Buchtipp

Chamäleons - Drachen unserer Zeit
Titel:
Chamäleons - Drachen unserer Zeit
Verlag:
Natur und Tierverlag
Autor:
W. Schmidt, K. Tamm, E. Wallikewitz
Art.Nr.:
52966
Details:
160 Seiten, viele Farbfotos, kartoniert
Beschreibung:
Gut verständlich geschrieben und eindrucksvoll bebildert, stellen die Autoren die faszinierende Welt der Chamäleons vor. Ihre langjährige Erfahrung bei der Pflege und Zucht dieser hochspezialisierten Echsen spiegeln sich auch im Terrarienteil des Buches wider. Hier werden Themen wie Ernährung, Unterbringung und Krankheiten behandelt. Eine Besonderheit stellt auch der umfangreiche Artenteil dar, in dem über 100 Arten beschrieben werden.

Chamäleons - Saurier der Neuzeit

Chamäleons faszinieren schon immer den Menschen durch ihre wechselnde Farbenpracht, ihre ungewöhnliche Jagdmethode mit ihrer langen Zunge und ihren unabhängig beweglichen Augen. Seit ihren Ursprüngen vor über 50 Millionen Jahren leben sie in verschiedensten Lebensbereichen und können daher zurecht als Saurier der Neuzeit benannt werden.
Chamäleons galten immer als sehr schwierig zu pflegende Terrarientiere. Das stimmt heute nur mehr zum Teil. Durch neueste Erkenntnisse ist es durchaus möglich zumindest einige Arten erfolgreich im Terrarium zu halten und auch zu vermehren.
Chamäleons kommen in einer großen Artenvielfalt vor. Sie weisen eine Körperlänge von 4 cm (Erdchamäleons) bis zu über 70 cm (Furcifer oustaleti) vor und bewohnen dabei die unterschiedlichsten Biotope. Die meisten Arten sind baumbewohnend. Es gibt aber auch Arten, die am Boden leben.

Der Temperaturbereich reicht von tropischen Regenwäldern bis hin zu trockenen Savannen. So ist es für die Terrarienhaltung ausgesprochen wichtig, die genaue Herkunft des Tieres zu wissen.

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Herkunft

Als Hauptverbreitungsgebiet gilt Zentralafrika, im besonderen Madagaskar. Darüberhinaus erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über ganz Afrika, das südliche Spanien, den Nahe Osten bis östlich davon tief nach Asien.

Farbwechsel

Die Haut der Chamäleons ist wie bei allen Reptilien mit Schuppen besetzt. In den obersten Hautschichten befinden sich Pigmentzellen, in welchen der Farbstoff, das sogenannte Melanin, wandert. Diese Veränderungen werden über das Nervensystem gesteuert. Ist diese Funktion gestört, z.B. bei kranken oder schwachen Tieren, erscheinen diese blass. Den Farbwechsel setzen Chamäleons nicht nur optimal zur Tarnung in ihrem Lebensraum ein, sondern in erster Linie als Kommunikationsmittel untereinander. So kann man sehr schön Erregungszustände, z.B. bei einem Territorialkampf oder bei der Balz, erkennen.

Die Zunge

Chamäleons sind in der Lage, ihre Zunge weit herauszuschleudern, ein Beutetier zu fangen und dieses mit der Zunge in den Mund zu transportieren. Die Zunge kann bei einigen Arten durchaus die Körperlänge übertreffen. Die Treffergenauigkeit hängt mit der körperlichen Gesamtverfassung und der Erfahrung des Tieres zusammen. So haben kranke Tiere durchaus Schwierigkeiten, ihre Beute zu treffen.

Die Augen

Chamäleons besitzen sehr bewegliche Kuppelaugen, die den Tieren den totalen Überblick ermöglichen. Die Augen können unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegt werden. So kann durchaus ein Auge nach vorne, und das andere Auge nach hinten sehen. Schon durch kleine Kopfbewegungen erreicht ein Chamäleon einen totalen Rundumblick. Bei der Jagd ist dieses Sehvermögen von großem Vorteil.

Das Verhalten

Chamäleons bewegen sich meist ausgesprochen langsam durchs Leben. In entsprechenden Situationen können sie jedoch auch richtiggehend "rennen". Schnelle Bewegungen spielen im Leben aller Chamäleons keine große Rolle. Die Kommunikation untereinander findet in erster Linie über optische Reize statt. Paarungsbereitschaft bei Weibchen, Revieransprüche bei Männchen oder auch allgemeines Unwohlsein wird über Farbwechsel angezeigt. Darüberhinaus drohen Chamäleons durch wippende Bewegungen oder Fauchen mit weit aufgerissenem Maul.

Die Haltung

Chamäleons sind Einzelgänger. Die Haltungsansprüche sind von Art zu Art doch wesentlich verschieden. Fragen Sie unsere Mitarbeiter zu den besonderen Ansprüchen der jeweiligen Tiere. Für alle Chamäleons gilt jedoch, dass sie ein besonders gut durchlüftetes Terrarium brauchen. So können wir für größere Tiere den Gitterkäfig von ZOOMED empfehlen. Für ein gutes Wohlbefinden aller Tiere ist ein Strahler mit UV-Anteil von besonderer Wichtigkeit.

Die Ernährung

Chamäleons sind Insektenfresser. Je nach Körpergröße des Tieres werden alle Arten von Futterfliegen, Heimchen, Grillen und Heuschrecken gerne genommen. Große Tiere schrecken auch vor kleinen Säugern, Echsen oder sogar kleinen Artgenossen, nicht zurück. Aus diesem Grund sollten große Chamäleons nicht mit anderen kleineren Reptilien (z.B. Phelsumen) vergesellschaftet werden. Futterinsekten erhalten sie in unseren Geschäften in allen Größen.


Zusammenfassend kann man sagen, daß einige Chamäleonarten heute durchaus recht einfache Pfleglinge sein können. Die Tiere zeigen sehr abwechslungsreiche Verhaltensweisen und sind daher für den Terrarianer sehr interessante Reptilien. Für mehr Informationen wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter.

Literatur

CHAMÄLEONS - DRACHEN UNSERER ZEIT, Schmidt/Tamm/Wallikewitz, NTV Verlag, 160 Seiten, Art.Nr.: 52966, € 24,80

IHR HOBBY CHAMÄLEONS, Kieselbach, Bede Verlag, 96 Seiten, Art.Nr.: LI3556, € 12,80

CHAMÄLEONS, Dost, Ulmer Verlag, 95 Seiten, Art.Nr.: LI4620, € 16,40