Buchtipp

Der Grüne Baumpython
Titel:
Der Grüne Baumpython
Verlag:
Herpeton Verlag
Autor:
Markus Weier & Ralf Vitt
Art.Nr.:
3980621413
Details:
110 Seiten, kartoniert
Beschreibung:
Das Buch behandelt ausführlich alle Aspekte der Biologie, Pflege und Zucht dieser faszinierenden Schlangenart und enthält wertvolle Detailinformationen und praxisnahe Anleitungen. Ein umfangreiches Kapitel ü ber häufige Erkrankungen des Grünen Baumpython rundet das Werk ab.

Der Grüne Baumpython

Die Haltung des Grünen Baumpythons erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Zweifellos macht das außergewöhnliche Aussehen und das Verhalten einen großen Teil des Reizes dieser Schlangenart aus. Nach dem heutigen Kenntnisstand muß die Art der Gattung Morelia zugeordnet werden, so daß der heute gültige wissenschaftliche Name „Morelia viridis“ lautet. Der Artname viridis bedeutet grün. Im Englischen wird der Grüne Baumpython „Green Tree Python“ genannt.

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Größe und Färbung

Bei dem Grünen Baumpython handelt es sich um eine mittelgroße, relativ schlanke Riesenschlange mit dünnem Hals- Körper-Übergang und deutlich abgesetztem Kopf. Die Gesamtlänge beträgt zwischen 120 – 200 cm; in der Regel 150 cm, wobei die Männchen immer kleiner sind. Die Pupillen sind senkrecht geschlitzt und die Iris ist gelblich bis grünlich. Die Grundfärbung der ausgewachsenen Exemplare variiert in einer Vielzahl von Grüntönen; diese reichen von hell- über smaragd- bis dunkelgrün. Auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule verläuft meist eine mehr oder weniger zusammenhängende Linie aus weißen oder gelblichen Punkten.

Diese Punkte treten auch vereinzelt auf den seitlichen Körperpartien der Tiere auf. Die Färbung der Bauchunterseite variiert von cremeweiß über gelb bis zu bläulich. Frisch geschlüpfte Morelia viridis sind gelb, rötlich oder bräunlich. Die Umfärbung beginnt mit sechs bis acht Monaten und ist spätestens nach zwei Jahren abgeschlossen.

Herkunft

Der Grüne Baumpython bewohnt den tropischen Regenwald und das feuchte Hochland von Neuguinea sowie Nord- Australien. Man findet ihn dort in Gebieten auf Meereshöhe, aber auch auf bis zu 2.000 Meter Seehöhe. Der Morelia viridis lebt dort auf Bäumen und Sträuchern. Sein Greifschwanz verschafft ihm einen sicheren Halt im Geäst.

Verhalten

Während des Tages ist der Baumpython inaktiv und liegt in typischer Körperhaltung zusammengerollt auf Bäumen – schlecht sichtbar für mögliche Räuber. Erst in der Dämmerung wird der Grüne Baumpython aktiv und geht auf Nahrungssuche. Zum Beutespektrum gehören hauptsächlich kleine Säugetiere und Vögel. Der Baumpython lebt wie die meisten anderen Schlangen solitär. Er ist standorttreu und kann mehrere Jahre auf einem Baum leben, solange ausreichend Nahrung vorhanden ist.

Haltung

Der Grüne Baumpython stellt hohe Ansprüche an die künstlich geschaffene Welt des Terrariums und ist kein Tier für Neueinsteiger in die Terraristik. Vor der Anschaffung eines solchen Tieres sollte man sich das nötige Grundwissen durch Fachliteratur und vor allem über den Austausch mit erfahrenen Terrarianern aneignen. Im Idealfall sollte Morelia viridis einzeln gepflegt werden, dies gilt speziell für die Männchen.

Das Terrarium sollte nicht zu klein bemessen sein, damit es beim Tier nicht zu Stresserscheinungen , wie Aggressivität oder Futterverweigerung kommt. Als baumbewohnende Riesenschlange benötigt der Grüne Baumpython ein Terrarium mit ausreichender Höhe. Es sollte auch reichlich bepflanzt und mit genügend Kletter- und Liegeästen ausgestattet sein.

Die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60 – 80 % liegen und wird durch ein zweimaliges tägliches Besprühen mit lauwarmen Wasser auf 80 – 95 % erhöht. Morelia viridis regelt seinen Wasserhaushalt zum großen Teil über die Atemluft und die Haut. Tiere, die über längere Zeit ohne Trinkwasser oder bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit gehalten werden, erkranken und können an den Folgen von Austrocknung sterben. Die Lufttemperatur soll tagsüber bei 29 – 31 °C liegen und in der Nacht auf 23 – 25 °C fallen.

Zur Beleuchtung des Terrariums muß gesagt werden, dass die Aufenthaltsorte der Grünen Baumpython unter natürlichen Bedingungen nicht übermäßig der Sonne ausgesetzt sind. Aus diesem Grund sollte das Terrarium auch nicht zu hell beleuchtet sein. Über die Lebenserwartung von Morelia viridis in freier Natur liegen keine Angaben vor. Man weiß nur, dass sie in menschlicher Obhut über 15 Jahre werden können. Wenn Sie mehr über diese interessanten Tiere wissen möchten, besuchen Sie unsere Terraristikabteilungen und wenden sich an unsere Mitarbeiter. Wir führen aber auch in allen unseren Filialen Fachliteratur über dieses Thema.

Ernährung

Einer der wichtigsten Punkte bei der erfolgreichen Pflege und Zucht des Grünen Baumpythons besteht in einer möglichst optimalen Ernährung. Durch die Futtertiere werden alle für die Schlangen wichtigen Nährstoffe aufgenommen und dies wiederrum ist Grundlage für ein funktionierendes Immunsystem. In menschlicher Obhut werden hauptsächlich Mäuse, Ratten und gelegentlich Küken verfüttert. Das Futtertier sollte nicht viel dicker sein, als der Körperumfang der Schlange.

Terrariengröße laut österreichischem Tierschutzgesetz

Für 1-2 Tiere bis 50 cm    0,1 m2 Grundfläche bei 40 cm Höhe,

Aufzuchtbecken

für 1-2 Adulte Tiere          0,90 m2 Grundfläche bei 100 cm Höhe,

für jedes weitere Tier +0,2 m2 Grundfläche.

Literatur

DER GRÜNE BAUMPYTHON, Arth/Baus, NTV Verlag, 63 Seiten, Art.Nr.: 3937285717, € 9,80