Der Frühjahrscheck für den Gartenteich

Unsere Gartenteiche sind dem Wechsel der Jahreszeiten ausgesetzt und mit den fallenden und steigenden Temperaturen ändern sich auch die Lebensbedingungen im System Gartenteich. Damit der Teich im Frühjahr optimal startet und im Sommer ein Prachtstück wird, sind einige wenige Pflegearbeiten zu Beginn der Saison empfehlenswert.

Ein Gartenteich ist ein komplexes System mit vielen biologischen und chemischen Kreisläufen. Das hört sich im ersten Moment kompliziert an, aber wenn man die wichtigsten Regeln einigermaßen befolgt, bleibt das System Gartenteich stabil und sieht gut aus.

Das Wasser checken

Sie fahren Auto? Haben Sie ein eigenes Fahrzeug? Wenn ja, dann hat es doch sicherlich eine Tankanzeige, damit Sie wissen, wann das Benzin oder der Diesel alle sind. Und Sie kontrollieren den Ölstand und auch den Reifendruck. Die Wasserwerte seines Gartenteiches zu kennen und regelmäßig zu kontrollieren, ist ebenfalls wichtig, denn nur bei vorgegebenen Wasserwerten funktioniert das System Gartenteich optimal. Der erste Wassertest im Frühjahr sollte folgende Wasserwerte messen: Karbonathärte, pH-Wert, Nitrit und Phosphat. Ihr ZOO & Co. Partner ist gerne behilflich, wenn Sie mit ca. 500 ml Wasser (Gefäß unter Wasser verschließen, damit keine Luft mehr enthalten ist) zu einer Wasseranalyse bei ihm vorbeischauen.

 

Der für den Gartenteich wichtigste Wasserwert ist die Karbonathärte, die man durchaus mit dem Ölstand beim Auto vergleichen kann. Ist sie zu niedrig, nimmt der Teich Schaden und sie kann sich – genau wie das Öl im Auto – auch verbrauchen. Gerade nach dem Winter ist die Karbonathärte in vielen Gartenteichen zu niedrig, denn durch die Prozesse am Teichboden wird sie abgebaut.

 

Die Karbonathärte ist ein wichtiges Puffersystem für den pH-Wert, d.h. nur bei ausreichend hoher Karbonathärte ist der pH-Wert auch stabil (Idealwert im Teich pH=8,3). Die Karbonathärte besteht aus Calcium- und Magnesiumhydrogencarbonat und liefert die für alle Lebensfunktionen im Gartenteich extrem wichtigen Calcium- und Magnesiumionen. Liegt sie unter 5° Karbonathärte, so hat der Teich sowohl ein chemisches als auch ein biologisches Problem. Der pH-Wert bleibt nicht stabil und gleichzeitig können Mikroorganismen im Filter und Wasserpflanzen nicht richtig funktionieren, da zu wenig Calcium und Magnesium vorhanden sind.

 

Mit „Teich Stabil“ von KI KA IBA können sowohl pH-Wert als auch Karbonathärte optimal eingestellt werden. Das Produkt hat insgesamt fünf wichtige Funktionen: Die Karbonathärte wird angehoben, gleichzeitig bei Verbrauch nachgeliefert, der pH-Wert wird auf 8,3 eingestellt (ohne vorherige Wassertests und egal, ob von oben sauer oder alkalisch), Schwermetalle werden entfernt und Huminsäuren ausgefällt. Das ist natürlich etwas abstrakt, aber man kann sich die Wirkung gut veranschaulichen, wenn man sich Folgendes vorstellt: Es ist Sommer, sehr heiß und drückend und die Ozonwerte sind hoch. Das Atmen fällt schwer und körperliche Anstrengung führt dazu, dass man die Wirkung des Ozons sofort spürt. Jetzt kommt ein Sommergewitter, nach dem die Luft wieder klar und kühl ist und sehr gut riecht. So ähnlich kann man sich den Effekt von Teich-Stabil auf die Teichbiologie vorstellen und der stabile pH-Wert, die hohe Karbonathärte und das Fehlen von Schwermetallen bringen den Teich wieder ins Gleichgewicht. Das Zooplankton (Wasserflöhe, Hüpferlinge & Co.) vermehren sich rasant und filtern Schwebealgen und schädliche Mikroorganismen aus dem Wasser. Der Gartenteich kann optimal eingestellt in die neue Saison starten.

