Rotfuß-Vogelspinne

Unter der großen Auswahl an Terrarientieren gehören Vogelspinnen zu den absolut geeigneten Pfleglingen. Sie benötigen nicht viel Platz, sind anpassungsfähig und können auch von Anfängern in der Terraristik gut gehalten werden.

Die Rotfuß-Vogelspinne (Avicularia metallica) ist sicherlich eine der schönsten und am besten zu haltenden Vogelspinnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten, die ganztägig ihr Versteck bewohnen und fast nur beim Beutefang zu sehen sind, läuft die baumbewohnende Rotfuß-Vogelspinne in ihrem Revier umher. Sie ist zwar eher nachtaktiv, aber auch am Tag bzw. zu Beginn der Aktivitätsperiode kann man sie gut beobachten.

Neben den namensgebenden rötlichen Enden der Beine fällt bei dieser Vogelspinne der schöne metallische Glanz nach der Häutung auf, dem sie ihren lateinischen Namen „metallica“ verdankt. Ein Terrarium für diese interessante Spinne sollte höher als breit sein. Für eine Gruppe von zwei bis vier Tieren sind 25 x 25 x 40 cm ausreichend. Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Vogelspinnen besteht darin, dass man die Rotfuß-Vogelspinne in Paaren und Gruppen halten kann. Die aus dem nördlichen Südamerika stammende Spinne hat es gerne warm, die Tagestemperaturen dürfen im Terrarium gerne bei 26 – 28 °C liegen. Eine Nachtabsenkung der Temperatur erreicht man einfach, indem die Beleuchtung nachts ausgeschaltet wird.  Eine Bepflanzung mit Bromelien oder Ficusgewächsen reguliert die Luftfeuchtigkeit, gibt der Spinne Möglichkeiten, artgerecht zu klettern, und sieht gut aus.

Einmal pro Woche ist für die ca. 7 cm groß werdende Rotfuß-Vogelspinne Fütterungszeit. Heimchen, Grillen oder Schaben stehen auf dem Speiseplan: Wie alle Spinnen injiziert sie die Verdauungssäfte in das Beutetier und schlürft den Cocktail anschließend aus – Prost und Mahlzeit.