Die Skinke (Familie Scincidae) sind mit weltweit fast 1.200 Arten und 85 Gattungen die größte aller Echsenfamilien. Sie kommen in den meisten Teilen der Erde vor und zeigen ihre größte Vielfalt in den Tropen und der südlichen Hemisphäre. Die bekanntesten Arten gehören zu den Unterfamilien Scincinae (Skinkartige) und Tiliquinae (Riesenskinkartige).
Skinke haben einen zylinderförmigen, glatten und glänzenden Körper mit einer spitzen Schnauze und einem spitzen Schwanz. Der Körperbau ist kräftig mit strammen, jedoch kurzen Beinen und mit langen, schlanken Zehen. Die Schuppen sind meist sehr glatt und in regelmäßigen Reihen angeordnet.
Der Kopf der Skinke ist für gewöhnlich keilförmig und wirkt im Vergleich zum dicken Hals eher klein. Die Zunge ist an der Spitze leicht gekerbt und die meisten Arten haben kleine Zähne und sehr kräftige Kiefer.
Die Hauptfarbe ist Braun in allen Kombinationen und Abstufungen, wobei ein kräftiges Gelb, Grün, Blau oder leuchtendes Rot nichts Außergewöhnliches ist. Auch ein metallischer Glanz kann vorkommen.
Männchen sind meist kräftiger gefärbt und sie haben nicht nur einen breiteren Kopf als die Weibchen, sondern auch der Rumpf ist länger und der Schwanzansatz ist dicker.
Es hat jeder Kontinent (mit Ausnahme der Antarktis) seine eigenen Skinke zu bieten, wobei in Australien die Hochburg der terraristisch besonders gefragten Arten liegt.
Viele Arten von Skinken sind sehr gut an ein Leben im Untergrund angepaßt; einige wühlen im Boden und schwimmen im losen Flugsand wie ein Fisch im Wasser, andere wiederum haben sich zu Baumbewohnern entwickelt oder leben in Graslandschaften. Es gibt aber auch Arten, die exzellente Schwimmer und Taucher sind und Wasserläufe bevorzugen.
Was die Haltung betrifft, ist Skink bei weitem nicht gleich Skink und daher lässt sich nicht jede Art unter den gleichen Umständen halten. Es fängt bereits mit der Größe von erwachsenen Tieren an und damit mit der benötigten Terrariengröße. Weiters ist sehr wichtig, dass man über den natürlichen Lebensraum Bescheid weiß, um das richtige Klima im Terrarium zu gewährleisten – denn ein Regenwaldbewohner wird in einem Sandwüstenterrarium nicht überleben. Auch verhaltensbiologische Eigenheiten müssen bedacht werden, damit es nicht zu unnötigen Auseinandersetzungen kommt.
Wichtig ist, darauf zu achten, dass Skinke bewegungsfreudige Reptilien sind und daher beim Kauf des Terrariums gilt: je größer desto besser. Es kommt auch sehr häufig vor, dass sich Skinke untereinander nicht vertragen. Dies passiert sehr häufig bei Großskinken (z.B. Blauzungenskink). Man kann diese Tiere oft auch in den geräumigsten Freianlagen nicht zusammenhalten, ohne dass es zu ersten Kämpfen kommt – man sollte die Tiere daher immer unter Kontrolle halten.
Da es uns aufgrund der Vielfalt nicht möglich ist, in diesem Bericht näher auf das Thema einzugeben, möchten wir auf die in unseren Geschäften erhältliche Fachliteratur hinweisen. Aber natürlich können Sie sich mit Fragen auch an unsere Mitarbeiter der Terraristikabteilungen wenden – man wird Ihnen mit Rat und Tat gerne zur Seite stehen.