Sperlingspapageien

Sie stammen aus Südamerika, weisen viele Merkmale großer Papageien auf und sind doch im Vergleich mini: Sperlingspapageien werden nur bis zu etwa 15 Zentimeter groß und bis zu 34 Gramm schwer, sind neugierig und vorwitzig.

Die häufig gehaltenen Blaugenick-Sperlingspapageien (auch bekannt als Blaunacken) leuchten schon von Weitem in den herrlichsten Grün- und Blautönen. Der Nordwesten Perus und das Tiefland von Ecuador sind ihre Heimat; in privater Haltung sollte dem natürlichen Umfeld der Vögel Rechnung getragen werden. Sperlingspapageien lieben es, alles zu erkunden und zu benagen. Zur Ausstattung des Käfigs und des Zimmers, in dem die aktiven Flieger unterwegs sind, gehören Naturäste, Baumrinden, Hanfseile, Schwingschaukeln und allerhand mehr, was zur Abwechslung beiträgt.

 

Sperlingspapageien sollten immer mindestens zu zweit gehalten werden – am besten Männchen und Weibchen, allerdings keine Geschwisterpaare, denn das führt spätestens nach einem Jahr zu Problemen, wenn die Tiere geschlechtsreif werden. Die Haltung mindestens zweier Vögel bedeutet außerdem, dass der Besitzer etwas mehr Geduld bei der Zähmung braucht – dennoch können natürlich auch Sperlingspapageien handzahm werden. „Reden“ hingegen werden sie nicht, darin unterscheiden sie sich von Artgenossen wie Graupapageien. Stattdessen schnattern und brummeln sie leise oder pfeifen (das manchmal durchaus sehr laut!).

 

Wer sich für die Haltung von Sperlingspapageien interessiert, sollte wissen, dass sie bis zu 20 Jahre alt werden können. Sie sind einfach zu pflegen, wenn einige Besonderheiten beachtet werden. So lassen sich die Tiere nicht gemeinsam mit anderen Vögeln wie Wellen- oder Nymphensittichen halten. Ihnen gegenüber werden sie häufig aggressiv und verteidigen hartnäckig ihr Revier.

 

Außerdem futtern Sperlingspapageien mit Vorliebe fettige Sonnenblumenkerne, was ihnen jedoch auf Dauer gar nicht guttut. Haben sie die Wahl, lassen sie nämlich alle anderen Samen sowie Obst und Mineralien liegen und ernähren sich in der Folge zu einseitig. Geeignetes Grundfutter ist deshalb fettärmeres Neophemenfutter, also Futter für Grassittiche, jedoch ohne Sonnenblumenkerne. Diese können stattdessen ab und zu in geringen Mengen als „Leckerli“ gegeben werden – das vereinfacht auch die Zähmung.