Die Teichsaison ist eröffnet!

Es grünt überall, die ersten Frühjahrsboten blühen, die Tage werden länger und wärmer – Frühlingsgefühle erwachen, und es juckt den Teich-Fan zunehmend in den Fingern, seinen Teich aus der Winterruhe zu wecken. Mit unserer einfachen Anleitung ganz einfach

 

1.     Fütterung:
Wenn Goldi, Koi & Co. aus der Winterruhe kommen und die Temperatur tagsüber durchschnittlich 12 Grad beträgt (Teichwasser konstant über 11 Grad Celcius), sollte damit begonnen werden, jeden zweiten Tag kleine Mengen leicht verdauliches Futter zu geben – schließlich haben die Tiere mehrere Monate „gedarbt“. Ideal ist KI KA IBA Weizenkeimfutter. Auch Vitamingaben zur Stärkung der Abwehrkräfte sind sinnvoll, zum Beispiel JBL KoiVitol. Eiweißreicheres Futter kann gegeben werden, sobald die Wassertemperatur mehr als 15 Grad beträgt. Generell gilt: Man füttert nur so viel, wie die Fische in wenigen Minuten fressen.

2.     Algenstopp:
Leider bringen die milderen Temperaturen auch das Algenwachstum in Schwung. Eine erste Gegenmaßnahme ist das Entfernen von abgestorbenen und modernden Pflanzenteilen aus dem Teich. Das gelingt zum Beispiel mit einem rechteckigen Teichkescher. Stärkerem Algenwuchs mit natürlichen Spezialprodukten (Phosphatbinder) vorzubeugen, kann später viel Arbeit ersparen

3.     Techniktest:
Auf jeden Fall sollte jetzt die Teichtechnik überprüft werden. Denn Voraussetzung für einen gesunden Teich sind eine gute Wasserzirkulation, optimales Filtern und Sauerstoff. Die Pumpe wird mit einem Spezialreiniger gesäubert. Im Filter werden – falls nötig –Filterschwämme ausgetauscht. Dem Filter reicht eine „Katzenwäsche“, sonst werden die wertvollen Bakterien zerstört. Ab 10 Grad Celsius kann der Filter mit Spezialbakterien in Betrieb genommen werden

4.     Teichpflege:
Teichpflegemittel sorgen für ein natürliches Gleichgewicht. Ein UV-Teichklärer mit ultravioletten Strahlen ist sinnvoll und belastet das Wasser nicht. Falls ein Teil des Wassers ausgewechselt werden muss, sollte dies nicht mehr als ein Viertel betreffen: Schon der Austausch dieser Menge verändert das ökologische Gleichgewicht des Teichs. Der Vorteil eines geringen Wasseraustauschs liegt darin, dass Algen in „aufgefrischtem“ Wasser schlechter wachsen, und der Boden leichter gereinigt werden kann – aber Vorsicht: Nicht die Teichfolie beschädigen.

5.     Wasserwerte:
Um die Wasserwerte zu überprüfen, muss niemand mehr Chemie studiert haben: Die Mitarbeiter in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt mit Teichabteilung testen gerne für Sie Ihr Teichwasser. Dazu bringen Sie einfach in einem kleinen, verschließbaren Behälter eine Wasserprobe (ca. 250 ml) Ihres Teiches mit. Der Behälter sollte verschließbar, sauber und vorab mit Teichwasser ausgespült worden sein sowie direkt im Wasser verschlossen werden. Dann kann keine Luft ins Probengefäß gelangen, die die Werte beim Transport ändern kann. Der ZOO & Co. Fachmarkt hält aber auch einfach zu handhabende Testsets bereit und berät Sie gerne. Neben den Wasserwerten sollten besonders die Schadstoffwerte sowie der pH-Wert überprüft werden. Der optimale pH-Wert liegt bei ca. 8,2.

6.     Randgestaltung
Bevor die Pflanzen zu üppig ausschlagen und an Volumen zulegen, können sie jetzt eingekürzt werden. Eingegangene Pflanzen können mit neuem, dekorativem Grün ersetzt werden.

7.     Fischkauf
Sollten auch neue Fische gekauft und eingesetzt werden, darf der Temperaturunterschied zwischen Tüten- und Teichwasser nicht zu groß sein. Auch die Wasserwerte zwischen Tüten- und Teichwasser dürfen nicht zu unterschiedlich sein – sonst droht den Tieren ein „Kulturschock“. Der Fischbestand kann vorbeugend gegen Krankheiten behandelt werden. Anschließend sollte die Schleimhaut der Fische wieder aufgebaut werden.

 

Nach getaner Arbeit wartet die verdiente Belohnung: Mußestunden und Erholung im Garten und am gesunden Teich, aus dem die Fische grüßen und den Alltag vergessen lassen.