Der erste Freilauf

Katzen, die über Jahre nur in der Wohnung gehalten wurden, gewöhnen sich meist sehr schnell an den Freilauf und möchten ihn dann nicht mehr missen. Allerdings gilt wie so oft: No risk, no fun – kein Spaß ohne Risiko. Einige dieser Risiken kann und sollte man jedoch entschärfen. Dazu gehört, dass man die Katze gegen die wichtigsten Krankheiten impfen lässt. Darüber hinaus sollte man das Tier beim Tierarzt zum Beispiel mit einem Mikrochip kennzeichnen und anschließend unbedingt z. B. bei TASSO oder dem Deutschen Tierschutzbund registrieren lassen. So kann Ihr Tiger schnell zu Ihnen zurückgebracht werden.

Kätzchen sollte man bei den ersten Ausflügen bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten nach draußen begleiten. Die unerfahrenen Kleinen werden sonst eventuell von älteren Nachbarskatzen „gemobbt“ oder machen andere unangenehme Erfahrungen, die ihnen den Freigang verleiden. Ab einem Alter von einem halben Jahr können sich die meisten jungen Katzen auf ihrem eigenen Territorium dann alleine behaupten.

Das Gleiche gilt übrigens auch für ängstliche und unsichere Katzen. Unter dem Schutz ihres Menschen lernen sie, das Territorium in der Umgebung ihres Zuhauses für sich zu beanspruchen und diesen Anspruch auch gegenüber den Nachbarskatzen durchzusetzen.

Doch nicht nur als Leibgarde kann sich der Mensch draußen nützlich machen. Auch ängstliche Katzen vergessen rasch, wie aufregend und beängstigend die große weite Welt ist, wenn ihr Mensch mit ihnen vertraute Spiele spielt.

Sobald die Tiere sich draußen genauso selbstsicher und selbstverständlich bewegen wie drinnen, steht dem Freilauf nichts mehr im Wege – außer der Tür. Wer nicht jedes Mal aufspringen möchte, wenn die Katze gerade raus oder rein will, installiert am besten eine Katzenklappe.

Neugierige und abenteuerlustige Stubentiger verstehen die Funktion der Katzenklappe meist von ganz alleine. Den Tieren mit einer etwas „längeren Leitung“ kann man helfen, indem man ihnen nur noch die Katzenklappe statt der Tür öffnet und sie mit Futter dazu verlockt, gegen die Klappe zu stupsen. In Gegenden mit vielen Katzen ist übrigens eine spezielle Magnetkatzenklappe empfehlenswert. Diese öffnet sich über einen Magnet im Katzenhalsband – und zwar nur für Ihren Liebling. Damit verhindern Sie sicher, dass fremde Katzen oder andere ungebetene Gäste in Ihr Haus kommen.