Katzen - Gemütliche Stubentiger

Während Wohnungskatzen sehr viel Zeit mit Schlafen und Körperpflege verbringen, streifen Outdoor-Artgenossen stundenlang umher, erkunden ihr Revier und gehen auf Beutefang.
Von Mag. Andrea Fallent, Fotos: Royal Canin

Zwei verschiedene Lebensstile mit unterschiedlichen Ansprüchen an optimale Ernährung: Wohnungskatzen bewegen sich auf durchschnittlich 35 bis 100 Quadratmetern, leben unter einer weitgehend konstanten Umgebungstemperatur, schlafen bis zu 18 Stunden täglich und wenden jeden Tag drei bis vier Stunden zur intensiven Körperpflege auf.

Außerdem nehmen sie bis zu 15 Mahlzeiten pro Tag zu sich, wenn sie freien Zugang zu Futter haben (ad libitum-Fütterung). Dieser an den Tagesablauf des Katzenbesitzers angepasste Lebensstil bringt zwar augenscheinliche Vorteile für die Tiere, ändert aber auch deren Bedürfnisse in Bezug auf Lebensumstände und Ernährung. In einem begrenzten Umfeld, das nur wenige Anreize bietet, Tatendrang zu entwickeln und auszuleben, verbraucht eine vier-Kilo-Katze kaum mehr als 180 Kalorien am Tag. Aus Mangel an Zerstreuung beginnen viele Katzen mehr zu fressen als sie benötigen. Ganz anders das Szenario in freier Wildbahn: Im täglichen Kampf ums Überleben ist die Katze gezwungen, zahlreiche kleine Beutetiere zu fangen, um ihren täglichen Energiebedarf zu decken.

Sie benötigt oft mehrere Fangversuche, bis sie die Beute letztendlich verspeisen kann. Selten wird aus der einmaligen Jagdtrophäe ein üppiges Festmahl: Mit ihren zirka 30 Kilokalorien ist eine Maus nicht viel mehr als ein leckerer Appetithappen, dem noch etliche weitere folgen müssen.

Die Outdoor-Katze ist ständig damit beschäftigt, ihre Fressbedürfnisse zu stillen. Würde eine freilebende Katze erst dann jagen, wenn sie tatsächlich Hunger bekommt, würde sie schlicht das Risiko eingehen, verhungern zu müssen. Im günstigsten Fall hat sie am Abend genügend Tiere erbeutet, um satt zu werden. Zudem ist sie aber auch sehr aktiv gewesen und hat auf der Pirsch viel mehr Energie verbraucht als ein durchschnittlicher Stubentiger.

Wohnungskatzen neigen zu Übergewicht und Haarballen- Bildung

Die Erkenntnisse über Wohnungskatzen machen ersichtlich, wie notwendig es ist, eine den Lebensgewohnheiten entsprechende Ernährung zu bieten. Vor allem eine mit geringem Energiewert, will man Übergewicht langfristig vermeiden. Einfach nur die Menge eines kalorienreichen Futters zu reduzieren, ist nicht ratsam: Denn die plötzliche Beschränkung der Futtermenge kann zu Frust bei der Katze und in der Folge zu Verhaltensproblemen führen. Die Trockennahrung des Indoor- Sortiments von Royal Canin ist optimal an die Bedürfnisse von Hauskatzen angepasst und enthält L-Carnitin, einen körpereigenen Eiweiß-Baustein, der die Aufnahme von Fett in das Bindegewebe limitiert und somit das Risiko von Übergewicht reduziert. Durch das eingeschränkte Jagdverhalten bleibt der Indoor- Katze auch mehr Zeit zum Schlafen und zur Fellpflege.

Die spezielle Form der Papillen auf der Zunge wirken wie eine natürliche Bürste, mit der die Katze ausgefallene Haare entfernt. Neben dem kosmetischen Effekt reduziert das Putzen auch den Stresspegel der Katze und ist Teil des Sozialverhaltens in einem Mehrkatzen- Haushalt. Das künstliche Licht in einer Wohnung führt zu einem konstanten Fellwechsel.

Bisweilen wird die ausgiebige Fellpflege zum Fall für den Tierarzt: Haarballen-Bildung im Verdauungstrakt kann zu Erbrechen, Verstopfung und lebensgefährlichen Darmverschlüssen führen. Eine aktuelle Studie von Royal Canin zeigt, dass eine vier-Kilo-Katze täglich bis zu 400 Milligramm Haare mit dem Kot ausscheidet, je nachdem, wie hoch der Fasergehalt des Futters ist. Das „Hairball-System“ in der Indoor-Ernährungslinie von Royal Canin mit einem höheren Gehalt an Ballaststoffen unterstützt die Ausscheidung der Haare über den Kot und hilft, gesundheitlichen Problemen bei Haus- und Langhaarkatzen vorzubeugen.

Das aktive Leben einer Freilandkatze

Als gezähmte Raubtiere erkunden Katzen mit Freilauf ein weitläufiges Territorium, jagen bis zu acht Stunden täglich, treffen auf Artgenossen, sind Temperatur- und Lichtschwankungen ausgesetzt und werden zumindest bis zur Kastration von ihrem Sexualzyklus beeinflusst.

Katzen-Abenteurer sind ganz anderen Risiken ausgesetzt als schnurrende Stubenhocker: Revierkämpfe, Parasiten, Unfälle, Umweltgifte – in der Aussenwelt lauern zahlreiche Gefahren. Das Immunsystem der umtriebigen Katzen wird durch die wechselnden Umwelteinflüsse ständig gefordert und ihr Bedarf an Energie, Vitaminen und Spurenelementen steigt mit dem Umfang an Aktivität.

Die neue In&Outdoor-Produktreihe von Royal Canin wurde speziell für Katzen mit Zugang ins Freie entwickelt und enthält eine effiziente „Anti-Age-Kombination“ aus den Vitaminen E und C, Taurin und Lutein – sogenannte Antioxidantien, die das Immunsystem im Kampf gegen widrige Einflüsse unterstützen. Lutein wird auch in der Humanmedizin bei der Behandlung von HIV-Infektionen eingesetzt. Omega-3-Fettsäuren beschleunigen den Heilungsprozess bei kleineren Verletzungen.

Oligosaccharide (Kohlenhydrate) stimulieren die Bildung von Antikörpern, dem wichtigsten Abwehrmechanismus bei Infektionen und unterstützen die Schleimhaut des Verdauungstraktes bei der Verarbeitung von unverdaulichen Bestandteilen.