Der beste Standort für Ihre Voliere

Suche helle, geräumige Wohnung in ruhiger Lage.“ So könnte eine Anzeige von Wellensittich, Kanarienvogel & Co. lauten. Denn um unsere gefiederten Freunde glücklich zu machen, sind nicht nur Freiflug und artgerechte Ernährung nötig, sondern auch der richtige Standort der passend eingerichteten Voliere. Im Sommer am besten an einem geschützten Standort im Garten, wo sich z. B. gerade Agaporniden das ganze Jahr über wohlfühlen, wenn sie einen wetterfesten Schutzraum haben.

Viel Licht, aber bitte ohne Flimmern

 

In der Wohnung sollte die Vogelimmobilie an einem hellen Standort aufgestellt werden. Direkte Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum hinweg ist zu vermeiden, stattdessen sind schattige Rückzugsmöglichkeiten wichtig. Ausreichend Licht spielt aber für die Gesundheit der „Piepmätze“ eine große Rolle: Es beeinflusst ihren Stoffwechsel und damit sowohl Gefieder als auch Hautgesundheit und ihr Brutverhalten. Für einige Arten wie Papageien sollte eine Zusatzbeleuchtung über eine Zeitschaltuhr eingerichtet werden.

 

Aber Achtung: Das Vogelauge verarbeitet bis zu 150 Bilder pro Sekunde, das sind etwa zehnmal so viele, als es der Mensch vermag. Damit nehmen Vögel die mit Wechselstrom betriebenen Leuchtstofflampen als störendes Flimmern wahr. Glühbirnen und Halogenstrahler dagegen sind für das leistungsstarke Vogelauge kein Problem.

 

Stress vermeiden

 

Für den richtigen Standort der Voliere gilt auch zu beachten, dass sich Vögel als Fluchttiere sicherer fühlen, wenn eine Seite ihrer Behausung an einer Wand anschließt. Mitten im Zimmer sind Welli & Co. häufig dem Durchgangsverkehr und somit Stress ausgesetzt. Die Voliere sollte erhöht stehen, zumindest sollten Sitzstangen und Kletteräste mindestens in Augenhöhe ihres Menschen angebracht sein. Zu vermeiden sind außerdem Zugluft, Kochdünste, Zigarettenrauch und zu große Nähe zu Heizkörpern. Eingeschaltet trocknen diese die Luft aus, Vögel brauchen aber eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 Prozent.