Buchtipp

Leopardgeckos
Titel:
Leopardgeckos
Verlag:
NTV Verlag
Autor:
Henkel, Knöthig, Schmidt
Art.Nr.:
LI1535
Details:
79 Seiten, kartoniert, mit vielen Farbfotos.
Beschreibung:
Leopardgeckos zählen zu den besonders geeigneten Terrarientieren. In Ihrem Buch stellen die Autoren die Geckos in ihren Eigenheiten vor und machen den Leser mit den interessanten Pfleglingen vertraut. Ausführlich wird auf die richtige Unterbringung, Pflege und Vermehrung eingegangen, aber auch Informationen zum Lebensraum, den verschiedenen Arten und Unterarten sowie die zahlreichen Farbvarianten kommen nicht zu kurz. Es ist ein Leitfaden entstanden, der hilft, Fehler zu vermeiden und somit viel Freude und Erfolg bei der Pflege von Leopardgeckos zu haben.

Buchtipp

Leopardgeckos
Titel:
Leopardgeckos
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Gerti Keller & Eva-Grit Schneider
Art.Nr.:
3898601145
Details:
96 Seiten, gebunden, mit vielen hochwertigen Farbfotos
Beschreibung:
Wer gerne exotische Reptilien beobachtet, kommt mit diesen interessanten Tieren voll auf seine Kosten. So ist es überaus faszinierend, sich nach der Fütterung vor das Terrarium zu setzen und seinen ungewöhnlichen Bewohnern beim Beutefang zuzusehen. Ein wunderbares Buch aus der erfolgreichen BEDE Serie "Ihr Hobby".

Leopardgeckos

Geckos bevölkern die Erde seit rund 50 Millionen Jahren und sind somit fast so alt wie die Welt. Im Laufe ihrer langen Entwicklung haben sie sich über den ganzen Globus ausgebreitet. Viele Arten der Geckos sind für die Terrarienhaltung nicht geeignet; der Leopardgecko hingegen zählt hier zu den Ausnahmen.

Der Leopardgecko gehört seit den Anfängen der Terraristik zu den bekanntesten Terrarientieren und zählt somit zu den „Oldies“. Ausschlaggebend für die Beliebtheit dieser Tiere dürfte ihre ansprechende Größe, das allgemeine Erscheinungsbild und die relativ leichte Haltung sein. Leopardgeckos sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch sehr robust.

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Größe und Färbung

Ein ausgewachsener Leopardgeckos wird zwischen 20 bis 25 cm groß, wobei es natürlich auch kleinere Exemplare gibt. Ihr Gewicht liegt bei 30 bis 40 Gramm; Weibchen sind normalerweise etwas kleiner und leichter als Männchen.

Auch wenn die Färbung des Leopardgeckos nicht einheitlich ist, so gibt es doch ein sehr typisches Grundmuster, dem diese Geckoart auch ihren Namen verdankt – zahlreiche schwarzbraune Punkte und Flecken auf weißem bis gelblichem Untergrund, wodurch es zum leopardenartigen Aussehen kommt.

Verhalten

Er gehört zur Familie der Lidgeckos (Eublepharidae) und alle Vertreter dieser Gattung haben bewegliche Augenlider. Weiters haben sie an den Zehen keine Haftscheiben, sondern Krallen. Aus diesem Grund werden sie im deutschsprachigen Raum auch oft als Krallengeckos bezeichnet.

Dank dieser Krallen sind sie gute Kletterer und können leicht steile, raue Oberflächen (Äste und Felswände) bewältigen. Weiters eignen sich die spitzen, gebogenen Krallen hervorragend zum Graben im Boden. Diese Eigenschaft ist von großem Nutzen bei der Gestaltung ihres Versteckes und der Eiablage.

Leopardgeckos sind ruhige Echsen, die dämmerungsaktiv sind und oftmals sehr zutraulich werden. Sobald die Terrarienbeleuchtung abgeschaltet wird, verlassen sie ihr Versteck, gehen auf Nahrungssuche und erkunden das Terrarium. Die Haltung mehrerer Männchen in einem Terrarium ist unmöglich, da sie ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten haben. Gelegentlich kann es auch unter Weibchen zu Streitigkeiten kommen.

Ein charakteritisches Kennzeichen, das sie von anderen Geckoarten unterscheidet ist, das sie bewegliche Augenlider haben und somit ihre Augen schließen können.

Der Körper des Leopardgeckos ist walzenartig gedrungen und leicht abgeflacht; der kräftige Schwanz ist rundlich und deutlich segmentiert. Der Schwanz dient unter anderem als Fett- und Nährstoffspeicher und kann bei Gefahr abgeworfen werden wobei er dann rübenartig wieder nachgebildet wird.

