Buchtipp

Skorpione
Titel:
Skorpione
Verlag:
Natur & Tier Verlag
Autor:
Dieter Mahnsberg, Rüdiger Lippe, Stephan Kallas
Art.Nr.:
LI1560
Details:
144 Seiten, kartoniert mit vielen Abbildungen.
Beschreibung:
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Skorpione

Skorpione gehören zu den am meisten gefürchteten Tieren der Welt. Etwa 25 Arten sind ausgesprochen gefährlich, weshalb Skorpione mit Vorsicht zu behandeln sind.
Sie lösen bei vielen Menschen gleichermaßen Abscheu und Faszination aus. In vielen Kulturen galten sie als Symbole des Teufels und verkörperten Unglück und Heimtücke.

Heute werden diese Tiere immer häufiger als „Haustiere“ angeboten und gehalten, wobei man im Fachhandel vorwiegend den Kaiserskorpion (Pandinus imperator) findet. Dieser Skorpion gehört zu den „sichereren“ Arten, da er nur gering giftig und eher stechfaul ist.

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Lebensraum

Skorpione sind auf allen Kontinenten zu finden. Man findet sie in Wüstenregionen, kühleren Gebieten mit Mittelmeerklima, aber auch im Regenwald. Es kommen aber auch wenige Arten in Kanada und Russland vor; in den hohen Breiten sowie großen Höhen nimmt die Artenzahl jedoch deutlich ab.

Wie man aufgrund ihrer weiten Verbreitung vermuten kann, leben Skorpione in den unterschiedlichsten Klima- und Vegetationszonen. Beim Großteil der Arten handelt es sich um Bodenbewohner wüsten- und steppenartiger Landschaften, wo sie in Höhlen leben, die sie entweder von anderen Tieren übernommen oder selbst gegraben haben.

Aussehen und Verhalten

Wie bei allen Spinnentieren gliedert sich der Körper des Skorpions in zwei Abschnitte, nämlich den Vorderkörper und den Hinterleib. Der „Schwanz“ gehört noch zum Hinterleib; das anschließende spitz zulaufende und blasige Gebilde ist der Giftstachel. Sie haben vier Paar Laufbeine, mit denen sie gut laufen, klettern und graben können.

Skorpione sind in den meisten Teilen ihrer Verbreitung dämmerungs- und nachtaktive Jäger. Sie verlassen ihr Versteck erst nach Einbruch der Dunkelheit und haben es vor Sonnenaufgang längst wieder aufgesucht. Als Ansitzjäger müssen sie bereits nach kurzer Aktivität lange Ruhepausen einlegen.

Sie sind räuberische Allesfresser und stellen eine Vielzahl von Insekten, Spinnentieren, Asseln und anderen Wirbellosen nach. Kleinsäuger wie Echsen, Zwergmäuse und Amphibien werden manchmal von größeren Skorpionen gefressen. Skorpione reagieren für gewöhnlich nur dann aggressiv, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen.
Normalerweise flüchten sie und ziehen sich in einen Unterschlupf zurück.

Haltung im Terrarium

Da Skorpione in der Natur in verschiedenen Klimazonen vorkommen, müssen diese Bedingungen natürlich auch im Terrarium nachempfunden werden. Generell unterscheidet man zwischen drei Lebensraumarten: Feuchtbiotope (25 bis 28 °C, Luftfeuchtigkeit 70 – 80 %), Aride Gebiete (27 bis 35 °C, Luftfeuchtigkeit bis 40 %) und Mittelmeerklima (bis zu 22 °C, Luftfeuchtigkeit 50 – 60 %).

Es muß dabei auf die richtige Größe des Terrariums, auf passende Beleuchtung und Beheizung, einen guten Bodengrund (wichtig für die nötige Luftfeuchtigkeit) sowie Versteckmöglichkeiten geachtet werden. Bitte wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter – sie stehen Ihnen mit Rat und Tat gerne zur Verfügung.

Einzelheiten über die Fortpflanzung von Skorpionen sind nur für sehr wenige Arten bekannt. Auch das Bestimmen der Geschlechter ist selbst für Experten sehr schwierig. Skorpione bringen fertig entwickelte Jungtiere zur Welt, die nach der Geburt umgehend auf den Rücken des Muttertieres klettern. Bei der Haltung im Terrarium sollten die Jungen nach Verlassen des sicheren Rückens sofort in ein weiteres Becken umgesetzt werden, damit sie nicht zur schmackhaften Beute werden.

Kaiserskorpion (Pandinus imperator)

Da wir in diesem Bericht nicht auf die große Artenvielfalt von Skorpionen eingehen können, möchten wir kurz den Kaiserskorpion vorstellen, da dieser zur der im Handel gängigsten Art zählt.

Der Kaiserskorpion zählt zu den größten Skorpionarten und hat eine Gesamtlänge von bis zu 20 cm und ein durchschnittliches Gewicht von 20 bis 30 g. Die Tiere sind braun bis schwarz und können mehr als zehn Jahre alt werden.

In der Natur bewohnt der Kaiserskorpion Busch-Baum- und Gras-Savannen, aber auch Regenwaldgebiete. Im Terrarium hat man die besten Erfahrungen mit einer Dauertemperatur von 25 – 27 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 65 – 70 % gemacht.
Er ist ein typischer Ansitzjäger und nimmt gerne große Futtertiere, wie Heimchen, Grillen, Schaben, Wanderheuschrecken und Käfer.

Abschließend muß noch erwähnt werden, dass bei der Pflege von Skorpionen einige wichtige Grundregeln eingehalten werden müssen: - Das Terrarium muß absolut ausbruchsicher sein und darf für Kinder nicht zugänglich sein. – Bei der Haltung von gefährlichen Arten müssen Sicherheitsregeln eingehalten werden, damit niemand in Gefahr gebracht wird. – Die Tiere dürfen niemals in die Hand genommen werden – Vorsicht bei Allergikern!