gerade Kinder können sich keinen besseren vierbeinigen Freund wünschen. Denn der Labrador ist liebenswert, freundlich und meist bis ins hohe Alter verspielt. Im Alltag macht der liebenswerte Allrounder alles mit: Er begleitet seine Menschen genauso gelassen beim Joggen im Park wie beim Bummel durch die Großstadt. Er genießt die Aufmerksamkeit seiner Menschen sogar mehr als ein kühles Bad, aber er drängt sich nicht auf, wenn man gerade einmal keine Zeit für ihn hat. Kurz: Der Labrador ist ein vierbeiniger Partner zum „Pferdestehlen“. Ein echter Freund eben, der sich seinen Menschen zutiefst verbunden fühlt und dessen Lebensfreude ansteckend ist.