Besonders auffällig sind ihre großen, gut sichtbaren Ohröffnungen. Zwar befinden sich die Sinnesorgane innen, aber die Löcher sind deutlich zu sehen. Leopardgeckos sind nicht stumm und verständigen sich durch Quäken, Grunzen oder Zischen.

Ernährung

Der Leopardgecko frisst jedes Tier das er überwältigen kann. In menschlicher Obhut wird er hauptsächlich mit Insekten gefüttert, wobei man ausgewachsenen Exemplaren gelegentlich nestjunge Mäuse verfüttern kann. Bei der Fütterung muss man darauf Acht geben, dass man die Geckos nicht überfüttert, da hier die Gefahr der Verfettung entsteht, was ungesund für die Tiere ist.

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Lebensraum und Lebensweise

Das Entstehungsgebiet der Familie Eublepharidae liegt in Südostasien. Die heutige Heimat erstreckt sich vom Nordwesten Indiens über nahezu das gesamte Pakistan bis Afghanistan und Ost-Iran. Sie bewohnen dort trockene bis halbtrockene Steppen- und Wüstengebiete, man kann sie aber auch in Höhenlagen bis zu 2.500 m antreffen. Der Leopardgecko bevorzugt felsige Gebiete mit steinigem oder lehmigem Boden und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit. Reine Sandflächen werden von ihnen gemieden.

Als Bodenbewohner bevorzugt der Leopardgecko Erdhöhlen oder Plätze unter Steinen, wo sie eine Rückzugsmöglichkeit haben. Mit ihren starken Krallen werden diese Stellen zu Wohnkammern erweitert.

Das bevorzugte Klima im Sommer ist etwas feuchter und sehr heiß (Tagestemperaturen bis zu 40 Grad Celsius) und im Winter eher trocken und kühl (Tagestemperaturen unter 20 Grad Celsius).  Obwohl es im Winter durchaus vorkommen kann, dass die Nachttemperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Sie verbringen diese Zeit dann in einem frostsicheren Versteck – im Winterschlaf.

Um sich vor einer Austrockung zu schützen, halten sich Lepoardgeckos tagsüber an feuchten Stellen unter Steinen oder in Erdhöhlen auf, wo sie gleichzeitig auch vor Fressfeinden sicher sind. Erst in der Dämmerung werden sie wach und streifen auf der Suche nach Futter umher.

Wird der Leopardgecko von einem Feind überrascht und angegriffen, verfügt er, wie die meisten anderen Geckos und viele Echsengruppen, über einen Trick: Er kann seinen Schwanz abwerfen. Während der abgeworfene Schwanz hin und her zuckt und den Angreifer ablenkt, kann der Leopardgecko flüchten.

Haltung

Leopardgeckos sind relativ pflegeleicht. Man muß trotzdem ähnliche Lebensbedingungen schaffen wie sie sie in ihrer Heimat haben. Nur eine artgerechte Haltung sichert ein langes Leben im Terrarium. Bei einer solchen Haltung können Leopardgeckos über 20 Jahre alt werden.

Wichtig vor der Anschaffung eines Terrariums ist, dass die neue Unterkunft fix und fertig eingerichtet ist. Das Terrarium sollte bereits einige Tage vorher in Betrieb genommen werden, um so die Temperatur optimal einstellen zu können und die Beleuchtung zu kontrollieren.

Die Größe des Terrariums hängt davon ab, wie viele Leopardgeckos gehalten werden; natürlich gilt: je größer, desto besser. Bei der weiteren Einrichtung müssen einige Punkte wie Temperatur, Versteckmöglichkeiten, passendes Bodensubstrat, richtige Luftfeuchtigkeit, usw. bedacht und berücksichtigt werden. Wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter – man wird Ihnen mit Rat und Tat gerne zur Seite stehen.

Grundlegend kann gesagt werden, dass sich Lepardgeckos ausgezeichnet für Anfänger in der Terraristik eignen. Sie gehören sicherlich zu den am besten haltbaren und am leichtesten nachzuziehenden Echsen in den Terrarien. Es gibt aber auch viele Terrarianer, die einmal Leopardgeckos gepflegt haben und nie mehr wieder von ihnen loskommen.

Terrariengröße laut österreichischem Tierschutzgesetz

Für 1-5 Tiere bis 10 cm    0,1 m2 Grundfläche bei 30 cm Höhe,

für 1-2 Adulte Tiere          0,5 m2 Grundfläche bei 40 cm Höhe,

für jedes weitere Tier +0,2 m2 Grundfläche.

 

Literatur

LEOPARDGECKOS, Henkel/Knöthig/Schmidt, NTV Verlag, 79 Seiten, Art.Nr.: 393158738X, € 19,80