Buchtipp

Papageien
Titel:
Papageien
Verlag:
ULMER
Autor:
Wolfgang De Grahl
Art.Nr.:
72267
Details:
95 Seiten,viele Farbfotos.
Beschreibung:
Aus dem Inhalt: Biotope, Vorkommen und Artenschutz, Eingewöhnung, Lautgebung und Nachahmung, Unterbringung, Pflege und Ernährung, Krankheiten, Zucht und Aufzucht.

Schönsittich

Beim Gefieder des Schön- oder auch Turquoisin- und Türkissittichs hat Mutter Natur tief in den Farbkasten gegriffen: Der Rücken ist grün, sein Vorderkopf sowie die kleinen und mittleren Flügeldecken türkisblau. Die unteren Flügeldecken und der äußere Rand der Schwungfedern erscheinen in Dunkelblau, ein braunrotes Band trennt die Flügeldecken. Brust und Bauch wiederum leuchten in Gelb oder auch seltener in Orange.

Foto

Doch auch in zahlreichen Mutationen wie etwa in Gelb, Gescheckt, Olivgrün, Falb, Pastellblau, Blau, Opalin oder Zimt taucht der kleine Kamerad auf. Dabei sehen sich die beiden Geschlechter recht ähnlich, wobei das Federkleid des Männchens etwas intensiver gefärbt ist.

Herkunft

Die Heimat des gefiederten Freundes ist Südost-Australien. Dort lebt er sowohl in bewaldeten als auch offenen Gebieten. Zwischenzeitlich galt er zwar fast als ausgestorben, doch haben sich die Bestände wieder erholt. Bereits um 1850 kamen die ersten Exemplare nach Europa und seit etwa 40 Jahren wird er erfolgreich in Europa nachgezüchtet. An die hiesigen klimatischen Verhältnisse hat er sich sehr gut angepasst: ideal für seine Haltung sind eine Temperatur von 18° C bis 25° C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent.

Größe und Verhalten

Neophema pulchelia, so sein lateinischer Name, wird etwa 20 Zentimeter groß und wiegt dabei rund 40 Gramm. Er lebt sehr sozial und darf deshalb nur mindestens paarweise gehalten werden. Außerhalb der Brutzeit leben die Schönsittiche in größeren Gruppen. Während der Brutzeit jedoch zeigt der kleine Australier seine ganze Kampfeslust und kann Artgenossen gegenüber sehr aggressiv werden. Brütende Paare sondern sich deshalb von der Gruppe ab.

Ernährung

Zu einem gesunden Vogelleben gehört natürlich die richtige Ernährung, an die er nur geringe Ansprüche stellt. Zufrieden ist der Schönsittich mit täglich frischem Trinkwasser und einer Körnermischung aus kleinen Saaten wie Hirse, Hafer, Weizen, Buchweizen, Negersaat und  Wildsamen. Gerne frisst er auch Frisches wie Obst, Gemüse und Grünfutter. Während der Mauser benötigt er zusätzlich tierisches Eiweiß. Bei zu wenig Flugmöglichkeiten und Futter mit einem zu hohen Anteil an fetthaltigen Samen wie Sonnenblumenkerne, Hanf oder Leinsamen neigt er allerdings zur Verfettung. Am besten hält man den lebhaften Vogel deshalb in einer Voliere, wo er sich ausreichend bewegen kann. Ist jedoch trotzdem nur eine Haltung im Käfig möglich, sollte dieser mindestens eine Größe von 200 x 150 x 200 cm (LxBxH) haben, Freiflüge sollten selbstverständlich sein. Auch ein Schönsittich hat gerne ein gemütliches Zuhause: Frische Naturäste zum Nagen, ausreichend Sitz- und Schlafbretter sowie eine Bademöglichkeit sind für sein Wohlbefinden unerlässlich. Befolgt man diese Regeln einer artgerechten Haltung, kann der Schönsittich ein Alter von bis zu zehn Jahren erreichen.

 

Mindesthaltungsrichtlinien laut österreichischem Tierschutzgesetz

Die Tiere sind mindestens paarweise oder auch in Gruppen zu halten. Als Standort für den Käfig oder die Voliere ist ein heller, zugluftfreier, ruhiger Platz zu wählen. Käfige müssen in mindestens 80 cm Höhe aufgestellt werden.

Volierengröße für 1 Paar:

2,0 x 1,5 x 2,0 Meter (Länge x Breite x Höhe), Mindestgrundfläche des Schutzraumes 1,0 m2.