Schmusestunde mit besonderem Touch

Katzen sind große Genießer - nur zu gerne lasse sie sich kraulen und schwelgen laut schnurrend und mit geschlossenen Augen in der Aufmerksamkeit, die sie erhalten. Eine ganz besondere Methode des Streichelns trägt überdies zum Stressabbau, zur Aktivierung körpereigener Kräfte des Tieres und sogar zur Linderung von Verhaltensproblemen bei: Tellington Touch, eine Behandlung, die ursprünglich für Pferde entwickelt wurde.

Pferdeflüsterer der ersten Stunde: Unzufrieden mit der etablierten Art des Pferdetrainings entwickelte die Kanadierin Linda Tellington-Jones in den siebziger Jahren eine ganz besondere Mehode, um schwierige Pferde auszubilden. Gewaltfrei und kommunikativ sollte diese Methode sein und sowohl bei Verhaltensproblemen als auch Krankheit und Reha zum Einsatz kommen. Bis heute ist die Methode TT.E.A.M. (Tellington Touch Equine Awareness Method, übersetzt etwa: Tellington-Jones-Pferde-Bewusstseinsmethode) nicht wissenschaftlich untermauert, doch viele Anhänger schwören darauf. Immer mehr Tierfreunde wende die eigens dafür entwickelte Form "TTouch" (für Tellington Touch) auch bei Hunden und vor allem Katzen an.

Das System ist nicht schwierig, sollte aber erlernt werden - Anleitungen gibt es beispielsweise in Buchform ("TTouch für Katzen" von Linda Tellington-Jones). In Schritt-für-Schritt-Bildern wird dort gezeigt, wie man das Tier mit sanft kreisenden Bewegungen und Streicheleinheiten entspannt und eine neue Art der vertrauensvollen Kommunikation etabliert. Der Halter muss dabei selbst konzentriert, ruhig und entspannt vorgehen; auch manche Katzen müssen erst das Vertrauen entwickeln, sich die Ohren, Pfoten und das Mäulchen massieren zu lassen. Hauptregel ist natürlich, das Tier zu nichts zu zwingen, sondern sich im wahrsten Sinne des Wortes langsam vorzutasten.