Erdchamäleon - Rieppeleon brevicaudatus

Rieppeleon brevicaudatus erreicht eine Gesamtlänge von ungefähr 80 mm, von der 1/5 auf den Schwanz entfällt. Die Art imitiert in ihrem äußeren Erscheinungsbild ein vertrocknetes Blatt. Das Stummelschwanzchamäleon ist in den Regenwäldern Ost Tansanias und Süd Kenias beheimatet. Die tagaktiven Tiere bewohnen die untere Strauchschicht des Waldes. Das Klima ist dort überwiegend feuchtwarm mit maximalen Tagestemperaturen bis 25 °C. Die Nachttemperaturen können bis auf 18 °C fallen. Die Luftfeuchtigkeit schwankt je nach Jahreszeit zwischen 70 und 90%.

Bei einer Terrariengröße von 45 x 45 x 60 cm ist die Haltung eines Paares problemlos möglich. Als Bodengrund kann man Dschungelerde oder Kokosfasern verwenden. Dünne Zweige und eine Bepflanzung mit Kletterpflanzen, z. B. Ficus pumila, oder aber künstliche Pflanzen dienen als Klettermöglichkeiten. Es sollten auch viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Zur Beleuchtung eignen sich handelsübliche KompaktLeuchtstoffröhren mit einem fünfprozentigen UVB-Anteil. Kleine Heizstrahler mit maximal 50 Watt reichen aus, einen optimalen Wärmebereich zu schaffen. Dabei sollte darauf geachtet werden, ein leichtes Wärmegefälle im Terrarium zu schaffen. Auch eine gute Belüftung des Terrariums ist sehr wichtig. Als Futter eignen sich Stubenfliegen, Fruchtfliegen, kleine Grillen und Heimchen, Wachsmotten und deren Larven und kleine Spinnentiere. Unerlässlich ist die Zugabe von Vitaminen und Mineralien. 2 bis 3 mal am Tag sollte das Terrarium besprüht werden. Dabei sollte man vermeiden, die Tiere direkt anzusprühen.

 

Die Tiere nehmen das benötigte Trinkwasser über die nasse Terrarienbepflanzung auf. Man kann aber auch eine sogenannte Tropftränke installieren. Wie alle Chamäleons ist auch diese Art dazu fähig, ihre Körperfarbe binnen Sekunden zu verändern, allerdings ist diese Fähigkeit beim Stummelschwanzchamäleon nur eingeschränkt vorhanden Das vorhandene Farbspektrum reicht von verschiedenen Gelb, Braun und Grautönen über ein blasses Grün bis zu einer fast schwarzen Körperfärbung.

 

Die Geschlechter unterscheiden sich durch die verdickte Schwanzwurzel beim Männchen. Die Weibchen tragen die befruchteten 2–9 Eier etwa 30 Tage lang im Körper und setzen sie in der Regel dann in einer vorher ausgehobenen Grube im feuchtwarmen Bodensubstrat ab. Abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit des Substrates schlüpfen aus den Eiern nach 40–60 Tagen Jungtiere mit einer Gesamtlänge von ungefähr 15 mm, die nach ungefähr 9 Monaten die Geschlechtsreife erreichen können. Die Jungtiere müssen anfangs mit sehr kleinen Insekten gefüttert werden.