Buchtipp

Ihr Hobby - Gartenteiche
Titel:
Ihr Hobby - Gartenteiche
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Bernd Degen
Art.Nr.:
LI3276
Details:
79 Seiten, gebunden mit vielen Farbfotos.
Beschreibung:
Wasser ist Leben - der Mensch fühlt sich zum Wasser hingezogen. Gartenteiche kommen dem menschlichen Wunsch, dem Element Wasser nahe zu sein, sehr entgegen. Mit diesem Buch, das Sie in die Praxis des Teichbaus sowie die Tier- und Pflanzenwelt einführt, kommen Sie Ihrem Traum vom eigenen Gartenteich schnell näher.

Algen im Gartenteich – Ursachen und Bekämpfung

Kaum ein Gartenteichbesitzer kennt nicht dieses leidige Problem – Algenwuchs bzw. Algenbekämpfung bis zur Frustration. Nachstehend möchte ich einen Überblick über die möglichen Ursachen und die Maßnahmen gegen übermäßigen Algenwuchs aufzeigen.

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Ursachen

  • Die Hauptursache für übermäßigen Algenwuchs ist mit Sicherheit ein zu hoher Nährstoffgehalt im Wasser. Mit den herkömmlichen Wassertests können sie sehr gut NO3 (Nitrat) und PO4 (Phosphat) testen. Der Wert für NO3 sollte 50 mg/Liter und der Wert für PO4 sollte 0,1 mg/Liter nicht übersteigen. Sollte dieser Grenzwert überschritten werden, wird man immer mit einem Hang zum Algenwuchs kämpfen.
  • Hohe Wassertemperatur – hier lässt sich im Nachhinein meist nicht mehr viel ändern. Beim Neubau eines Gartenteichs sollte man eine Tiefe von mindestens 120 cm einplanen. Je tiefer der Teich gebaut wird, desto weniger reagiert die Wassertemperatur auf Veränderungen der Wetterlage. Auch bei der Überwinterung von Fischen und anderer Teichbewohnern gibt es dann kaum Probleme.
  • Sauerstoffgehalt zu niedrig – je höher der Sauerstoffgehalt, desto schneller werden Schadstoffe aerob von Bakterien verarbeitet.
  • Licht – die Sonnen können wir nicht beeinflussen. Bei der Teichplanung sollten wir jedoch eher einen halbschattigen Platz bevorzugen. Achten sie jedoch darauf, dass im Herbst nicht zuviel Laub von Schatten spendenden Bäumen in den Teich fällt.

Bekämpfung

Eigentlich „ganz einfach“ – wenn wir die Ursachen beseitigen, haben wir den „Krieg“ schon fast gewonnen.

  • Hohen Nährstoffgehalt entfernen wir am besten mit einem leistungsfähigen Filter der besser etwas überdimensioniert ist. Bei hohen PO4-Werten hat sich als Filtermaterial Zeolith (kann auch lose in die Sumpfzone gestreut werden) sehr gut bewährt. Auch regelmäßige kleine (maximal 20%) Wasserwechsel mit nährstoffarmem Wasser (z.B. Regenwasser gemischt mit Leitungswasser) verringern den Nährstoffgehalt.
  • Hohe Wassertemperaturen „bekämpft“ man am besten mit einer schattigen Lage und einer entsprechenden Teichtiefe.
  • Den Sauerstoffgehalt kann man mit einer entsprechenden Wasserbewegung, wie z.B. mit einem Bachlauf erhöhen. Auch der Oxydator von der Firma Söchting hat sich sehr gut bewährt. Dieses Gerät funktioniert kabellos und kann auch im Winter unter der Eisdecke eingesetzt werden. Dies gewährleistet ein sicheres Überwintern ihrer Teichbewohner unter der Eisdecke.
  • Weitere Maßnahmen bei Schwebealgen – hier hat sich der Einsatz einer UV-C Entkeimungslampe sehr bewährt. Das Teichwasser wird mit einer Pumpe (kann auch eine bestehende Springbrunnenpumpe oder Teichfilter sein) durch dieses Gerät gepumpt. Dadurch werden alle Algensporen und Krankheitserreger abgetötet. Binnen weniger Tage verschwinden Schwebealgen aus dem Teich.
  • Teichtorf – der Einsatz von Teichtorf bewirkt eine Senkung des PH-Werts und eine leichte Einfärbung des Wassers. Dadurch steht den Algen weniger Licht zur Verfügung.
  • Bakterienpräparate – wie z.B. FB3 von der Firma Dennerle. Diese Klarwasserbakterien klären das Wasser. Oder FB4 – Schlammabbaubakterien. Diese Bakterien „fressen“ den Schlamm, der sich am Teichboden absetzt.
  • Chemische Algenbekämpfungsmittel – sollten nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Da diese Präparate nicht die Ursache bekämpfen, ist ihre Wirkung nicht von allzu langer Dauer. Sobald die Wirkung nachlässt, wachsen die Algen munter weiter.
  • Algenfressende Teichbewohner – wie z.B. Teichmuschel, Grasamur, Silberamur, usw. – besuchen sie eine unserer Filialen, wir beraten sie gerne.

