Buchtipp

Ratgeber Pfeilgiftfrösche
Titel:
Ratgeber Pfeilgiftfrösche
Verlag:
BEDE Verlag
Autor:
Thomas Ulber
Art.Nr.:
LI3385
Details:
87 Seiten, gebunden
Beschreibung:
Keine anderen Frösche können mit ihrem grenzenlosen Farbenreichtum den Menschen so faszinieren wie die Pfeilgiftfrösche. Dieser Ratgeber gibt einen Einblick in die farbenfrohe Welt dieser Zwerge. Er enthält sowohl für den Anfänger als auch für den Profi wertvolle Tips und stellt die für die Terrarienhaltung wichtigsten Arten ausführlich vor.

Pfeilgiftfrösche

Bei den Pfeilgriftfröschen handelt es sich um eine Gruppe von winzigen Fröschen, die in den Regenwäldern Zentral- und Südamerikas leben. Aufgrund ihrer brillanten Farben und attraktiven Zeichnungen sind sie schon seit jeher gefragte Terrarientiere für den fortgeschrittenen Terrarianer.
Für die traditionelle Bezeichnung „Pfeilgiftfrösche“ dient als Grundlage die Entdeckung, daß verschiedene südamerikanische Indianerstämme die Spitzen von Blasrohrpfeilen mit dem Hautgift einiger kleiner Frösche vergifteten. Eigentlich liegt man aber nur mit dem Namen „Dendrobaten“ richtig, denn alle Pfeilgiftfrösche gehören in die Familie Dendrobatidae.

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Beschreibung

Pfeilgiftfrösche repräsentieren etwa 65 Arten in der Familie Dendrobatidae, welche insgesamt rund 175 Arten beinhaltet. Nicht alle Giftfrösche sind bunt, aber einige von ihnen gehören zu den farbenprächtigsten Fröschen überhaupt. Die Farbpalette reicht von leuchtend Rot und Gelb, bis hin zu metallisch grünen und blauen Farben.

Die kräftig leuchtenden Farben erfüllen eine Warnfunktion für potentielle Freßfeinde und weisen auf die Giftigkeit der Fröschchen hin. Bei den Hauttoxinen handelt es sich um in ihrer Wirkung unterschiedlich wirksame Alkaloide.
Die Unterscheidung der Gattungen von Pfeilgiftfröschen anhand äußerer Charakteristika ist schwierig. Mit nur einer Ausnahme überschreiten sie die 5 cm - Marke nicht wesentlich; viele Arten sind ausgewachsen sogar nur weniger als 25 mm groß. Alle Pfeilgiftfrösche haben ein T-förmiges Endglied an jedem Finger und jeder Zehe, und der erste Finger ist stets kürzer als der zweite.

Pfeilgiftfrösche sind tagaktiv und leben in der Laub- und Streuschicht auf dem Boden sowie auf Büschen und Bäumen bis 3 oder 4 Meter Höhe; sie leben nicht aquatisch. Sie sind an feuchte, warme Waldgebiete, meist Regenwälder, gebunden und bevorzugen Gegenden mit einer kurzen oder keiner Trockenzeit. Einige Arten suchen aktiv und zu jeder Tageszeit nach ihrer bevorzugten Beute – nämlich Ameisen; andere wiederrum sind ein bis zwei Stunden nach Sonnenauf- und vor Sonnenuntergang aktiv.

Neben Ameisen vertilgen sie auch Kleinstlebewesen wie Springschwänze, aber auch winzige Käfer, Fliegen und deren Maden.

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Haltung

Grundsätzlich muß gesagt werden, daß von den 65 Arten der Pfeilgiftfrösche nur einige wirklich häufiger in der Terraristik zu finden sind.
Es wird etwa nur ein Dutzend im Handel angeboten und davon sind wiederrum nur etwa fünf oder sechs Arten für den Anfänger oder etwas fortgeschrittenen Terrarianer zu empfehlen.

Fast alle mit der Haltung von Pfeilgiftfröschen verbundenen Schwierigkeiten lassen sich auf ihre geringe Größe zurückführen, was sich schon bei der Ernährung zeigt. Pfeilgiftfrösche sind kaum in der Lage größere Futtertiere zu fressen, wodurch man von einer funktionierenden Zucht von Obstfliegen und Grillen abhängig ist.

Bei der Anschaffung des Terrariums sollte man nicht dem Irrglauben kleines Tier = kleines Terrarium verfallen, sondern das größtmögliche Behältnis wählen und dieses nur spärlich bevölkern. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit eignet sich hierfür besonders ein Vollglasterrarium.

Pfeilgiftfrösche hält man am besten in Paaren oder kleinen Gruppen von zwei bis drei Männchen und bis zu sechs Weibchen der gleichen Art, in einem wie bereits erwähnt großen Terrarium. Obwohl die Frösche klein sind, brauchen sie Raum zur Entfaltung; sie sind territorial und kämpferisch veranlagt.
Da die relative Luftfeuchte stets über 70 % betragen soll, muß darauf geachtet werden, daß es nicht zur Entwicklung von Bakterien und Pilzen kommt – immer auf einen angemessenen Luftaustausch achten.

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Eine wirkungsvolle Drainage wirkt den negativen Nebeneffekten entgegen, ebenso ein dichter Besatz mit lebenden Pflanzen. Die erforderlichen Temperaturen von 24 bis 26 Grad Celsius erzielt man am günstigsten mit einer Bodenheizung in Form einer Heizmatte oder eines Heizkabels.
Pfeilgiftfrösche sind relativ aktive Jäger und brauchen Unmengen an kleinen Insekten. Die meisten Pfleger füttern ihre Frösche alle zwei bis drei Tage und lassen jedes Tier soviel fressen wie es wünscht. Das empfehlenswerteste Futter – Wiesenplankton ist auch das am wenigsten angebotene.
Hierbei handelt es sich um kleine Fliegen, Käfer, Blattläuse, Spinnen, Falter, Grashüpfer, usw. Das mittlerweile schon klassiche Futter für kleine Frösche sind Obstfliegen.

Mehr Information über diese interessanten und farbenprächtigen kleinen Frösche finden Sie in der Fachliteratur, die wir in allen unseren Geschäften führen. Dort findet man genaueres über Haltung und Pflege, die verschiedenen Arten, aber auch über das Leben der Pfeilgiftfrösche in freier Natur und im Terrarium.