Wurmbefall bei Hunden

Würmer sind innere Parasiten des Hundes, anderer Säugetiere und Menschen. Sie teilen sich in viele Familien und Spezies auf, werden im allgemeinen aber nur als Würmer bezeichnet. Alle Wurmtypen haben auf die Gesundheit und Kondition Ihres Hundes negative Auswirkungen.

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Die am weitesten verbreiteten sind Spulwürmer bei Welpen und Bandwürmer bei erwachsenen Hunden. Auch Hakenwürmer kann man bei Welpen und erwachsenen Tieren finden. In England können Hunde auch mit Lungen- und Peitschenwürmern infiziert werden; in den USA, Teilen von Kanada, Zentraleuropa, Australien und Asien unterliegen sie dem Risiko, von Herzwürmern befallen zu werden.

Spulwürmer

Toxocara canis ist die häufigste Wurmart bei Hunden, man trifft sie bei den allermeisten Welpen. Sie werden schon vor der Geburt durch Larven über die Plazenta der Hündin infiziert. Zur Übertragung kann es auch durch die Muttermilch kommen.

Spulwürmer sind zwei bis acht Zentimeter lang, weiß, rund und oft zusammengerollt. Die befallenen Welpen werden gewöhnlich im Übermaß fressen, nach dem Füttern runde Bäuche haben (Wurmbauch) und können Durchfall bekommen. Eine starke Verwurmung unterminiert die Gesundheit Ihres Welpen und beeinträchtigt ebenso die Wachstumsrate. Manchmal sterben Welpen aufgrund völliger Verstopfung der Därme durch Würmer.

Aus diesem Grund ist eine frühe Entwurmung der Welpen durch ein wirksames Medikamt für die Gesundheit entscheidend.

Bandwürmer

Verschiedene Bandwurmarten können Hunde befallen; der am weitesten verbreitete ist der Dipylidium Caninum, dessen Zwischenwirt der Floh ist. Dies bedeutet, Hunde übertragen Bandwürmer nicht untereinander, sondern werden befallen, wenn sie einen Floh aufnehmen, der eine Bandwurmlarve enthält. Der Wurm siedelt sich dann im Darm an, saugt sich an der Darmwand mit Haken oder Saugern fest.
Der Bandwurm sieht aus wie ein langes, schmales, gegliedertes Band. Er wird länger, indem er immer neue Abschnitte produziert.

In der Regel wird ein einziger Bandwurm keine erkennbare Schwächung Ihres Hundes auslösen, aber mehrere große Würmer können das Wohlbefinden des Hundes beträchtlich stören.

Nach einer Bandwurmbehandlung ist jedoch wichtig, aus dem Umfeld Ihres Hundes alle Flöhe zu eliminieren, andernfalls besteht eine neue Ansteckungsgefahr.

Hakenwürmer

Der Hakenwurm (Ancyldostoma Caninum) kann sowohl Welpen als auch erwachsene Hunde heimsuchen. Es handelt sich dabei um kleine Würmer, cirka 2 cm lang, die man im Dünndarm und an den Magenwänden findet, wo sie Blut saugen. Wurmeier werden mit dem Kot ausgeschieden, aus denen in der Erde oder im Wasser Larven schlüpfen. Die Larven werden sehr schnell aktiv und werden dann entweder durch den Hund aufgenommen oder können die feste Haut (zum Beispiel über die Pfoten) durchdringen und in den Blutkreislauf eindringen. Auf diesem Weg gelangen sie dann in die Därme.

Infizierte Hunde werden schwächer und blutarm,; manchmal entwickelt sich Durchfall, der Blut enthalten kann. Für die Entwurmung sollten Sie ungedingt Ihren Tierarzt aufsuchen, da die Möglichkeit besteht, dass Ihr Hund zuerst Aufbaumittel benötigt, bevor er gegen die Würmer behandelt werden kann.