Kanaries gehören durch ihr hübsches Aussehen und dem schönen Gesang zu den beliebtesten Heimvögel. Sie können bis zu 15 Jahre alt werden. Früher wurden sie von den Bergleuten sehr geschätzt, denn sie nahmen sie mit „unter Tage“ und sobald der Sauerstoffgehalt abnahm wurden die Vögel unruhig und warnten somit rechtzeitig die Bergleute vor dem Erstickungstod.
Den Kanari gibt es in mehreren Farben wie rein gelb, braun, rot oder weiß, oder auch gescheckt. Auch wurden sogenannte „Gestaltkanaries“ mit Hauben oder gelockten Federn gezüchtet. Sie werden ca. 14 cm groß.
Der Kanarienvogel stammt vom Kanarengirlitz ab, der auf den Kanarischen Inseln vorkommt. Man findet ihn aber auch auf den Azoren und Madeira. Bereits im 15. Jahrhundert begannen Mönche mit der Zucht.
Da sie soziale Tiere sind sollte man sie nur paarweise oder in kleinen Gruppen halten. Zur Brutzeit bilden die Männchen jedoch Reviere, und man muss sie gegebenenfalls trennen. Über den schönen Gesang verfügen nur die Männchen. Dieser dient zur Balz und Revierabgrenzung.
Kanarienvögel brauchen täglich frisches Wasser. Sowohl in der Trinkschale als auch in der Badewanne, da dieses Wasser auch getrunken wird. Alle 2 Tage sollte man den Bodengrund wechseln und die Sitzstangen und gegebenenfalls andere Gegenstände im Käfig reinigen.
Als Hauptfutter dient im Handel erhältliches Körnerfutter für Kanaries. Zusätzlich brauchen sie auf jeden Fall noch Obst und Gemüse.
Die Tiere sind paarweise zu halten. Als Standort für den Käfig oder die Voliere ist ein heller, zugluftfreier, ruhiger Platz zu wählen. Käfige müssen in mindestens 80 cm Höhe aufgestellt werden.
Käfiggröße für 1 Paar:
60x35x40 cm (Länge x Breite x Höhe), für jedes weitere Paar 50% mehr Grundfläche.