Wie sooft im Leben gibt es nicht eine Ursache und daher auch nicht eine alleinige Maßnahme, die das Problem aus der Welt schafft. Versuchen Sie daher, so viele Ursachen wie möglich auszuschalten und sie werden bald sehen, dass sich das Wasser klärt und die Algen immer weniger werden.

Viel Erfolg und schöne Tage am Teich wünscht ihnen ihr Tomy`s Zoo Team.

Kaum erwärmen die ersten Sonnenstrahlen den Gartenteich, erwacht dieser zu neuem Leben. Insekten und Amphibien können wir vermehrt beobachten. Die Pflanzen beginnen zu wachsen und die Vögel zwitschern im Chor. Auch wir erwachen aus dem "Winterschlaf" und beobachten mit Freude das bunte Treiben am Teich. Meist mit einem lachenden und zwei oder drei weinenden Augen. Jedes Jahr das selbe. Algen!!!Putzen!!!Algen!!!Putzen!!! Macht Spaß. Oder?

Damit Sie im "Kampf" gegen das Algenwachstum nicht Zweiter sind, haben wir für Sie einige Tipps und Anregungen parat.

Algen sind nieder entwickelte Pflanzen. Zum Wachstum brauchen Sie Licht, Wasser und Nährstoffe. Das Licht können wir (meist) nicht beeinflussen. Also müssen wir bei den Nährstoffen ansetzen. Nährstoffe kann man grundsätzlich mit jeder Art von Sauerstoff abbauen. Man kann den Teich mit einer Luftpumpe durchlüften oder mit einem Bachlauf bereichern. Super in der Anwendung ist der Oxydator von Söchting. Er bringt nicht nur Luft sondern reinen Sauerstoff in den Teich ein. Alle Nährstoffe werden dadurch viel schneller verarbeitet und man entzieht dadurch den Algen die Nährstoffgrundlage.

Bei Schwebealgen (grünes Wasser) haben wir beste Erfahrungen mit UV-C Klärern gemacht. Das Wasser wird mit einer Pumpe oder mit einem Teichfilter (ev. bereits vorhanden) durch den UV-C Klärer gepumpt. Die Algensporen werden abge-tötet. Es gelangt keine Chemie in den Teich. Pflanzen, Fische und andere Teichbewohner werden nicht beeinträchtigt. Nur bei einer eventuellen Medikamenten-behandlung müssen Sie den UV-C Klärer abdrehen.

Weiters können Sie Ihren Teich mit Zeolithgestein (speichert Schadstoffe) und Teichtorf (senkt den pH-Wert) unterstützen. Kommen Sie zu uns, wir beraten Sie gerne.

Auch mit div. Teichbewohnern können Sie die Algen kurz halten. Teichmuscheln und der Silber-amur filtrieren Schwebeteile aus dem Wasser. Der Grasamur frisst Fadenalgen (aber leider auch feine Wasserpflanzen).

Zuguterletzt sollten Sie sich aber auch vor Augen halten, dass es den "algenfreien Teich" nicht gibt!
Ein geringes Algenwachstum ist durchaus normal. Die Algen sollten allerdings nicht störend in den Vordergrund treten.