Buchtipp

Strumpfbandnattern
Titel:
Strumpfbandnattern
Verlag:
Ulmer Verlag
Autor:
Thomas Bourguignon
Art.Nr.:
LI4615
Details:
125 Seiten, gebunden mit vielen Farbfotos.
Beschreibung:
Das Buch gibt Informationen und Hinweise zu folgenden Themen: Systematik und Biologie, Das Terrarium: Technik, Einrichtung und Pflege, Pflege, Ernährung und Zucht, Krankheiten, Arten und Unterarten im Portrait. Der Autor ist aktiver Terrarianer. Er pflegt und züchtet seit vielen Jahren verschiedene Arten von Strumpfbandnatter, darunter auch einige sehr seltene.

Strumpfbandnattern

Strumpfbandnattern (Gattung Thamnophis) sind jedem Terrarianer und herpetologisch Interessiertem bekannt. Sie sind weder groß noch giftig und auch nicht sehr anspruchsvoll in der Haltung. Dennoch sind sie in ihrer Färbung und Zeichnung sehr abwechslungsreich und spannend zu beobachten. Strumpfbandnattern gebären lebende Junge.

Schon vor mehr als 100 Jahren wurden an Strumpfbandnattern Studien durchgeführt. Das heutige, immense Wissen über diese Schlangen bezieht sich jedoch nur auf wenige gut erforschte Arten; über andere Arten und Unterarten weiß man auch heute nicht viel mehr als ihre Körpermerkmale und das Verbreitungsgebiet.

Strumpfbandnattern gehören zur Unterfamilie der Wassernattern (Natricinae), welche wiederrum der Familie der Nattern (Colubridae) zugerechnet werden.
Auch unsere heimische Ringelnatter gehört zur Familie der Wassernattern.

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Lebensraum

Stumpfbandnattern sind sehr anpassungsfähig und bewohnen ein sehr großes Areal. Mit fast 70 Arten und Unterarten findet man sie von Kanada bis Costa Rica, wobei sie dort nicht nur an der Küste, sondern auch in fast 4000 m Höhe zu finden sind.

Großteils bevorzugen sie die Nähe von Wasser, z.B. bei Seen und Teichen, Flüssen und Quellen. Einige Arten sind jedoch auch häufig in Wäldern, Park- und Gartenanlagen zu finden. Strumpfbandnattern sind ausgezeichnete Schwimmer. Darüberhinaus sind sie auch noch gute Kletterer und viele Exemplare kann man in Sträuchern und Büschen finden.

Aussehen und Verhalten

Strumpfbandnattern haben die für alle Nattern typische Kopfbe-schuppung, die oft zur genaueren Bestimmung der Art notwendig sein kann. Die Färbung dieser Schlangen ist sehr unterschiedlich und bringt zahlreiche, äußerst attraktive Kombinationen und Muster hervor.

Sie haben im Vergleich zu vielen anderen Schlangen eine relativ gute Sehschärfe. Sie haben große Augen mit einer runden Pupille. Durch die seitliche Position der Augen haben sie ein sehr großes Sehfeld.

Der Speiseplan von Strumpfbandnattern ist sehr umfangreich. Es werden nicht nur Fische, Amphibien, Regenwürmer, Spinnen und Insekten, sondern auch kleine Nagetiere, Jungvögel und Vogeleier erbeutet. Man hat sie auch schon beim Verzehr von Aas beobachtet. Es kann aber auch vorkommen, daß sie nicht zu jeder Zeit dasselbe fressen und sich die Beute je nach Jahreszeit unterscheidet.

Die Körperlänge von Strumpfbandnattern liegt bei ausgewachsenen Tieren zwischen 30 cm und 110 cm; einzelne Exemplare können auch bis zu 160 cm werden. In der Regel werden sie zwischen 5 und 15 Jahre alt.

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Haltung im Terrarium

Im Allgemeinen gelten Strumpfbandnattern als einfach zu haltende Terrarientiere. Voraussetzung für eine zufriedenstellende Haltung ist die richtige Größe des Terrariums, ausreichende Wärmeversorgung, regelmäßige Fütterung und frisches Wasser.

Versteckmöglichkeiten sind für das Wohlbefinden unerlässlich, da die Tiere ohne diese Stress erleiden würden. Hierfür eignen sich Naturmaterialien, wie z.B. Korkeiche, Rindenstücke oder Steinhöhlen, aber auch Plastikbehälter, Plastikrohre, usw. Es ist nur darauf zu achten, daß diese Verstecke regelmäßig gereinigt und erneuert werden.

Es ist auch zu bedenken, daß Strumpfbandnattern - wie alle Schlangen - Einzelgänger sind und nicht mehr als drei Tiere vergesellschaftet werden sollten.

Dabei hat man die Erfahrung gemacht, daß die Haltung von zwei Männchen und einem Weibchen eine gute Lösung ist.

Weitere Informationen zur Haltung und Zucht von Strumpfbandnattern finden Sie in der umfangreichen Literaturauswahl, die wir in allen unseren Geschäften führen.

Krankheit

Viele Krankheiten sind auf falsche Ernährung und Haltung zurückzuführen und wären bei sachgemäßer Pflege zu vermeiden. Es ist daher sehr wichtig, seine Schlange auf veränderte Verhaltensweisen zu kontrollieren, da dies auf eine etwaige Krankheit hinweisen könnte. Denn je früher eine Krankheit erkannt wird, desto leichter ist sie zu behandeln.

Bei erkrankten Tieren sind die Augen oft trüb und glanzlos, sie haben eine stumpfe und fahle Haut und die Farben sind verblasst.

Generell kann gesagt werden, daß sich Strumpfbandnattern gut für die Haltung im Terrarium eignen. Sie gehören zweifellos zu den robustesten Schlangen und sind aufmerksam, lebhaft, recht intelligent, attraktiv und fressen gut. Strumpfbandnattern sind exzellente Pfleglinge für jede Art von Terrarianer - vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Spezialisten.