Erste Hilfe bei Wespen- und Bienenstichen

Der Spätsommer ist die Saison der aggressiven Wespen. Denn die schwarzgelb gestreiften Insekten sind auf Nahrungssuche für ihre immer hungrigen Larven. Nassfutter für Katzen ist dabei für die Wespen besonders anziehend, weil die Wespenlarven tierisches Eiweiß benötigen, um sich weiterzuentwickeln. Doch nicht nur rund um den Futternapf kommt es immer wieder zu Wespenstichen, Katzen können auch gestochen werden, wenn sie voller Jagdeifer nach Bienen oder Wespen schnappen oder auf ein solches Insekt treten.

1.         Wespen- und Bienenstiche sind äußerst schmerzhaft. Auch liebe Katzen können nach einem Stich aggressiv reagieren. Daher sollte man die Katze so in ein Handtuch wickeln, dass sie sich möglichst wenig bewegen kann.

2.         Der Bienenstachel hat Widerhaken und bleibt nach dem Stechen in der Haut der Katze stecken. Er sollte mit einer Pinzette herausgezogen werden.

3.         Danach wird die Stichstelle mit einem feuchten Tuch oder einer frisch angeschnittenen rohen Zwiebel über 10 bis 15 Minuten gekühlt. Die Zwiebel kühlt nicht nur, sondern hat auch eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung.

4.         Schwillt die Stichstelle stark an oder leidet das Tier unter Schmerzen, muss es von einem Tierarzt behandelt werden.

5.         Besonders gefährlich sind Stiche im Rachenraum, weil es beim Anschwellen des Stichs zu Atemnot kommen kann. Beim Verdacht auf einen Stich im Bereich von Rachen, Fang oder Hals muss die Katze sofort zu einem Tierarzt gebracht werden. Auf dem Weg in die Praxis kann man den Hals des Tieres mit einem feuchten Tuch kühlen.

6.         Darüber hinaus sollten die Stichstelle und der Allgemeinzustand der Katze in den folgenden Tagen beobachtet werden, weil es zu Wundinfektionen kommen kann. Bei verdächtigen Symptomen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.