Die Technik installieren

Pumpe, Filter und UV-Wasserklärer sind den Winter über normalerweise abgeschaltet und überwintern im Schuppen oder Keller. Wenn nicht schon im Herbst eine Grundreinigung erfolgt ist, sollte jetzt alles gesäubert werden. Besonders wichtig sind die Schläuche, denn Ablagerungen und Verschmutzungen lassen die Pumpenleistung dramatisch sinken. Beim UV-Wasserklärer ist der Wechsel des Brenners von großer Bedeutung, da die Leistung nicht ausreichen kann, um die anfallenden Schwebealgen wirkungsvoll zu reduzieren. Ihr ZOO & Co. Fachhändler freut sich, wenn Sie den alten Brenner mitnehmen und so die genaue Größe klar ist. Zudem kann er den Altbrenner dann gleich fachgerecht entsorgen. Damit der Filter gleich optimal funktioniert, sollte ab 12 °C Wassertemperatur ein Bakterienstarter eingesetzt werden.

 

Algenvorbeugung beginnt im Frühjahr

Egal ob Faden- oder Schwebealgen, ein Gartenteich sieht ohne sie besser aus. Unter den im Wasser vorhandenen Nährstoffen sind die Phosphate entscheidend für das Wachstum von Algen. Bereits ab 0,035 mg/l können diese gedeihen und den Teich verunstalten. Eine rechtzeitige Algenkontrolle durch das Binden von Phosphat ist daher entscheidend für das Algenwachstum im Jahresverlauf. Das ist auch logisch, denn es ist viel schwieriger, Algen zu bekämpfen, die bereits da sind. Am Ende des Frühjahrs und im Sommer sind dann so viele Phosphate in der Biomasse des Gartenteiches gespeichert (Algen, Wasserpflanzen usw.), dass eine Reduktion der Phosphate schwierig ist.

 

Fische füttern

Fische sind wechselwarme Lebewesen, die ihren Stoffwechsel der Wassertemperatur anpassen. Unter 8 °C Wassertemperatur macht das Füttern daher keinen Sinn, da der Stoffwechsel der Fische das Futter noch nicht voll verwerten kann. Es kann sogar sein, dass gierig fressende Fische sich selber vergiften, da die Verdauung noch nicht richtig funktioniert. Besser ist es, den Stoffwechsel der Fische erst mit den natürlichen Futtermitteln wie abgestorbenen Pflanzenresten und Mulm in Schwung kommen zu lassen und dann erst zu füttern.

 

Schlamm absaugen ja – aber richtig

Viele Gartenteichbesitzer reduzieren die Schlammmenge im Frühjahr durch den Einsatz eines Teichschlammsaugers. Das ist durchaus sinnvoll, denn im Teichschlamm sind viele Nährstoffe gespeichert, die zu Algenproblemen führen können. Beim Absaugen des Schlamms werden aber die den Winter über angereicherten Phosphate im Wasserkörper verteilt und begünstigen das Algenwachstum deutlich. Es ist daher sehr wichtig, direkt nach dem Schlammsaugen einen Phosphatbinder (z.B. KI KA IBA Algen-Vorbeugung) anzuwenden. Ein weiterer Vorteil dieser Algen-Vorbeugung ist die biologische Reduzierung des Schlamms, denn durch das Produkt werden Schlamm abbauende Mikroorganismen besser mit Sauerstoff versorgt und können anfallenden neuen Schlamm gut vermindern.

 

 

Das Wichtigste zusammengefasst:

Zuerst werden die WASSERwerte überprüft und ein Teil des Wassers gewechselt. Hierbei bitte kein Regenwasser benutzen, denn es ist zu weich und enthält keine Karbonathärte!

Die TECHNIK wird gereinigt (Schläuche nicht vergessen), auf Funktion überprüft und installiert. Der UV-Wasserklärer erhält einen neuen UVBrenner, damit er die anfallenden Schwebealgen gut reduzieren kann. Wenn Teichschlamm abgesaugt wird, sollten die aufgewirbelten Phosphate gebunden werden, ansonsten droht eine kräftige Algenblüte.

FISCHE bitte erst ab 8 °C füttern, denn bei niedrigeren Temperaturen fressen die Fische zwar, können das Futter aber nicht verwerten.